30 Jahre SLUB: Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden eröffnet Ausstellung zu Geschichte, Gebäuden und Sammlungen

26.08.2026, 16:18 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Globus Coelestis Novus (Himmelsglobus), 1728

Johann Gabriel Doppelmayr, Georg Puschner Globus Coelestis Novus (Himmelsglobus), 1728 SLUB Dresden, Signatur A19966

Globus Coelestis Novus (Himmelsglobus), 1728

Johann Gabriel Doppelmayr, Georg Puschner Globus Coelestis Novus (Himmelsglobus), 1728 SLUB Dresden, Signatur A19966

Johann Gabriel Doppelmayr, Georg Puschner
Globus Coelestis Novus (Himmelsglobus), 1728
SLUB Dresden, Signatur A19966
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Harmonia Macrocosmica Seu Atlas Universalis Et Novus (© Ramona Ahlers-Bergner)

Andreas Cellarius Harmonia Macrocosmica Seu Atlas Universalis Et Novus, Tafel 3: ›Szenographie der die Erde umgebenden Planetenbahnen‹ Amsterdam 1661 SLUB Dresden, Signatur Astron.54

Harmonia Macrocosmica Seu Atlas Universalis Et Novus (© Ramona Ahlers-Bergner)

Andreas Cellarius Harmonia Macrocosmica Seu Atlas Universalis Et Novus, Tafel 3: ›Szenographie der die Erde umgebenden Planetenbahnen‹ Amsterdam 1661 SLUB Dresden, Signatur Astron.54

Andreas Cellarius
Harmonia Macrocosmica Seu Atlas Universalis Et Novus, Tafel 3: ›Szenographie der die Erde umgebenden Planetenbahnen‹
Amsterdam 1661
SLUB Dresden, Signatur Astron.54
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Erinnerungen an die Zerstörung der Landesbibliothek und von Teilen ihrer Sammlung 1945 (© Ramona Ahlers-Bergner)

Erinnerungen an die Zerstörung der Landesbibliothek und von Teilen ihrer Sammlung 1945

Erinnerungen an die Zerstörung der Landesbibliothek und von Teilen ihrer Sammlung 1945 (© Ramona Ahlers-Bergner)

Erinnerungen an die Zerstörung der Landesbibliothek und von Teilen ihrer Sammlung 1945

Erinnerungen an die Zerstörung der Landesbibliothek und von Teilen ihrer Sammlung 1945
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Blick in die Schatzkammer mit Sammlungshighlights, dem Maya-Codex und der künstlerischen Installation von Caroline Tabet (© Ramona Ahlers-Bergner)

Blick in die Schatzkammer mit Sammlungshighlights, dem Maya-Codex und der künstlerischen Installation von Caroline Tabet

Blick in die Schatzkammer mit Sammlungshighlights, dem Maya-Codex und der künstlerischen Installation von Caroline Tabet (© Ramona Ahlers-Bergner)

Blick in die Schatzkammer mit Sammlungshighlights, dem Maya-Codex und der künstlerischen Installation von Caroline Tabet

Blick in die Schatzkammer mit Sammlungshighlights, dem Maya-Codex und der künstlerischen Installation von Caroline Tabet
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Blick in die Ausstellung mit Exponaten zur Ortsgeschichte der Landesbibliothek (rechts) und der Saxonica-Sammlung (links) (© Ramona Ahlers-Bergner)

Blick in die Ausstellung mit Exponaten zur Ortsgeschichte der Landesbibliothek (rechts) und der Saxonica-Sammlung (links)

Blick in die Ausstellung mit Exponaten zur Ortsgeschichte der Landesbibliothek (rechts) und der Saxonica-Sammlung (links) (© Ramona Ahlers-Bergner)

Blick in die Ausstellung mit Exponaten zur Ortsgeschichte der Landesbibliothek (rechts) und der Saxonica-Sammlung (links)

Blick in die Ausstellung mit Exponaten zur Ortsgeschichte der Landesbibliothek (rechts) und der Saxonica-Sammlung (links)
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Marienallee 1991 (© Jürgen Matschie)

Jürgen Matschie Marienallee (Kasernenviertel), Dresden-Neustadt, 1991 © Deutsche Fotothek / Jürgen Matschie

Marienallee 1991 (© Jürgen Matschie)

Jürgen Matschie Marienallee (Kasernenviertel), Dresden-Neustadt, 1991 © Deutsche Fotothek / Jürgen Matschie

Jürgen Matschie
Marienallee (Kasernenviertel), Dresden-Neustadt, 1991
© Deutsche Fotothek / Jürgen Matschie

Mit der Fusion der Sächsischen Landesbibliothek und der Universitätsbibliothek der TU Dresden wurde am 22. Januar 1996 der Grundstein für die SLUB Dresden gelegt – heute eine der leistungsfähigsten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. 30 Jahre SLUB und eine bevorstehende Technische Generalsanierung der Zentralbibliothek sind Anlass, mit einer Ausstellung im Buchmuseum zurück und nach vorn zu blicken.

