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18.05.2018, 11:55 Uhr

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange gratuliert zur Einwerbung von zusätzlichen Forschungsgeldern von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Zwei Graduiertenkollegs und einen Sonderforschungsbereich können sächsische Hochschulen und Forschungsinstitute, zum Teil im Verbund mit Partnern außerhalb Sachsens, nach einer Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als großen Erfolg für sich verbuchen.

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Ich gratuliere den Forscherinnen und Forschern des Sonderforschungsbereiches „Nukleinsäure-Immunität", die sich gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen konnten. Damit erhält der lebenswissenschaftliche Forschungsstandort Dresden erneut ein exzellentes Prädikatssiegel und eine weitere Stärkung. Auch die Universität Leipzig war mit einem eigenen Teilprojekt an einem Sonderforschungsbereich von Universitäten in München, Saarbrücken und Freiburg in den Lebenswissenschaften erfolgreich. Beides sind hervorragende Belege für das große Potenzial, über das der Freistaat Sachsen im Bereich der Natur- und Lebenswissenschaften verfügt, das auch international deutlich wahrgenommen wird. Der Zuschlag für die beiden Graduiertenkollegs ist ein ebensolch großer Erfolg und Beweis für die wissenschaftliche Exzellenz auf den geförderten Gebieten.“

In der jüngsten Auswahlrunde des Bewilligungsausschusses der DFG Anfang Mai waren beide der zur Entscheidung anstehenden Anträge für Graduiertenkollegs aus Sachsen erfolgreich.

So konnte bei den Einrichtungsanträgen das geplante Graduiertenkolleg „Interaktive Faser-Elastomerverbunde I-FEV” überzeugen, in dem die TU Dresden mit dem Leibniz-Institut für Polymerforschung und dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik Dresden kooperieren. Das Graduiertenkolleg (Sprecherhochschule: TU Dresden, Sprecher: Prof. Dr. Chokri Cherif) beschäftigt sich mit einem sehr zukunftsweisenden Thema. Im Fokus steht die simulationsgestützte Entwicklung intelligenter Werkstoffkombinationen aus Fasern und Elastomeren sowie letztendlich die Gestaltung von neuartigen Strukturen mit integrierter Sensorik und Aktorik, deren Form und Festigkeit stufenlos veränderbar sind. Der Förderzeitraum - mit einer Fördersumme von rd. 5,3 Millionen Euro - startet am 1. Oktober 2018 (Bewilligung bis 31. März 2023).

Hervorgehoben wird durch die DFG beispielsweise, dass das innovative Vorhaben mit seiner hochgradig interdisziplinär und strategisch angelegten Herangehensweise sehr gut zum Standort Dresden und der hier vorhandenen großen Expertise passt. Die produktive, fakultäts- und einrichtungsübergreifende Kooperation im Rahmen von DRESDEN-concept sei hier inzwischen gelebte und vorbildliche Praxis.

Bei den Fortsetzungsanträgen hat das Graduiertenkolleg „Interaktion grammatischer Bausteine“ an der Universität Leipzig (Sprecher Prof. Gereon Müller) seine wissenschaftliche Exzellenz und vielversprechende Forschungsperspektive für die abschließende Förderperiode von viereinhalb Jahren unter Beweis gestellt. Das Graduiertenkolleg untersucht die Natur und die Interaktion von grammatischen Bausteinen in drei Teildisziplinen der Linguistik (Phonologie, Morphologie und Syntax). Die Fördersumme beträgt rund 4,5 Millionen Euro (Antragszeitraum 1. Oktober 2018 bis 31. März 2023).

Im Bewilligungsausschuss der DFG für die Sonderforschungsbereiche (SFB) am 16./17. Mai 2018 konnte sich von den zwei Anträgen mit sächsischer Beteiligung der gemeinsame Einrichtungsantrag der Universität Bonn (Sprecherhochschule), der TU Dresden und der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Thema „Nukleinsäure-Immunität" gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Der Sonderforschungsbereich wird ab Juli 2018 in seiner ersten Förderphase von vier Jahren mit rund 8,6 Millionen Euro (zzgl. DFG-Programmpauschale von derzeit 22 Prozent) gefördert. Der SFB/Transregio möchte neue Einsichten in die molekularen Mechanismen erlangen, die der Immunabwehr von fremden Nukleinsäuren zu Grunde liegen. Da diese im Falle einer Fehlregulation zu einer Reihe von krankhaften Veränderungen wie z.B. chronische Virusinfektionen, Entzündungen und Autoimmunerkrankungen beim Menschen führen können, haben die Forschungsergebnisse ein hohes klinisches Translationspotential. (Standortsprecher TU Dresden: Prof. Dr. Axel Roers)

Das Leipziger Teilprojekt in den Lebenswissenschaften liefert wichtige Erkenntnisse im SFB SFB/TRR „Steuerung der Körperhomöostase durch TRP-Kanal-Module“

Weitere Informationen

http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/239283807
http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung_nr_15/index.html
http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2018/pressemitteilung_nr_17/index.html

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