Einladung zur Vernissage »Zugvögel«

29.09.2026, 10:55 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Fachgerichtszentrum Dresden zeigt Werke von Charlotte Böhm und Eva Giese

Vom 1. Oktober 2026 bis 17. Dezember 2026 findet im Fachgerichtszentrum, Hans-Oster-Straße 4, 01099 Dresden, auf der Saalebene eine neue Kunstausstellung statt.

Im Rahmen des Projektes »Kunst und Justiz« präsentieren die beiden Künstlerinnen Charlotte Böhm und Eva Giese ihre Arbeiten in der Ausstellung »Zugvögel«. Beide studieren derzeit an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Ihre unterschiedlichen malerischen Positionen zeugen von der Gemeinsamkeit der Suche nach der Schönheit und der Magie in der lebendigen Natur.

Zwischen Aufbruch und Ankommen, Nähe und Ferne, Mensch und Natur lädt die Ausstellung dazu ein, die Welt mit einem anderen Blick zu betrachten. Tiere, Landschaften, Erde, Licht und Farbe werden zu Ausgangspunkten für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Sichtbaren und seinen verborgenen Zwischentönen.

Charlotte Böhm richtet ihren Blick insbesondere auf das Tier als Individuum. Ihre Arbeiten sind von der Beziehung zwischen Mensch und Tier, von Nähe und Zartheit geprägt. In ihren Gemälden verbindet sie eine klassische, altmeisterliche Malweise mit zeitgenössischen Elementen. Sie arbeitet überwiegend in Öl und verwendet einen selbst hergestellten Kreidegrund zur Vorbereitung der Leinwand. Inspirationen findet die Künstlerin sowohl in ihrem einjährigen Studienaufenthalt in Venedig als auch in persönlichen Begegnungen mit Tieren. Darüber hinaus spiegeln sich die Eindrücke ihrer Reisen nach Indien in ihren Werken wieder. Klare Farben und intensives Licht durchfluten hier ihre Malerei. Neben fein ausgearbeiteten Tierportraits entstehen auch Arbeiten mit pastosem Farbauftrag und großflächigen Farbfeldern.

Eva Giese findet ihre Motive unmittelbar in der Natur. Sie malt vor Ort und versteht den künstlerischen Prozess als ein Einlassen, Beobachten und Erforschen. Licht und Schatten, Sturm und Stille sowie die unterschiedlichen Elemente der Natur werden dabei zu Ausgangspunkten ihrer Arbeit. Tiere oder Menschen können in ihren Bildern erscheinen, stehen jedoch nie im Mittelpunkt. Eine besondere Bedeutung hat die Herstellung ihrer Farben: Die Künstlerin gewinnt sie selbst aus Erde, die sie an unterschiedlichen Orten findet. In der Ausstellung sind unter anderem Arbeiten mit Erde aus Indien, Japan und Tharandt zu sehen. Neben der Aquarellmalerei fließen auch ihre Erfahrungen mit japanischer Tuschetechnik in die teilweise monochromen und zunehmend abstrakten Landschaften ein.

So treffen in »Zugvögel« zwei unterschiedliche künstlerische Zugänge aufeinander: die konzentrierte Betrachtung des einzelnen Tieres und die unmittelbare Auseinandersetzung mit der Landschaft und ihren elementaren Erscheinungen. Gemeinsam ist beiden Künstlerinnen die Suche nach Schönheit und Magie – im Tier, in der Natur und in den Materialien, aus denen ihre Bilder entstehen.

Die Vernissage zur Eröffnung der Ausstellung im Fachgerichtszentrum findet am 1. Oktober 2026 um 15.00 Uhr im 1. Obergeschoss des Hauses A statt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Die Ausstellung kann ab dem 2. Oktober 2026 von Montag bis Donnerstag 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie von 13.00 Uhr bis 15.30 Uhr und freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr besichtigt werden.

Es finden Einlasskontrollen statt.


Kontakt

Verwaltungsgericht Dresden

Pressesprecher Robert Bendner
Telefon: +49 351 446 5496
Telefax: +49 351 446 5450
E-Mail: presse@vgdd.justiz.sachsen.de
zurück zum Seitenanfang