Eröffnet wird die Ausstellung »RAUM. Architekturen des Wissens« am 27. August 2026 um 19:00 Uhr mit einer Vernissage im Großen Lesesaal der SLUB und dem sich anschließenden Sommerfest (Anmeldung erforderlich). Sie ist dann vom 28. August 2026 bis 16. Januar 2027 im Buchmuseum der SLUB Dresden (Zellescher Weg 18, 01069 Dresden, 2. OG) bei freiem Eintritt zu sehen. Das Buchmuseum ist Montag bis Samstag 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Katrin Stump, Generaldirektorin der SLUB Dresden, erläutert: »Was vor mehr als 30 Jahren mit intensiv geführten Debatten begann, ist heute ein Erfolgsmodell. Mit der SLUB Dresden wurde eine Institution mit großer Strahlkraft über die Grenzen Sachsens und Deutschlands hinaus geschaffen. Die Ausstellung macht die Geschichte der Bibliothek greifbar und fragt zugleich mit dem Blick in die Zukunft, wie wir Wissen ordnen und bestmöglich zugänglich machen können. Diese Themen greift auch unsere soeben veröffentlichte Strategie SLUB2030 auf, in der wir die wichtigsten Handlungsfelder für die kommenden Jahre festgelegt haben.«

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow betont: »Mit der Fusion der Sächsischen Landesbibliothek und der Universitätsbibliothek der TU Dresden wurde 1996 der Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt. Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek ist inzwischen eine der größten und leistungsfähigsten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Mit der wegweisenden Entscheidung, zwei traditionsreiche Einrichtungen zusammenzuführen, entstand eine schlagkräftige und zukunftsfähige Institution, die mit der Zeit geht. Sie ist Wissensspeicher, Sachsens kulturelles Gedächtnis und Schriftarchiv, Informationsquelle einer der größten deutschen Forschungsuniversitäten – und Vorreiter der Digitalisierungsinfrastruktur des Freistaates. Der nächste entscheidende Schritt für ihre Weiterentwicklung ist die anstehende technische Generalsanierung der Zentralbibliothek nach über 20-jähriger intensiver Nutzung.«

Prof. Lars Bernard, Prorektor für Digitalisierung und Universitätsentwicklung der Technischen Universität Dresden (TUD) gratuliert im Rahmen der Festveranstaltung: »Die SLUB ist in diesen 30 Jahren zu einem Leuchtturm der deutschen Wissens- und Wissenschaftsinfrastruktur-Landschaft geworden und eine zentrale Partnerin für unsere Exzellenzuniversität.«

Grenzenloser Wissensraum: Bibliotheks- und Sammlungsgeschichte in vier Kapiteln

Die Ausstellung »RAUM. Architekturen des Wissens« erzählt die Geschichte der SLUB anhand ihrer Standorte – vom Residenzschloss über das Japanische Palais, Nachkriegsinterime in der Marienallee und auf dem TU-Campus bis zum Neubau am Zelleschen Weg. Fotografien, Baupläne, Zeichnungen und Modelle führen die verschiedenen Bibliotheksräume anschaulich vor Augen. Die Bibliothek im Japanischen Palais zum Beispiel galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als einer der modernsten Bibliotheksbauten Deutschlands; unwiederbringlich beschädigte Sammlungsstücke erinnern ebenso wie die Partitur des »Glocken Requiem Dresden« von Johannes Wallmann eindrücklich an die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Zu sehen sind auch originale Modelle und Zeichnungen für den Neubau der SLUB am Zelleschen Weg – ebenso wie zahlreiche studentische Entwürfe für verschiedene potenzielle Standorte der Landes- und Universitätsbibliothek seit den 1960er Jahren.

Zugleich fragt die Ausstellung, wie sich verschiedene Raumkonzepte in den vielfältigen Sammlungen der SLUB widerspiegeln. Baupläne, Karten und astronomische Darstellungen, Drucke aus dem Saxonica-Bestand, Fotografien sowie Partituren, Videos und Musikaufnahmen zeigen, wie Raum auf unterschiedliche Weise sichtbar, hörbar, messbar, erfahrbar und verhandelbar wird.

Pretiosen aus vier Jahrtausenden öffnen den Blick für die Unendlichkeit des Wissenskosmos – nach dessen Ordnung doch jede Bibliothek strebt. In der Schatzkammer sind unter anderem ein sumerischer Tonkegel – mit 4.000 Jahren das älteste Sammlungsstück der SLUB –, eine Flugschrift aus der Luther-Zeit, ein Astrolabium aus dem 16. Jahrhundert, die Handschrift des Kitab-i Dedem Korkut – das Nationalepos der Turkvölker aus dem 16. Jahrhundert – und ein Himmelsglobus von Johann Gabriel Doppelmayr aus dem Jahr 1728 zu sehen. Die Installation »The Indeterminate Space of a Constellation« der libanesischen Künstlerin Caroline Tabet entstand aus ihrer Auseinandersetzung mit dem Maya-Codex und wirft die Frage auf, wie sich erfahrener Verlust nicht nur als Bruch, sondern auch im Sinne einer Erneuerung lesen lässt.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung laden wir zu Führungen – sowohl durch die Ausstellung als auch die historischen Bibliotheksstandorte im Japanischen Palais und der Marienallee –, zu Konzerten und Vorträgen ein. Bereits einen Tag nach der Eröffnung, am 28. August 2026, können Interessierte die Künstlerin Caroline Tabet treffen und im Gespräch Wissenswertes zu ihrer Installation erfahren. Im Format Open the Box stellen die Kuratorinnen und Kuratoren besondere Sammlungsstücke vor, die es nicht in die Ausstellung geschafft haben.


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