1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

21.04.2017, 12:13 Uhr

Wissenschaftsministerin nimmt am Science March in Dresden teil

Dr. Eva-Maria Stange: „Wissenschaft braucht den Pluralismus und die pluralistische Demokratie braucht die Wissenschaft“

Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange nimmt am morgigen 22. April 2017 beim Science March in Dresden teil. Die Veranstaltung beginnt mit einer Kundgebung auf dem Theaterplatz, dann folgen ein Demonstrationszug durch die Innenstadt ins Regierungsviertel und eine Schlusskundgebung in der Nähe der Staatskanzlei. Ministerin Stange wird bei der Schlusskundgebung über die Notwendigkeit der Freiheit von Forschung und Lehre und die Rolle von wissenschaftlichen Erkenntnissen und wissenschaftlichen Methoden in der gesellschaftlichen Diskussion sprechen.

Ministerin Stange begründet ihre Teilnahme am Science March: „Die Freiheit von Forschung und Lehre ist zurecht im Grundgesetz und in der Sächsischen Verfassung verankert und ein hohes Gut in einer Demokratie. Wissenschaft hat die Aufgabe, frei von politischen Zwängen Fragen an die Natur und an die Gesellschaft zu stellen und ihrer Beantwortung mit wissenschaftlichen Mitteln und Methoden nachzugehen. Dafür trete ich mit meiner Teilnahme beim Science March ein.“ Sie ergänzt: „Wissenschaftlich fundierte Fakten sind wichtige Grundlagen nicht nur um neues Wissen oder Technologien zu generieren, sondern auch, um gesellschaftliche Prozesse zu verstehen und Entwicklungen voranzutreiben. Gleichsam sind wissenschaftliche Erkenntnisse aber auch nicht für immer und ewig unveränderbar. Wissenschaft ist frei, auch mit neuer Erkenntnis die „Welt auf den Kopf“ zu stellen.“

Der wissenschaftliche Meinungsstreit und die daraus erwachsenden Erkenntnisse seien ein Vorbild für die Demokratie, so die Ministerin. Sie betont: „Das aktuell zunehmende wissenschaftsfeindliche Verhalten zeigt, dass auch die Wissenschaft für eine pluralistische Gesellschaft streiten muss. Wissenschaftliche Erkenntnisse können im schlimmsten Fall machtpolitisch negiert und missbraucht werden. Doch gleichfalls, und da bin ich mir sehr sicher und mit vielen einig, ist vor allem die Wissenschaft diejenige Instanz, die hilft, sachlich und methodisch verlässlich zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden.“

Der „March for Science“, wie er offiziell heißt, findet am 22. April, dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Tag der Erde“ statt. Er wird in vielen Städten weltweit mit einer Demonstration für die Verteidigung der Rolle, die die Wissenschaft für Gesundheit, Sicherheit, Wirtschaft und Regierungen spielt, begangen. Auslöser des weltweiten Science March sind US-Wissenschaftler, die sich nach der Wahl des offen wissenschaftskritischen US-Präsidenten Donald Trump zusammengefunden haben und seitdem immer mehr Sympathisanten weltweit gewinnen.

Marginalspalte

Medieninformationen suchen

Wenn Sie sich registrieren, erhalten Sie eine erweiterte Suchfunktionalität und können auf das gesamte Archiv zugreifen.

Sie haben sich bereits registriert? Dann melden Sie sich einfach im Bereich »Mein Medienservice« an.

Informationen

Herausgeber
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Themen
Forschung, Forschung/Technologie, Hochschule
Kontakt
Pressesprecher Andreas Friedrich
Telefon +49 351 564 6020
Telefax +49 351 564 6025
 
Sie haben Fragen zu dieser Medieninformation?
Schreiben Sie mir eine Nachricht.

Diese Medieninformation im PDF-Format

Download

© Sächsische Staatskanzlei