Staatsminister Schuster zum Asylgipfel
10.03.2025, 15:14 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sächsischer Staatsminister des Innern Armin Schuster: »Der Rückgang der an den Grenzen gestellten Asylanträge ist ein erster wichtiger Effekt, der durch vermehrte Zurückweisungen noch gesteigert werden kann. In den Kommunen werden mittelfristig Verbesserungen vor allem dann spürbar, wenn wir auch die Ausreisepflicht bei abgelehnten Asylanträgen konsequent durchsetzen und die Zahl der Rückführungen weiter steigern. Wer in Sachsen seiner Ausreisepflicht trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachkommt, muss wissen, dass er abgeschoben wird. Die Initiative von Justizministerin Geiert geht daher genau in die richtige Richtung und folgt unserem gemeinsamen Anliegen, im Bereich Asyl die Zahl der Ausreisepflichtigen zu reduzieren und die Abläufe zu beschleunigen.«
Im Freistaat Sachsen wurden im Jahr 2024 insgesamt 11.295 Asylerstanträge gestellt. Im Vergleich zu 16.350 Erstanträgen im Jahr 2023 entspricht das einem Rückgang von 31 Prozent. Auch die Zahl der Folgeanträge sank im selben Zeitraum um 13 Prozent – von 1.134 auf 983 Anträge. Bei den Asylbewerbern in Sachsen stellten 2024 insbesondere Staatsangehörige aus Syrien, Venezuela und Afghanistan die größten Gruppen.
Für das Jahr 2025 zeigt sich bisher ein weiterer Rückgang der Asylanträge. Bis zum 28. Februar wurden in Sachsen 1.583 Erst- und Folgeanträge gestellt – ein Rückgang um etwa 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2.448 Anträge). Im selben Zeitraum wurden 2.053 Asylanträge abgelehnt.