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Mitglieder des Beirates für das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ (WOS) neu berufen – WOS fördert jetzt gezielt auch Projekte gegen Antisemitismus

16.04.2019, 12:48 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Der neu-berufene Landesbeirat für das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz"

V.l.n.r.: Henning Homann, Sebastian Fischer (Vertreter von Alexander Dierks), Kerstin Köditz, Wilfried Kühner, Petra Köpping (Vorsitzende), Jonatan Burger (in Vertretung von Dr. Thomas Arnold), Hendrik Kreuzberg, Prof. Dr. Backes, nicht im Bild: Prof. Dr. Anja Besand.

V.l.n.r.: Henning Homann, Sebastian Fischer (Vertreter von Alexander Dierks), Kerstin Köditz, Wilfried Kühner, Petra Köpping (Vorsitzende), Jonatan Burger (in Vertretung von Dr. Thomas Arnold), Hendrik Kreuzberg, Prof. Dr. Backes, nicht im Bild: Prof. Dr. Anja Besand.

Staatsministerin Petra Köpping: „Engagement jüdischer Vereine und Gemeinden wird besonders gewürdigt“

Dresden, den 16. April) Die Mitglieder des Beirates für das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ (WOS) wurden in der gestrigen 9. Sitzung des Beirates durch die Vorsitzende, die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, für weitere zwei Jahre neu berufen. Folgende Mitglieder gehören dem Beirat an:

  • Vorsitzende Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
  • Henning Homann, Mitglied des Sächsischen Landtages
  • Alexander Dierks, Mitglied des Sächsischen Landtages
  • Kerstin Köditz, Mitglied des Sächsischen Landtages
  • Prof. Dr. Anja Besand, Professur für Didaktik der politischen Bildung TU Dresden
  • Hendrik Kreuzberg, Liga der Freien Wohlfahrtspflege
  • Wilfried Kühner, Sächsisches Staatsministerium für Kultus
  • Dr. Thomas Arnold, Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen
  • Prof. Dr. Uwe Backes, Stellvertretender Direktor des Hannah-Arendt-Institutes für Totalitarismusforschung e. V.

Staatsministerin Petra Köpping: „Ich freue mich, dass wir die wichtige Arbeit des Beirates mit ehemaligen und neuen sehr engagierten Mitgliedern vertrauensvoll fortführen können. Demokratiearbeit und Demokratieförderung sind für den Freistaat Sachsen ein wichtiges Thema. Der Beirat unterstützt die Träger in ihrer Arbeit mit seiner Expertise und entwickelt das WOS laufend fort.“

Der Beirat empfiehlt zudem fachliche Schwerpunktsetzungen in der Förderung. So können ab Mai 2019 Projekte gefördert werden, die auf den Abbau von Antisemitismus zielen. Aktuelle Untersuchungen und Befragungen zeigen, dass antisemitische Vorurteile und Ressentiments wieder stärker in Sachsen geäußert werden und Zustimmung finden. Staatsministerin Petra Köpping erklärt: „Wir wollen Projekte fördern, die sich vorrangig an Kinder und Jugendliche richten und zum Abbau von antisemitischen Vorurteilen sowie zur Prävention von antisemitischer Gewalt und Hetze beitragen. Initiativen von und mit jüdischen Gemeinden, Vereinen und Verbänden werden wir besonders würdigen.“

Informationen zum WOS:

Mit dem Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz« (WOS) hat der Freistaat Sachsen im April 2005 ein Demokratieförderprogramm ins Leben gerufen, welches zivilgesellschaftliche Initiativen bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit unterstützt sowie zur Stärkung demokratischer Strukturen in Sachsen beiträgt. Das WOS zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es sich explizit auch an kleine Vereine und Initiativen richtet, welche durch Beratung und Netzwerkarbeit bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Projektideen gefördert werden. Mit dem Übergang in den Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Ende 2014 wurde das WOS novelliert und sukzessive weiterentwickelt. Neben längerfristigen Projekten bietet das WOS auch die Möglichkeit der kurzfristigen Förderung von Mikroprojekten und Bildungsfahrten, wie zum Beispiel der Besuch von Gedenkstätten. Für die Umsetzung des WOS stehen im Jahr 2019 insgesamt rund 5,14 Millionen Euro zur Verfügung.

Hinweis: Die genannten Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


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