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Sächsischer Gründerinnenpreis 2021

09.10.2021, 11:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Handwerk, Textil und Mode – aus diesen drei Branchen kommen die Gewinnerinnen des Sächsischen Gründerinnenpreises 2021. Die Preisverleihung durch Gleichstellungsministerin Katja Meier fand heute im Kraftwerk Mitte Dresden statt.

Der Sächsische Gründerinnenpreis ist eine Auszeichnung für erfolgreiche Unternehmerinnen im Freistaat, die ein junges kleines oder mittelständiges Unternehmen führen oder vor Kurzem übernommen haben. Ziel des jährlich bereits seit dem Jahr 2008 vergebenen Preises ist es, die Existenzgründung von Frauen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und das Engagement der Gründerinnen zu würdigen. Erstmalig wurde außerdem ein Nachhaltigkeitspreis vergeben, um Geschäftsmodelle auszuzeichnen, die soziale und ökologische Transformation vorantreiben.

Gleichstellungsministerin Katja Meier dankt den diesjährigen Gewinnerinnen und Bewerberinnen: »Die Preisträgerinnen sind in herausragender Weise Vorbilder. Sie haben das richtige Gespür für den aktuellen Zeitgeist, den Mut und den Willen, innovativ, kreativ, nachhaltig und vorausschauend unternehmerisch tätig zu sein. Ich danke allen Gründerinnen und Nachfolgerinnen für ihren Mut, Tatendrang und Ihr Engagement für Sachsen.«

In diesem Jahr haben sich 36 Unternehmerinnen aus unterschiedlichsten Sparten beworben, aus denen die neunköpfige Jury aus erfahrenen und engagierten Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft sowohl die Erst- und Zweiplatzierte des Sächsischen Gründerinnenpreises 2021 als auch die Gewinnerin des Nachhaltigkeitspreises ausgewählt hat.

Erstplatzierte 2021
Der Sächsische Gründerinnenpreis 2021, welcher mit 5.000 Euro dotiert ist, geht an Jaqueline Hausotte, die sich 2019 als Steinmetzin in Leipzig selbstständig gemacht hat. Sie führt mit Leidenschaft ihre Firma »JH Steingestaltung« an drei Standorten mit zwölf Beschäftigten in einer traditionellen und männlich geprägten Handwerksdomäne. Jaqueline Hausotte entwirft, fertigt und restauriert Grabsteine, Schriften und Ornamente und setzt dabei auf regionale Natursteine.

Zweitplatzierte 2021
Zweitplatzierte des Sächsischen Gründerinnenpreises und damit Gewinnerin von 2.000 Euro Preisgeld ist Peggy Wunderlich, Inhaberin der »STW Sächsische Textilwerke GmbH« in Crimmitschau. Die Marke steht für traditionelle Wandbespannungen aus Seide sowie Dekorationsstoffe für historische Möbel, Vorhänge mit epochentypischen Mustern und für die Ausstattung von exklusiven Räumen, Autos und Yachten. Stoffe, die vor mehr als 100 Jahren von berühmten Gestaltern entworfen wurden, können noch heute originalgetreu gefertigt werden. Peggy Wunderlich legt Wert auf hochwertige Materialien, kundenindividuelle Fertigung und regionale Lieferketten. Historische Nachstellungen, aber auch Neukreationen von Seidenstoffen begeistern nicht nur inländische Käuferinnen und Käufer, sondern erfreuen auch internationale Kundinnen und Kunden.

Gewinnerin des Nachhaltigkeitspreises
Der Nachhaltigkeitspreis – gestiftet von der AOK Plus Sachsen mit 2.000 Euro – würdigt das Engagement von Franziska Klee. Zum Portfolio ihrer gleichnamigen Marke gehören über 50 eigene Accessoires- und Taschenmodelle aus Naturleder. In ihrem Atelier in Leipzig setzt sie die Idee von Slow Fashion um, also nachhaltiger und Fairer Mode. Besonderen Wert legt sie dabei auf hochwertige Materialien, Transparenz in der Lieferkette und im Herstellungsprozess und dem Einbinden ihrer Kundinnen und Kunden sowie Followerinnen und Follower, um wertige, zeitlose und vor allem persönliche Accessoires herzustellen.

Aufgrund des Ausbruchs der Corona-Krise ist die Gründungstätigkeit in Deutschland 2020 zurückgegangen. Die Corona-Krise hat branchenbedingt insbesondere selbstständige Frauen stark belastet. Die Zahl der Gründerinnen blieb 2020 mit 205.000 aber nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Gründungsinteressierte Frauen scheinen sich schneller auf die neuen Krisenbedingungen eingestellt und letztlich ihre Gründungspläne häufiger doch realisiert zu haben als Männer. So haben nach Angaben des »KfW-Gründungsmonitor 2021« Gründerinnen im Jahr 2020 häufiger als Gründer Geschäftsmodellanpassungen vorgenommen.

2020 konnten in Sachsen 25 728 Gewerbeanmeldungen verzeichnet werden. Davon liegt der Frauenanteil bei circa 33 Prozent.

Nähere Informationen zum Sächsischen Gründerinnenpreis sind unter https://www.gruenderinnenpreis.sachsen.de/ abrufbar.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung

Pressesprecherin Christina Wittich

Telefon: +49 351 564 15014

Telefax: +49 351 564 16189

E-Mail: presse@smj.justiz.sachsen.de

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