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Dr. Eva-Maria Stange: „Wir brauchen junge Studierende aus anderen Bundesländern und dem Ausland, um dem demografischen Wandel in Sachsen entgegen zu wirken“

11.09.2019, 10:05 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Wissenschaftsministerin bewertet Kontinuität bei Studienanfängerzahlen als äußerst positive Entwicklung

Wie das Statistische Landesamt heute meldet, bleibt Sachsen ein beliebter und attraktiver Hochschulstandort für junge Menschen aus Sachsen, anderen Bundesländern und dem Ausland. Im Jahr 2018 begannen insgesamt 20.275 Studienanfänger ein Studium an einer sächsischen Hochschule (2017: 20.273 Studienanfänger, 2016: 20.036 Studienanfänger)

Die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange bewertet diese Zahlen als äußerst positiv: „Es ist gelungen, trotz Bevölkerungsrückgangs in Sachsen und Rückgang der Abiturientenzahlen in den letzten Jahren die Zahl der Studienanfänger konstant zu halten. Wir haben rechtzeitig auf die demografischen Prognosen reagiert, werben seit über zehn Jahren bundesweit erfolgreich mit der Kampagne ,Pack dein Studium. Am besten in Sachsen‘ und investieren viel in die Qualität der Lehre und einen hohen Studienerfolg.“

Hatten im Jahr 2000 noch 15.480 Schülerinnen und Schüler die allgemeine Hochschulreife erlangt, waren es im Jahr 2018 nur noch 9.929 (2017: 10 134). Die Zahl der Studienfänger konstant zu halten, ist nur gelungen, weil es eine hohe Zahl junger Menschen aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland zum Studieren nach Sachsen zieht. Von den 20.275 Studienanfängern im Jahr 2018 kommen 39,2 Prozent aus Sachsen, 16 Prozent aus den neuen Bundesländern (ohne Sachsen), 15,9 Prozent aus den alten Bundesländern und 28,9 Prozent aus Ausland. „Dieser hohe Anteil internationaler Studienanfänger ist sehr erfreulich“, so die Wissenschaftsministerin.

„Wenn junge Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet und anderen Ländern hier in Sachsen studieren, ist die Chance hoch, dass sie auch hier bleiben. Wirtschaft und Verwaltung sind aufgerufen, mit guter Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen dafür zu sorgen, dass die Absolventinnen und Absolventen als Fachkräfte im Land bleiben“, so die Ministerin. Sie verwies auch darauf, dass Sachsen mit den positiven Studienanfängerzahlen weiterhin die Vereinbarungen zum Hochschulpakt erfüllt. Der Freistaat Sachsen profitiert im Zeitraum von 2007 bis 2023 mit 1,29 Milliarden Euro von diesen Mitteln, die sämtlich den Hochschulen zugutekommen.

Fast 44 Prozent der Studienanfänger (8.823) entschieden sich für ein MINT-Fach, ein Studienfach aus den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Sachsen nimmt dabei im MINT-Bereich eine herausragende Rolle ein. Alle vier sächsischen Universitäten und die fünf Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben Studienangebote im MINT-Bereich und forschen in diesen Themenfeldern, wobei vielfach diese Bereiche auch profilbestimmend sind.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Andreas Friedrich

Telefon: +49 351 564 60200

Telefax: +49 351 564 60299

E-Mail: andreas.friedrich@smwk.sachsen.de

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