Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs

14.07.2026, 11:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in Sachsen und Niedersachsen

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Dresden erfolgten am 14. Juli 2026 umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen des Landeskriminalamtes in Sachsen (Dresden, Königsbrück) und Niedersachsen (Stuhr, Winsen, Delmenhorst) gegen fünf Beschuldigte. Durchsucht wurden die fünf Privatwohnungen der beschuldigten Männer (deutsch, 45, 52, 54, 54 Jahre und norwegisch, 56 Jahre) sowie vier Firmenobjekte. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch die sächsische Bereitschaftspolizei sowie die Polizei Niedersachsen.

Den Beschuldigten liegt banden- und gewerbsmäßiger Betrug zum Nachteil einer norwegischen Gesellschaft zur Last. Ihnen wird vorgeworfen, ab dem 1. Januar 2015 für ein in Dresden ansässiges Reisebüro Angelreisen für eine norwegische Gesellschaft im Rahmen eines Handelsvertretervertrages an Kunden aus Deutschland, der Schweiz und Österreich verkauft zu haben. Aufgrund des Handelsvertretervertrages waren die Beschuldigten nur zum Vertragsabschluss für die norwegische Gesellschaft berechtigt und insbesondere nicht befugt, die von den Kunden gezahlten Gelder zu vereinnahmen. Die Beschuldigten sollen durch Manipulationen an den Rechnungen die Zahlungen der Kunden an sich umgeleitet und anschließend unter Ausnutzung unterschiedlicher Wechselkurse zwischen Euro und Norwegischen Kronen lediglich verminderte Beträge an die norwegische Gesellschaft weitergeleitet haben.

Hierdurch soll der norwegischen Gesellschaft nach bisherigem Ermittlungsstand ein Gesamtschaden von etwa 1,3 Millionen Euro entstanden sein.

Die Ermittlungen dauern an.


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