Polnische Denkmalpfleger zu Gast in Dresden – Fachaustausch und grenzüberschreitende Zusammenarbeit
13.08.2026, 09:51 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Eine Delegation polnischer Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger der Woiwodschaft Lebus (Polen) war vergangene Woche zu Gast in Dresden, um sich mit den Kolleginnen und Kollegen des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen über aktuelle Fragen der Denkmalpflege und Restaurierung auszutauschen. Der Besuch bot Gelegenheit, fachliche Erfahrungen zu teilen, Gemeinsamkeiten und unterschiedliche Ansätze in der Denkmalpflege zu erörtern und den grenzüberschreitenden Austausch zu stärken.
Gastgeber des Besuchs war das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Im Mittelpunkt des Vormittags stand ein gemeinsamer Fachaustausch. Dabei erhielten die polnischen Gäste Einblicke in die vielfältigen Aufgaben und Arbeitsweisen der sächsischen Denkmalpflege sowie in die praktische Restaurierungsarbeit.
Anschließend führte der fachliche Rundgang durch die Altstadt Dresdens mit Dresdner Residenzschloss und Frauenkirche, in dem Fragen des Wiederaufbaus kriegszerstörter Gebäude und den Umgang mit erhaltener Bausubstanz diskutiert wurden. Weitere Stationen des Besuchs waren eine Außenbesichtigung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr mit dem markanten Erweiterungsbau von Daniel Libeskind sowie die Gartenstadt Hellerau. Dort stand insbesondere das Festspielhaus Hellerau im Mittelpunkt. Der Rundgang bot Gelegenheit, die besondere städtebauliche und architektonische Bedeutung der Gartenstadt und die denkmalpflegerischen Herausforderungen im Umgang mit diesem bedeutenden Kulturdenkmal näher kennenzulernen.
Der Besuch knüpft an die langjährige und erfolgreiche deutsch-polnische Zusammenarbeit des Landesamts für Denkmalpflege Sachsen und der Denkmalpflege der Woiwodschaft Lebus an. Ein wichtiger Schwerpunkt ist dabei die gemeinsame Arbeit am UNESCO-Welterbe Muskauer Park/Park Mużakowski. Darüber hinaus engagieren sich deutsche und polnische Fachleute beider Institutionen in der Expertenkommission für Schlösser und Herrenhäuser im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Der erneute persönliche Austausch in Dresden bietet eine wertvolle Gelegenheit, diese Zusammenarbeit weiterzuführen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Perspektiven für die Erhaltung des europäischen Kulturerbes zu entwickeln. Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt.