1. Ortstagung des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes in Chemnitz

03.04.2025, 13:37 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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1.Chemnitzer Ortstagung des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes (v.l.n.r. Präsident Dr. Holger Schrade, Rektor Prof. Dr. Strohmeier, Justizministerin Prof. Constanze Geiert, Prof. Dr. Sebastian Roloff, Präsident Dirk E.Kirst) (© Jacob Müller)

1.Chemnitzer Ortstagung des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes (v.l.n.r. Präsident Dr. Holger Schrade, Rektor Prof. Dr. Strohmeier, Justizministerin Prof. Constanze Geiert, Prof. Dr. Sebastian Roloff, Präsident Dirk E.Kirst) (© Jacob Müller)

Am 1. April 2025 fand die 1. Ortstagung des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes in Chemnitz statt.

Die über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung waren der Einladung des Präsidenten des Sächsischen Landesarbeitsgerichts, Herrn Dirk E. Kirst, in den Saal IdeenReich der Universitätsbibliothek der TU Chemnitz gefolgt. Gemeinsam mit dem Rektor der TU Chemnitz, Herrn Prof. Dr. Gerd Strohmeier, begrüße er namhafte Gäste, wie Frau Susann Leithoff, MdL, die Sächsische Justizministerin Frau Prof. Constanze Geiert und die Präsidentinnen und Präsidenten aller Gerichtsbarkeiten sowie des Generalstaatsanwaltes des Freistaates Sachsen.

Im Mittelpunkt der glanzvollen Redebeiträge standen Kunst und Recht in der Kulturhauptstadt Chemnitz.

Rektor Prof. Dr. Strohmeier hob die besondere Attraktivität des Universitätsstandortes Chemnitz und die ausgezeichnete Ergänzung des universitären Studienprofils durch eine mögliche Einführung eines rechtswissenschaftlichen Studienganges hervor.

Die sächsische Justizministerin Prof. Constanze Geiert zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung des bedeutenden Justizstandortes Chemnitz und den ungesehenen kulturellen Schätzen der Stadt. Das Kulturhauptstadtjahr verfolge sie mit großer Begeisterung.

In einem eindrucksvollen Grußwort hob der Präsident des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes und Präsident des Landesarbeitsgericht Hamm, Dr. Holger Schrade, die Bedeutung von Kunstausstellungen in Justizeinrichtungen für die Demokratieentwicklung hervor.

Im Mittelpunkt der ersten Ortstagung stand der Vortrag des Richters am Bundesarbeitsgerichts und Honorarprofessors für Betriebsverfassungsrecht und Europäisches Arbeitsrecht an der Universität Leipzig, Herrn Prof. Dr. Sebastian Roloff, zum Thema: »Die Kunst und das Arbeitsrecht«. In einem durch viele Fallbeispiele belebten und überaus tiefgründigen Vortrag schildere Prof. Dr. Roloff die Entstehung der Bühnenschiedsgerichte in Deutschland, die herausfordernde Abgrenzung zwischen festangestellten und freischaffende Künstlern sowie die Auswirkungen der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte auf den arbeitsrechtlichen Status der Kulturschaffenden. Letztlich ging Herr Prof. Dr. Roloff auf die Diskussion um das Herrenberg-Urteil des Bundessozialgerichts und die überraschende Neufassung des § 127 SGB IV ein.

Die Abendveranstaltung schloss – ganz im Sinne der Kulturhauptstadt – mit einem gemeinsamen Miteinander und einem gewinnbringenden Gedankenaustausch zwischen den Gästen. Hierzu gehörten neben Vertreterinnen und Vertretern aus Anwaltschaft, Verbänden und Lehre auch eine große Anzahl ehrenamtlicher Richterinnen und Richter der Sächsischen Arbeitsgerichte.

Hintergrundinformationen:

Der Deutsche Arbeitsgerichtsverband e.V. geht auf einen im Jahr 1893 gegründeten Gewerbe- und Kaufmannsgerichtsverband zurück. Er möchte den Erfahrungsaustausch über das Arbeitsrecht zwischen den Gerichten für Arbeitssachen, der Praxis und Lehre fördern. Der Deutsche Arbeitsgerichtsverband umfasst rund 3.800 Mitglieder. Unter ihnen befinden sich Berufs- und ehrenamtliche Richterinnen und Richter der Gerichte für Arbeitssachen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, sowie Vertreter der Anwaltschaft, der Arbeitsrechtswissenschaft und die Vertreter der an der arbeitsrechtlichen Gesetzgebung beteiligten Behörden.


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