Neue Anstaltsküche der Justizvollzugsanstalt Bautzen übergeben

21.10.2026, 14:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Neue Anstaltsküche der Justizvollzugsanstalt Bautzen (© SIB, Freund)

Gebäudeeingang

Neue Anstaltsküche der Justizvollzugsanstalt Bautzen (© SIB, Freund)

Gebäudeeingang

Gebäudeeingang
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Neue Anstaltsküche der Justizvollzugsanstalt Bautzen (© SIB, Freund)

Küche

Neue Anstaltsküche der Justizvollzugsanstalt Bautzen (© SIB, Freund)

Küche

Küche
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Neue Anstaltsküche der Justizvollzugsanstalt Bautzen (© SIB, Freund)

Speisesaal

Neue Anstaltsküche der Justizvollzugsanstalt Bautzen (© SIB, Freund)

Speisesaal

Speisesaal

Die Niederlassung Bautzen des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) hat heute den Neubau der Anstaltsküche in der Justizvollzugsanstalt Bautzen feierlich übergeben.

Die bisherige Anstaltsküche war technisch veraltet und genügte nicht mehr den heutigen Anforderungen. Seit 2022 entstand ein moderner dreistöckiger Neubau mit rund 1.400 Quadratmetern Nutzfläche. Er ermöglicht optimale Arbeitsabläufe für Gefangene und Bedienstete bei der Essenszubereitung.

Der Speisesaal bietet 50 Sitzplätze und erhält durch viel Holz und Farbe eine freundliche Atmosphäre. Äußerlich orientiert sich das Gebäude mit der beigefarbenen Klinkerfassade an den historischen, denkmalgeschützten Häusern auf dem Gelände.

Die neue Großküche wird zukünftig rund 760 Essen für Gefangene, Bedienstete und Gäste zubereiten. Die Verteilung erfolgt über einen sogenannten »Wagenbahnhof« auf Wagen, welche die Essen auf die verschiedenen Häuser verteilen.

Das Besondere an der neuen Küche ist, dass sie mit der integrierten Lehrküche ausreichend Raum für die Ausbildung von 18 Gefangenen in den Bereichen »Koch« und »Service am Gast« bietet. Zusätzlich entstehen bis zu 20 Plätze zur Mitarbeit der Gefangenen in der Hauptküche.

Die genehmigten Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro. Die Maßnahme wird finanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Hintergrund
Die Justizvollzugsanstalt Bautzen verfügt über 342 Haftplätze und 52 Plätze für Sicherungsverwahrte. Sie ist zuständig für den Vollzug von Freiheitsstrafen von wenigen Tagen bis zu lebenslangen Freiheitsstrafen für männliche Erwachsene aus den Bezirken Bautzen, Görlitz, Dresden, Pirna, Dippoldiswalde und Meißen.

Zur Geschichte der Justizvollzugsanstalt Bautzen
Die von 1900 bis 1904 erbaute Landesstrafanstalt Bautzen, später Bautzen I genannt, war das bedeutendste Neubauvorhaben des sächsischen Strafvollzuges aufgrund der Reformbestrebungen des 19. Jahrhunderts. Wegen ihrer gelben Klinkerfassade erhielt sie schon bald den volkstümlichen Beinamen »Gelbes Elend«. Mit 1.092 Plätzen war sie damals eine der drei größten Strafanstalten in Sachsen. Nach Ende des 2. Weltkrieges bis 1950 nutzten die sowjetischen Streitkräfte die Anstalt als Speziallager. Als einziges von drei Speziallagern wurde Bautzen ab 1950 von der DDR als Strafvollzugsanstalt weitergeführt.


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