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04.07.2014, 16:20 Uhr

Sachsen vorne im E-Government: Sachsen gewinnt einen 1. und 2. Platz beim E-Government-Wettbewerb

Das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Europa hat beim diesjährigen E-Government-Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundesministers des Innern einen 1. sowie einen 2. Platz belegt.

Der erste Preis in der Kategorie "Bester Beitrag zur Umsetzung der nationalen E-Government-Strategie" ging an das von Sachsen gemeinsam mit Rheinland-Pfalz und weiteren Partnern betriebene Projekt "115-App".
Mit der 115-App für mobile Endgeräte sollen die Nutzungsmöglichkeiten der Behördentelefonnummer 115 in Zukunft über den telefonischen Service hinaus ausgebaut werden. Mit dieser App kann der Nutzer Verwaltungsleistungen selbst recherchieren, eine Frage auch per E-Mail stellen oder wie gewohnt die 115 telefonisch kontaktieren. Dieser komplementäre Service zur Behördenrufnummer ermöglicht eine Erleichterung der mobilen Informationssuche für Bürger. Neben der Gesamtbevölkerung werden speziell junge und technikaffine Personen sowie Personen mit Sprach- und Hörbehinderungen angesprochen.

Zudem hat Sachsen in dieser Kategorie auch den 2. Platz für ein Maßnahmenpaket aus der Staatsmodernisierung belegt. Der Landesbeauftragte für Informationstechnologie (CIO) des Freistaates Sachsen, Staatssekretär Dr. Wilfried Bernhardt, nahm am 1. Juli 2014 die Auszeichnung in Berlin in einer Feierstunde im Rahmen des "Zukunftskongresses Staat & Verwaltung 2014" entgegen.

Aus dem Bevölkerungsrückgang und den sich für Sachsen ändernden finanzpolitischen Rahmenbedingungen ergibt sich ein Veränderungsdruck auf die Verwaltung, dem mit dem breit gefächerten Projekt der Staatsmodernisierung Rechnung getragen wird. Die Staatsmodernisierung ist nicht nur Verwaltungsmodernisierung, sondern beabsichtigt eine Verschlankung der gesamten Staatstätigkeit. Dabei soll die sächsische Verwaltung auch künftig besonders leistungsfähig, effizient und flexibel agieren. Sie soll weiterhin die notwendigen Verwaltungsdienstleistungen für Bürger und Unternehmen schnell und kostengünstig in hoher Qualität und zunehmend mit moderner Informationstechnologie erbringen. Hierfür hat Sachsen einige Maßnahmen zur Verbesserung des E-Government auf den Weg bzw. zum Abschluss gebracht. Insbesondere mit dem E-Government-Gesetz und dem Gesetz zur Einführung eines Sächsischen Normenkontrollrates hat Sachsen bundesweit eine Vorreiterstelle übernommen. Vorbildlich sind auch der Vorschriftenabbau um mehr als 20%, die Verabschiedung einer Strategie für IT- und E-Government, die Einführung der Behördenrufnummer 115, die Durchführung einer systematischen Aufgabenkritik, die Einführung der Online-Bürgerbeteiligung, die Entwicklung und der Einsatz von Bürgerkoffer und Bürgerterminal, die Prozessmanagementprojekte in den Behörden des Freistaates und mit den Kommunen und die elektronische Aktenführung.

Hintergrund:
Über 70 Bewerbungen um den E-Government-Preis waren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht worden. Der Preis wird in sechs Fach-Kategorien vergeben: "Innovativstes E-Government-Projekt", "Bester Beitrag zur Umsetzung der nationalen E-Government-Strategie", "Erfolgreichstes Kooperationsprojekt", "Bestes eHealth-Projekt", "Bestes eEducation-Projekt", "Agilste Verwaltung 2014". Der E-Government-Preis wurde dieses Jahr zum 13. Mal ausgelobt.

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Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa
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