Ausblick 2035: Das Wismut-Erbe weitergedacht – Potentiale und Perspektiven
12.11.2025, 10:26 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Das Sächsische Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz lädt zur öffentlichen Podiumsdiskussion ein
Das Kulturhauptstadtjahr 2025 nähert sich seinem Ende und mit ihm beginnt der Blick nach vorn: Das Staatsarchiv Chemnitz lädt zur öffentlichen Podiumsdiskussion »Ausblick 2035: Das Wismut-Erbe weitergedacht – Potentiale und Perspektiven« ein am Mittwoch, 26. November 2025, um 18 Uhr. Die Veranstaltung findet im Staatsarchiv Chemnitz, Elsasser Straße 8, 09120 Chemnitz statt.
Das Wismut-Erbe steht für die Geschichte des Uranerzbergbaus in der DDR, der die Region über Jahrzehnte prägte und zugleich ein zentrales Kapitel globaler Zeitgeschichte darstellt. Als einer der größten Uranerzförderer der Welt beeinflusste die Wismut maßgeblich die geopolitischen Spannungen des Kalten Krieges und hinterließ bis heute sichtbare Spuren in Landschaft, Gesellschaft und Kultur.
Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion steht die Frage, wie dieses einzigartige Erbe als wissenschaftliches, kulturelles und wirtschaftliches Potenzial für Stadt und Region wei-terentwickelt werden kann. Ziel ist es, neue Perspektiven für den Umgang mit dem Thema Wismut zu beleuchten, dessen Einbettung in den Legacy-Prozess (das Vermächtnis) der Kulturhauptstadt Chemnitz zu diskutieren und die Kapazitäten des Wismut-Netzwerks Chemnitz dauerhaft zu bündeln. Die Diskussion bildet den Abschluss eines ganztägigen Workshops, in dem Fachleute zuvor Ideen und Empfehlungen zu diesen Themen erarbeitet haben.
Auf dem Podium diskutieren
• Ferenc Csák, Kulturbetrieb Stadt Chemnitz
• Dr. Michael Farrenkopf, Deutsches Bergbaumuseum Bochum
• Gordian Meyer-Plath, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
• Prof. em. Dr. Ute Pflicke, Hochschule Zittau/Görlitz
Grußworte: Alexandra Titze (Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv), Dr. Andrea Wettmann (Sächsische Staatsarchiv)
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und sich in die Diskussion einzubringen. Bitte melden Sie sich bei dem Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz bis zum 21. November unter der Mailadresse poststelle-c@sta.smi.sachsen.de oder telefonisch 0371 91199210 zur Veranstaltung an.
Über das Wismut-Netzwerk Chemnitz:
Dem Wismut-Netzwerk Chemnitz ist es ein Anliegen, die historische Einzigartigkeit der Wismut – auch in ihrer identitätsstiftenden Bedeutung – für Chemnitz und die Region über das Jahr der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 hinaus in den Blick zu nehmen.
Beteiligt sind: Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Chemnitz, Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Chemnitz, Wismut Stiftung gGmbH, Universitätsbibliothek Chemnitz, Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (smac), Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis sowie die Gästeführerin Edeltraud Höfer.