Halbjahresbilanz im Tourismus 2025: Kulturhauptstadtregion Chemnitz-Zwickau entwickelte sich überdurchschnittlich gut

29.08.2025, 12:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Gemeinsame Pressemitteilung

Dresden – Die Kulturhauptstadtregion Chemnitz-Zwickau hat im ersten Halbjahr 2025 überdurchschnittlich gut bei den Tourismuszahlen abgeschnitten. Die Übernachtungszahlen sind im ersten Halbjahr um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Auch das Erzgebirge legte leicht zu (+0,8 Prozent Übernachtungen). Die Stadt Chemnitz konnte im Juni 2025 sogar einen Übernachtungszuwachs von 44,4 % verzeichnen.

Auch im gesamten Freistaat gab es im Juni 2025 mehr Gäste und Übernachtungen. Die Zahl der Gäste stieg im Vergleich zum Juni 2024 um 1,1 Prozent auf 788.000, die Übernachtungen um 1,7 Prozent auf 1,93 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland erhöhte sich um 5,7 Prozent auf 1,73 Millionen. Dagegen sanken die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um 23,2 Prozent auf 204.000. Hier muss berücksichtigt werden, dass 2024 außergewöhnlich reisestark war mit der Fußball-Europameisterschaft und weiteren internationalen Großveranstaltungen und Jubiläen. Daher kann der sächsische Tourismus im ersten Halbjahr 2025 das hohe Vorjahresniveau nicht halten. Von Januar bis Juni 2025 besuchten rund 3,63 Millionen Gäste (-2,6 Prozent) den Freistaat und buchten 8,93 Millionen Übernachtungen (-2,7 Prozent).

Kultur als Impulsgeber für den Tourismus
»Die Halbjahresbilanz zeigt, wie stark die Kultur als Impulsgeber für den Tourismus wirkt: Chemnitz und die gesamte Region profitieren enorm vom Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 – und zeigen, dass gezielte Investitionen in Kultur- und Veranstaltungsangebote auch die touristische Nachfrage beflügeln. Dieses Signal wollen wir nutzen, um Sachsens Attraktivität dauerhaft zu stärken – für Gäste aus dem In- und Ausland. Wir werden nicht darin nachlassen, den Freistaat weiter im Tourismus voranzubringen. Aber auch mit der Umsetzung des ersten Handlungsplans zum Masterplan Tourismus Sachsen konnten wir wichtige Impulse setzen, zum Beispiel im Hinblick auf die Entwicklung des Ganzjahrestourismus. An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten ganz herzlich dafür danken, dass sie so tatkräftig anpacken und mit viel Engagement und Herzblut bei der Umsetzung der Maßnahmen dabei sind," erklärt Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus.

Unternehmen stehen unter Druck – Entlastungen dringend notwendig
»Die Reiselust ist ungebrochen, aber die wirtschaftliche Lage der Betriebe bleibt angespannt. Steigende Energie- und Personalkosten, hohe Abgaben und zunehmender Konkurrenzdruck aus dem Ausland setzen die Unternehmen massiv unter Druck. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit realen Umsatzrückgängen von 3,7 Prozent im Gastgewerbe verdeutlichen dies eindrücklich. Die Branche braucht dringend verlässliche politische Unterstützung: Dazu zählen die längst zugesagte Rückkehr der reduzierten Mehrwertsteuer von 7 Prozent für die Gastronomie, konsequenter Bürokratieabbau sowie gezielte Investitionen in den weiteren Ausbau des Ganzjahrestourismus in Sachsen. Nur so können unsere Unternehmen den aktuellen Herausforderungen begegnen und den Tourismus im Freistaat zukunftssicher machen«, betont Dr. Stephan Meyer, Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen (LTV SACHSEN).

»Der Blick auf die Ergebnisse der Halbjahresstatistik 2025 am Beispiel der positiven Entwicklung der Übernachtungen in Chemnitz, im Erzgebirge und in Chemnitz. Zwickau. Region zeigt, wie wichtig die Verbindung von Kultur und Tourismus ist. Wir freuen uns, dass wir mit unseren im Januar 2025 gestarteten, internationalen Marketingkampagnen für die Kulturhauptstadt Europas 2025 und die Kulturhauptstadtregion dazu beitragen konnten. Allein in Deutschland haben wir mit umfassender Werbung für eine Sichtbarkeit von über 17 Millionen Kontakten und rund 170.000 Klicks auf unsere für das Kulturhauptstadtjahr geschaffene mehrsprachige Landingpage erreicht. Im vierten Quartal werden wir gemeinsam mit unseren Partnern weiter für hohe Aufmerksamkeit auf Sachsens Weihnachtstraditionen und Winterangebote als Reiseanlässe sorgen«, sagt Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH.

Sicherheit als Standortfaktor – Wasserwacht unverzichtbar
Mit dem Lausitzer Seenland und dem Leipziger Neuseenland entwickeln sich ehemalige Tagebaulandschaften zunehmend zu attraktiven Urlaubs- und Freizeitregionen. Für die Sicherheit dort sorgt die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Im Jahr 2024 leisteten ihre Rettungsschwimmer rund 40.000 Einsatzstunden.

»Elf Mal hat die DRK Wasserwacht im Jahr 2024 Leben gerettet. In diesem Jahr sind ebenfalls zwei Kinder aufgrund des Einsatzes der Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer nicht ertrunken. Das ist nur ein Bruchteil der Hilfe, die geleistet wurde. In Summe waren die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr 874 Mal im Einsatz. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die DRK Wasserwacht nicht nur im akuten Notfall unverzichtbar ist, sondern auch wesentlich dazu beiträgt, Ordnung und Sicherheit an Sachsens Gewässern zu gewährleisten. Das ist ein unschätzbarer Beitrag für den Tourismus im Freistaat.« , erklärt Dr. Kai Kranich, Pressesprecher der DRK Wasserwacht Sachsen.

Ob am Wasser, in den Bergen oder bei Großveranstaltungen – die ehrenamtlichen Kräfte des DRK sichern Tourismus und Bevölkerung gleichermaßen ab. Für dieses Engagement gebührt ihnen besonderer Dank.

Pressekontakte:
LTV SACHSEN
Thaddäus Ziesch
Referent Tourismuspolitik / Projektsteuerung
Tel.: 0351 4919112
E-Mail: ziesch@ltv-sachsen.de
www.ltv-sachsen.de

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft Kultur und Tourismus
Jörg Förster
Pressesprecher
Tel.: 0351 564-60620,
E-Mail: presse.kt@smwk.sachsen.de

DRK Landesverband Sachsen e.V.
Dr. Kai Kranich
Tel.: 0351 - 4678104
E-Mail: k.kranich@drksachsen.de


Kontakt

Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus

Pressesprecher Jörg Förster
Telefon: +49 351 564 60620
E-Mail: presse.kt@smwk.sachsen.de
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