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Arbeitsministerium startet Umfrage zum Lernen im Erwachsenenalter

19.08.2022, 09:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Minister Dulig: »Bildung ist wichtiger Baustein für zukunftsfähige Wirtschaft und Gesellschaft«

Am 22. August startet sachsenweit die wissenschaftliche Befragung »Weiterbildung in Sachsen 2022« zum Lernen im Erwachsenenalter. Die vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Auftrag gegebene Studie untersucht die Weiterbildungsbeteiligung von Personen zwischen 18 und 69 Jahren.

»Von der Studie erhoffen wir uns Erkenntnisse über das aktuelle Weiterbildungsverhalten in Sachsen und damit wichtige Ansatzpunkte für die weitere Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für Lebenslanges Lernen«, erklärt der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig.

Wissen und Fähigkeiten der sächsischen Bevölkerung tragen grundlegend zur Sicherung von Zukunftsfähigkeit und Wohlstand des Landes bei. »Bildung ist bei der Frage, wie Gesellschaft und Wirtschaft in Zukunft aussehen, ein besonders wichtiger Baustein«, so Minister Dulig. Bildung wird deshalb mehr denn je gefördert. Damit die Förderung und Unterstützungsleistungen richtig eingesetzt werden können, muss herausgefunden werden, wo sie am dringendsten benötigt werden und wo sie am meisten bewirken. Wichtige Informationen dazu soll die Befragung zum Weiterbildungsverhalten in Sachsen liefern. »Unterstützungsangebote im Bereich der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung müssen sich schließlich den Anforderungen der Praxis anpassen und nicht umgekehrt«, so Arbeitsminister Martin Dulig.
»Wir stehen vor dem größten Modernisierungsprozess unseres Wirtschaftsstandortes seit 1990. Ganze Wirtschaftszweige werden neu geordnet und auf die Herausforderungen von Klimawandel, Digitalisierung und Automatisierung ausgerichtet. Es geht dabei auch um die Sicherung und Modernisierung von hunderttausenden von Arbeitsplätzen. Die Tätigkeits- und Berufsprofile ändern sich und lebenslanges Lernen muss zum festen Bestandteil heutiger Arbeit werden. Nur durch exzellente Aus- und Weiterbildung sind die Beschäftigten in der Lage, den wachsenden und wechselnden Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden«, so Minister Dulig weiter.
Die beiden bisherigen Studien «Weiterbildung in Sachsen 2012« und »Weiterbildung in Sachsen 2016« haben gezeigt, dass sich die Anstrengungen des Freistaates in diesem Bereich auszahlen. Die Weiterbildungsbeteiligung der sächsischen Bevölkerung war bis zum Beginn der COVID-19-Pandemie auf einem guten Niveau. Gut jeder zweite Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren nahm innerhalb eines Jahres an einer oder mehreren Weiterbildungsaktivitäten teil. Dabei wurden diese mehrheitlich aus beruflichen Gründen wahrgenommen. Aus privatem Interesse erfolgte die Teilnahme in 13 Prozent der Fälle.

Die Studie bezieht sich auf alle Arten des Lernens im Erwachsenenalter, d.h. reguläre Bildungsgänge, Weiterbildung und »Learning by doing«. Das breite Fragenspektrum erfasst nicht nur die Bildungsbeteiligung der erwerbsfähigen Bevölkerung in Sachsen, sondern auch die Bildungsthemen, Teilnahmemotive und -barrieren sowie den Nutzen von Weiterbildung bis hin zu Informations- und Beratungsbedarf und den Umgang mit digitaler Bildung.

Hintergrund:

Die Länderzusatzstudie »Weiterbildung in Sachsen 2022« ist eine Zusatzerhebung parallel zur Erhebung »Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2022« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die Teil einer europäisch verpflichtenden Erhebung ist.
Der Adult Education Survey (AES) ist als repräsentative Befragung der deutschen Wohnbevölkerung im Alter von 18 bis 69 Jahren zu deren Weiterbildungsverhalten angelegt. Kantar Public führt die Studie durch und wird dafür im kommenden halben Jahr Interviews mit ca. 1.500 sächsischen Bürgerinnen und Bürgern führen. In einem ersten Schritt versendet das Marktforschungsunternehmen Anschreiben mit der Bitte, sich an einem Online-Interview zu beteiligen. In einem zweiten Schritt werden Interviewerinnen und Interviewer von Kantar dazu die ausgewählten Zielpersonen zuhause kontaktieren und persönlich befragen. Die Ergebnisse der Befragung werden im Spätsommer 2023 vorliegen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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