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11.08.2017, 14:00 Uhr

Ein Naturschutzgroßprojekt zum Vorzeigen

Umweltminister Schmidt informiert sich über Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“

„Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: von ihrer Zusammenarbeit können alle Seiten profitieren. Das zeigt sich hier im Osterzgebirge auf eindrucksvolle Weise“. Dieses Fazit zieht Umweltminister Thomas Schmidt heute (11. August 2017) nach seinem Besuch des Naturschutzgroßprojektes „Bergwiesen im Osterzgebirge“.

Ziel des Projektes ist es, in dem 2 800 Hektar umfassenden Gebiet rund um Altenberg, Geising und Fürstenau geschützte Bergwiesen, Nasswiesen, Steinrücken und Moore zu erhalten und durch Nutzung gezielt weiterzuentwickeln. Auf einer Länge von mehr als 90 000 Metern wurde der Gehölzaufwuchs von Bäumen und Sträuchern auf Steinrücken zurückgeschnitten oder ganz entfernt und so wertvoller Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten wieder hergestellt - allein im Quellgebiet der Großen Biela auf 3 000 Metern. Knapp elf Millionen Euro Fördermittel sind seit 1999 in das Naturschutzgroßprojekt geflossen, mehr als ein Viertel davon vom Freistaat auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Projektmanager Holger Menzer erläuterte bei dem Besuch, dass die Pflege und Entwicklung der im Osterzgebirge typischen Offenlandbiotope hauptsächlich durch Entbuschung, Mahd sowie Beweidung brachgefallener Grünlandbereiche und schwer zu bewirtschaftender Feucht- und Steilhangflächen geschieht, und zwar gemeinsam durch Partner aus der Land- und Forstwirtschaft sowie aus regionalen Naturschutzvereinen.

Landwirte aus der Region, die durch ihre extensive Bewirtschaftung und Pflege zur naturschutzgerechten Entwicklung der Flächen beitragen, bestätigten, dass das Aufgreifen früherer Bewirtschaftungs- und traditioneller Nutzungsformen auf den verschiedenen Flächen auch für mehr Verständnis für die naturschutzfachlichen Zusammenhänge und Anforderungen gesorgt hat. Der Erfolg der Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft zeigt sich in der stetig wachsenden Beteiligung von Landwirten am Projekt. Von sieben beteiligten Betrieben im Jahr 2000 hat sich die Zahl bis heute nicht nur mehr als verdoppelt, mit 17 Betrieben sind alle in den Fördergebieten tätigen Landwirte und Landschaftspflegebetriebe Partner des Projektes geworden.

Um Tourismus, Infrastruktur und Naturschutz in der Region besser aufeinander abzustimmen, werden im Rahmen des Projektes entsprechende Ziele und Planungen fortlaufend angepasst. Vielfältige besucherlenkende Maßnahmen, wie das Aufstellen von Hinweistafeln im Gelände und das Ausschildern von Wanderwegen, aber auch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit mit Broschüren, Faltblättern und Vorträgen informieren Bevölkerung und Besucher.

„Die Nachfrage nach den im Projekt angebotenen Führungen, wie zum Beispiel auch im Rahmen der Frühlingsspaziergänge, hat inzwischen so stark zugenommen, dass sie kaum noch abgedeckt werden kann. Gerade Maßnahmen wie diese haben den Bekanntheitsgrad des Gebietes deutlich gesteigert und zu erhöhten Besucherzahlen geführt“, berichtete Projektmanager Holger Menzer.

„Eine wichtige Aufgabe ist, die Form der Nutzung weiter zu sichern, auch dann, wenn die Förderung des Bundes für das Naturschutzgroßprojekt im kommenden Jahr endet“, so Minister Schmidt. Er begrüßte, dass sich der Landkreis dieser Aufgabe stellt und für das Folgekonzept eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hat, mit dem Ziel, die beachtlichen Projekterfolge auch langfristig zu erhalten. Der Freistaat Sachsen werde den Landkreis bei einer soliden und tragfähigen Lösung im Rahmen seiner Fördermöglichkeiten unterstützen.

Naturschutzgroßprojekt „Bergwiesen im Osterzgebirge“:
www.bergwiesen-osterzgebirge.de/

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