Immer mehr Schulen in Sachsen haben schnelles Internet

31.03.2025, 09:05 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Bereits 75 Prozent der Schulstandorte mit Glasfaseranschluss

Die Digitalisierung an Sachsens Schulen hat mit dem DigitalPakt Schule einen kräftigen Schub bekommen. Voraussetzung für eine umfassende Medienbildung ist eine schnelle Internetverbindung. Seit 2021 koordiniert das Kultusministerium den Glasfaserausbau für Sachsens Schulen und knüpft damit an die seit 2016 vom Wirtschaftsministerium aufgelegte »Digitale Offensive Sachsen« mit der entsprechenden Bundes- und Landesförderung an.

Erste Zwischenergebnisse zeigen: Durch das gemeinsame Engagement konnte seit 2022 der Anteil der Schulstandorte mit Zugang zum schnellen Internet von 34 Prozent auf 75 Prozent mehr als verdoppelt werden. Zum Ende des Jahres 2025 ist sogar mit einer Erschließung von über 80 Prozent zu rechnen. Die restlichen Standorte sind durch andere Technologien wie zum Beispiel ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) oder HFC (hybrid fibre coaxial – »TV-Kabel«) – und damit in der Regel aktuell noch nicht gigabitfähig – erschlossen.

Kultusminister Conrad Clemens: »Unser Ziel ist klar: Jede Schule in Sachsen braucht schnelles Internet. Ich freue mich, dass der Glasfaserausbau in den letzten Jahren – gerade auch im ländlichen Raum – so gut vorangekommen ist.«

Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Die Erschließung der sächsischen Schulen mit Glasfaseranschlüssen ist uns sehr wichtig. Seit 2016 haben wir deshalb im Rahmen der `Digitalen Offensive Sachsen‘ verschiedene Förderprojekte aufgelegt, um Schulen mit Glasfaser zu versorgen. Es gibt sogar spezielle Projekte, die sich ausschließlich auf Institutionen wie Schulen und Krankenhäuser konzentrieren. Gemeinsam mit dem Kultusministerium haben wir im Rahmen der ‘Initiative Breitband‘ die Erschließung von Schulen ohne Erschließungsperspektive konsequent unterstützt, um für alle Schulen eine gigabitfähige Versorgung erreichen zu können.«

Hintergrund:
Mit dem Fortschreiten der Breitbandausbauprojekte und der Weiterentwicklung des Breitbandatlasses des Bundes, der halbjährlich über Veränderungen in der Breitbandversorgung informiert, konnte das SMK ab 2021 Schulen, die derzeit weder eigenwirtschaftlich ausgebaut, noch zeitnah im Rahmen der Breitbandförderung erschlossen werden, identifizieren. Für diese Schulen wurde eine separate Lösung über das Landesnetz geschaffen, um eine Erschließung bis Ende 2025 im Rahmen der »Initiative Breitband« sicherzustellen.

Der Breitbandausbau für Sachsens über 2.100 Schulen basiert auf einem Drei-Säulen-Konzept:

  1. Nutzung bestehender infrastruktureller Möglichkeiten, vorrangig solcher, die durch Telekommunikationsunternehmen im eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau errichtet wurden,
  2. Einbeziehung der sächsischen Schulen in die Breitbandförderung des Bundes, kofinanziert durch Landesmittel nach der Richtlinie Digitale Offensive Sachsen des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz und
  3. Bildung eines Auffangschirmes zur Erschließung von Schulstandorten, die nicht eigenwirtschaftlich oder im Sinne von Nummer 2 gefördert erschlossen werden (»Initiative Breitband«) durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus.

Aktuell sind 90 der 112 betreffenden Standorte der »Initiative Breitband« fertig erschlossen. Über diese 112 Standorte hinweg sind 162 Schulen verteilt. Der vollständige Abschluss der »Initiative Breitband« erfolgt bis zum 31.12.2025. Gemeinsam mit dem noch laufenden eigenwirtschaftlichen Ausbau, der weiteren Umsetzung der Förderprojekte sowie dem Abschluss der »Initiative Breitband« werden nahezu alle Schulen Sachsens bis 2029 gigabitfähig versorgt sein.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Pressesprecher Tilo Schumann
Telefon: +49 351 564 65100
Telefax: +49 351 564 65019
E-Mail: presse@smk.sachsen.de
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