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17.05.2018, 13:32 Uhr

Baufortschritt für Hochwasserschutz in Döbeln

Umweltminister Thomas Schmidt informiert sich über den Fortgang der Bauarbeiten

Umweltminister Thomas Schmidt hat sich heute (17. Mai 2018) über die Bauarbeiten beim Hochwasserschutz in Döbeln informiert. Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaat Sachsen (LTV) verbreitert derzeit die Flutmulde in Döbeln. Damit verbunden sind umfangreiche Tiefbauarbeiten, bei denen Bohrpfahlwände mit einem Durchmesser von bis zu 120 Zentimetern sowie einer Länge von bis zu 14 Metern hergestellt und Fundamente der angrenzenden Gebäude mit Hochdruckinjektionen stabilisiert werden. Durch die Verbreiterung der Flutmulde um zehn bis 15 Meter wird auch der Neubau einer Straßenbrücke notwendig.

Das Verteilerwehr an der Freiberger Mulde, das im Hochwasserfall den Zufluss in die Flutmulde reguliert, wurde bereits im Jahr 2016 fertiggestellt. Nach Abschluss der Bauarbeiten können pro Sekunde 220 Kubikmeter Wasser aus der Mulde in die Flutmulde abgeleitet werden und so das Flussbett der Mulde entlasten.

Insgesamt wurden in den Hochwasserschutz von Döbeln bisher rund 36 Millionen Euro investiert. Davon entfallen allein 18 Millionen in die ersten Bauabschnitte der Flutmulde. Bis zum Abschluss der gesamten Flutmulde werden noch weitere 17 Millionen in die Baumaßnahme investiert.

Mit dem Beginn des Ersatzneubaus der Brücke „Straße des Friedens“ wird Mitte diesen Jahres ein weiterer wichtiger Bauabschnitt an der Flutmulde starten. Der Bau wird finanziert aus Mitteln des Bundes, der Länder sowie des Freistaates Sachsen auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

„Der Freistaat Sachsen hat seit dem Jahr 2002 2,6 Milliarden Euro in die nachhaltige Hochwasserschadensbeseitigung und in den vorbeugenden Hochwasserschutz investiert“, so Umweltminister Thomas Schmidt. „Es sind seitdem sowohl sehr komplexe innerstädtische Hochwasserschutzanlagen wie zum Beispiel in Dresden, Flöha, Eilenburg, Wilkau-Haßlau, Riesa-Gröba, Ostriz entstanden, aber auch überregional wirksame Hochwasserschutzanlagen wie die neuen Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein, Oberlungwitz, Neuwürschnitz und die Erweiterung des Hochwasserrückhaltebeckens Glashütte“.

Zahlreiche weitere große Hochwasserschutzprojekte, wie der Hochwasserschutz an der Elbe in Heidenau und Radebeul, an der Mulde in Grimma und Bennewitz-Püchau, sowie der Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens Niederpöbel werden gegenwärtig realisiert. „Sachsen setzt damit konsequent den Weg fort, den wir nach der Flut 2002 eingeschlagen haben“, erläuterte Schmidt weiter. „Das Junihochwasser 2013 hat gezeigt, dass die Investitionen in den Hochwasserschutz richtig waren. Obwohl dieses Hochwasser durchaus mit der Flut von 2002 vergleichbar war, war das Schadensausmaß im Jahr 2013 deutlich geringer“.

Auch in den kommenden Jahren wird Sachsen deshalb den Hochwasserschutz weiter verbessern. Vorgesehen sind bis 2023 weitere Investitionen in Höhe von 630 Millionen Euro.

Dennoch mahnte Schmidt abschließend: „Bei aller baulichen Vorsorge. Ein absoluter Schutz vor jeder nur denkbaren Naturkatastrophe wird auch künftig nicht zu erreichen sein. Deshalb ist auch weiterhin die Vorsorge durch Wasserrückhalt in den Hochwasserentstehungsgebieten erforderlich, ebenso wie die Eigenvorsorge durch hochwasserangepasstes Bauen und ausreichenden Versicherungsschutz. Vor allem darauf werden wir in zwei Wochen beim ersten Sächsischen Hochwasserschutztag aufmerksam machen, der in Bad Schandau stattfinden wird.“

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