Mehr Raum für Süßes: Freistaat fördert Standorterweiterung von Griesson - de Beukelaer in Wurzen mit 10,35 Millionen Euro

10.08.2026, 14:46 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Übergabe des GRW-Fördermittelbescheids am 10. August in Wurzen (© SMWA)

Wirtschaftsminister Dirk Panter (links) und Dany Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung

Übergabe des GRW-Fördermittelbescheids am 10. August in Wurzen (© SMWA)

Wirtschaftsminister Dirk Panter (links) und Dany Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung

Wirtschaftsminister Dirk Panter (links) und Dany Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung

Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Unsere GRW-Förderung kommt direkt vor Ort an und setzt Impulse im ländlichen Raum.«

Der Gebäckhersteller Griesson - de Beukelaer GmbH & Co. KG erweitert bis Anfang 2028 seine Produktionskapazitäten in Wurzen. Der Freistaat Sachsen fördert den Ausbau mit rund 10,35 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm GRW-RIGA (Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur«). Wirtschaftsminister Dirk Panter hat den Fördermittelbescheid heute in Wurzen (Landkreis Leipzig) an den Vorsitzenden der Geschäftsführung Dany Schmidt, den Kaufmännischen Geschäftsführer Pascal Haegel und den Werkleiter Thomas Schlüter überreicht.

Das geförderte Investitionsvorhaben sieht eine zukunftsweisende Standorterweiterung vor: Griesson - de Beukelaer investiert insgesamt mehr als 100 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionshalle und Logistikhalle mit automatisiertem Hochregallager sowie in ein neues modernes Sozial- und Verwaltungsgebäude am Standort. Bis 2027 entstehen mit dem Aufbau modernster Anlagen zusätzliche Produktionskapazitäten für »GRIESSON soft cake®« – nach Unternehmensangaben Marktführer im Segment Schokogebäck mit Frucht – und bis zu 100 neue Arbeitsplätze am Standort Wurzen.

Im Rahmen der GRW-Förderung unterstützt der Freistaat Sachsen das Familienunternehmen bei der Teil-Investition von 83 Millionen Euro in neue Produktions- und Logistikgebäude, moderne Maschinen und Anlagen sowie zukunftsweisende Technologien, die den bereits hohen Automatisierungsgrad weiter erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie die nachhaltige Entwicklung des Standorts langfristig stärken. Der erste Spatenstich erfolgte im Juli 2025.

»Unsere GRW-Förderung kommt direkt vor Ort an und setzt Impulse im ländlichen Raum«, betonte Wirtschaftsminister Dirk Panter heute zur Bescheidübergabe und sagte weiter: »Die Großinvestition von Griesson - de Beukelaer ist ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Sachsen. Sie sichert und schafft Arbeitsplätze, stärkt die industrielle Wertschöpfung im ländlichen Raum und führt die traditionsreiche Ernährungsindustrie am Standort Wurzen in die Zukunft. Das Vorhaben zeigt auch: Sachsen bietet verlässliche Rahmenbedingungen, einen engagierten Mittelstand und qualifizierte Fachkräfte – beste Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum.«

»Wir gestalten unsere Zukunft mit Zuversicht und Ambitionen. Wir bekennen uns zum Standort Deutschland und investieren, weil in Polch, Kahla und Wurzen unsere Wurzeln sind: In unsere Werke, in Fortschritt, Technologie und Digitalisierung, in neue spannende Produktkonzepte. Die Standorterweiterung in Wurzen ist eine zukunftsweisende Investition für unser Familienunternehmen und wir danken den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft in Sachsen für die konstruktive Unterstützung und sachorientierte Lösungen«, sagt Dany Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Griesson - de Beukelaer.

Hintergrund

Gebäck hat in Wurzen eine lange Tradition: 1886 gründeten Ernst und Fritz Krietsch die Wurzener Kunstmühlen und Bisquitfabriken AG und produzierten in den ersten Jahren Pfefferkuchen, Honigkuchen, Hundekuchen und Schiffszwieback. Ab 1946 wurde sie als Volkseigener Betrieb weitergeführt und war im Volksmund als »die Krietsche« bekannt. Nach der Übernahme anderer Gebäckfabriken wurde Wurzen in den 1980er-Jahren zum Leitbetrieb für Dauerbackwaren wie Kekse, Lebkuchen, Gebäckmischungen und Waffelerzeugnisse in der DDR und exportierte auch Gebäck in den Westen. Nach der Wende wurde die Wurzener Dauerbackwaren GmbH gegründet. Sie gehört seit 2008 zu Griesson - de Beukelaer.

Das Bund-Länder-Programm GRW mit seinen Teilprogrammen GRW-Infra und GRW-RIGA ist das wichtigste Instrument der Wirtschafts- und Strukturpolitik in Sachsen. Das sächsische Kabinett hat am 19. Mai 2026 beschlossen, die beiden GRW-Richtlinien neu zu fassen. Damit setzte Sachsen ein zentrales Vorhaben aus dem Ende März von Wirtschaftsminister Dirk Panter vorgestellten Zukunftspaket I um. Die Förderung für die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur (Infra) und die einzelgewerbliche Wirtschaft (RIGA) wurde deutlich vereinfacht.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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