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07.12.2017, 11:19 Uhr

Umweltschutz und Sport bringen die Grenzregion voran

Sieben weitere sächsisch-tschechische Projekte bestätigt

Im Rahmen des grenzübergreifenden Kooperationsprogramms Freistaat Sachsen – Tschechische Republik 2014 - 2020 können weitere sieben Projekte umgesetzt werden. Der Begleitausschuss des Programms bestätigte die sächsisch-tschechischen Gemeinschaftsprojekte, die mit rund 10,1 Millionen Euro aus dem Fonds für regionale Entwicklung von der Europäischen Union gefördert werden, auf seiner Sitzung in dieser Woche in Herrnhut (Landkreis Görlitz).

„Die Projekte, die unser Kooperationsprogramm unterstützt, tragen dazu bei, dass Sachsen und Tschechien in Europa zusammenwachsen, dass die Staatsgrenzen nicht mehr trennen, sondern verbinden“, betont Staatsminister Thomas Schmidt. „Mit ihrer Vielfalt zeigen die nun genehmigten Projekte eindrucksvoll, wie gut die Idee von Europa bei den Menschen dies- und jenseits der Grenze ankommt.“

Ein Projekt befasst sich mit grenzübergreifendem Natur-, Boden- und Umweltschutz bzw. mit der Erschließung des Programmgebietes für den sanften Tourismus. Die biologische Vielfalt in der Grenzregion soll erhalten und touristische Ziele sollen umweltverträglich erschlossen werden.

So werden das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Plauen, die Stadt Hranice und die Straßenbaubehörde des Bezirks Karlovy Vary die historische grenzüberschreitende Straße zwischen Bad Elster und Hranice modernisieren. Damit wird eine moderne und sichere Straßenverbindung zwischen den beiden Städten geschaffen, die eine gut funktionierende Anbindung an das regionale und überregionale Straßen-, Radwege- und Wanderwegenetz gewährleistet und einen regen touristischen und sozialen Austausch in der gesamten Region ermöglicht. Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben mit rund 6,7 Millionen Euro.

Die Technische Universität Dresden, der Staatsbetrieb Sachsenforst und das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge setzen sich gemeinsam mit dem Bezirksamt Ústí nad Labem, dem Verein „Ametyst“ und dem Staatsbetrieb Tschechische Forsten für den Schutz des vom Aussterben bedrohten Birkhuhns (Tetrao tetrix) im Osterzgebirge ein. Im Rahmen ihres Projektes „TetraoVit“ werden grenzüberschreitende Habitat-Managementmaßnahmen erarbeitet und Moor-Revitalisierungsmaßnahmen am Grenzgraben im Georgenfelder Hochmoor durchgeführt. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit rund 448 000 Euro.

Die Technische Universität Dresden und die Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem widmen sich dem Schutz und Erhalt seltener Fels-, Gesteins- und Rohbodenbiotope, die durch Bergbau und Landwirtschaft im Erzgebirge entstanden sind. Die beiden Universitäten erarbeiten grenzüberschreitende Konzepte für den Erhalt dieser Biotoptypen, führen Maßnahmen zur Biotoppflege und Populationsstabilisierung auf Beispielflächen in Sachsen und Böhmen durch und legen Erhaltungskulturen für ausgewählte Pflanzenarten in den Botanischen Gärten Dresden und Ústí nad Labem an. Das Projekt wird mit rund 439 000 Euro von der Europäischen Union unterstützt.

Weitere drei Projekte verbessern die institutionellen Kapazitäten öffentlicher Einrichtungen und Interessenträger und unterstützen so eine effiziente öffentliche Verwaltung.

Beispielsweise werden der FSV Zwickau e.V. und der 1. FC Karlovy Vary – Jugend im Rahmen ihres Projektes „Spiel ohne Grenzen – Fußball verbindet“ ein interkulturelles Fußballnetzwerk auf- und ausbauen, das mittelfristig um weitere Vereine ausgeweitet werden soll. Das Sportangebot der Vereine wird erweitert und das Training aller Altersklassen professionalisiert. Die teilnehmenden Jugendlichen erwerben neben sportlichen auch interkulturelle und sprachliche Kompetenzen. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit rund 776 000 Euro.

Bis zum Jahr 2020 stehen für grenzübergreifende Projekte in den Bereichen Hochwasser-, Brand- und Katastrophenschutz, Schutz und Erhaltung des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes, Tourismus, Bildung, interkultureller Dialog und partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie für Maßnahmen zur Umsetzung des Programms insgesamt 186 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus nationalen Beiträgen der beiden Nachbarländer.

Seit Programmstart im Juli 2015 werden damit bereits 117 grenzübergreifende Projekte mit rund 142 Millionen Euro aus den zur Verfügung stehenden Mitteln finanziert.

Informationen zum Kooperationsprogramm und Beratungsangebote zu den Förderbedingungen:

www.sn-cz2020.eu

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