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20.05.2019, 13:32 Uhr

LEADER fördert die Region – Gute Erfahrungen mit regionaler Verantwortung

Staatsminister Schmidt besucht das LEADER-Gebiet „Vogtland“

Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (20. Mai 2019) das LEADER-Gebiet „Vogtland“ (Vogtlandkreis) besucht. In Schöneck informierte sich der Staatsminister über die Umsetzung des LEADER-Programms und die Impulse, die mithilfe der Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) gesetzt werden. „Das LEADER-Gebiet zeigt, wie vielfältig die Vorhaben sein können, die unterstützt werden – ob Umnutzung vorhandener Bausubstanz zum Wohnen oder Freizeit- und Sportaktivitäten. Die Vorhaben bereichern die Region und bringen die Dörfer Projekt für Projekt voran“, sagte der Staatsminister.

Die LEADER-Region „Vogtland“ ist geprägt durch große Traditionen, reiche Natur und touristisches Potenzial. Unter dem Motto „Ländlicher Raum –Raum für Ideen – Vogtland 2020“ wirkt die Lokale Aktionsgruppe Vogtland aktiv für die Entwicklung der Region. Mit rund 135 000 Einwohnern ist das Gebiet eines der größten sächsischen LEADER-Gebiete. Insgesamt 28 Gemeinden und Städte bilden das LEADER-Gebiet. Bis zum Jahr 2020 stehen dem Gebiet rund 26,5 Millionen Euro als Budget zur Verfügung, mit dem Vorhaben im ländlichen Raum gefördert werden können. Mit diesen Mitteln konnte etwa der Wanderweg in Schöneck durch einen Bewegungsparcours im Stadtpark in seiner Attraktivität für Einheimische und Besucher gesteigert werden. Acht Trainingsgeräte laden ein, Beweglichkeit und Fitness zu verbessern. Informationstafeln mit Anleitungen helfen dabei, die Übungen richtig und effektiv auszuführen. Das Projekt wurde durch den Kneipp-Verein Schöneck e. V. verwirklicht, der dafür 50 000 Euro Fördermittel erhalten hat.

Familie Schuster hat in Schöneck ein leerstehendes historisches Haus als Wohnhaus für sich wiederhergerichtet und dafür ebenfalls LEADER-Mittel erhalten. Das Gebäude aus dem Jahr 1928 wurde unter Einhaltung heutiger Wohnstandards wiederhergestellt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Erhaltung der historischen Fassade und Innentüren sowie des Treppenhauses mit Steinfußboden gelegt. „Die Förderung des Wohnens auf dem Land ist fast schon ein Klassiker in den sächsischen LEADER-Gebieten. Der ländliche Raum war und bleibt ein attraktiver Wohnort und ist beileibe kein Geheimtipp mehr“, sagte Staatsminister Schmidt bei Besichtigung des Projektes. „Der Erhalt unserer ländlichen Baukultur ist Ziel aller 30 sächsischen LEADER-Gebiete.“

Hintergrund:
Nach den guten Erfahrungen mit der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) in der vergangenen Förderperiode hatte der Freistaat Sachsen den Regionen für die Jahre 2014 bis 2020 noch größere Gestaltungsmöglichkeiten in der regionalen Entwicklung eröffnet und mehr Verantwortung bei der Verwendung der Fördermittel übertragen. Bei der Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums setzt der Freistaat Sachsen wie kein anderes Bundesland auf das LEADER-Prinzip: Die Akteure im ländlichen Raum können nahezu flächendeckend die Vorteile eigenständiger Strategien einschließlich der Verantwortung für ihr Budget nutzen. Die Regionen erhalten dafür mit 427 Millionen Euro 40 Prozent der Mittel des sächsischen Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR). Mit diesem hohen Anteil ist der Freistaat Sachsen europaweit an der Spitze.
Nach dem Aufruf des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft haben sich 30 sächsische Regionen gebildet und sich mit ihren Entwicklungsstrategien um die Anerkennung als LEADER-Gebiet beworben. Das SMUL genehmigte alle Strategien im April 2015. Die LEADER-Gebiete bestimmen nun in einem transparenten Verfahren selbst, welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden. Die Strategien sind die Basis für thematische Aufrufe, nach denen sich Bürger, Unternehmen, Vereine und Gemeinden um eine Förderung bewerben können. Ein Entscheidungsgremium wählt nach den regionalen Prioritäten die Vorhaben aus. Die Bewilligung der Förderung erfolgt durch die jeweiligen Landratsämter.

LEADER (französisch: „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“) ist eine Initiative der Europäischen Union zur Entwicklung der ländlichen Räume unter maßgeblicher Mitarbeit der Bevölkerung. Die finanzielle Unterstützung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER erfolgt aus ELER-Mitteln sowie aus sächsischen Landesmitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

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