Deutlicher Anstieg der Ausbildungszahlen in der Pflege

28.11.2025, 11:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Sozialministerin Köpping: »Pflegeberuf gewinnt weiter an Attraktivität"

Die Ausbildungszahlen in der Pflege gehen nach oben: mehr als 3.900 Personen starteten in Sachsen im Jahr 2025 in eine Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann. Die Zahlen des Sächsischen Ausbildungsfonds Pflegeberufe (SAFP), bei dem alle Personen, die sich in der beruflichen Pflegefachkraftausbildung befinden, erfasst werden, zeigen demnach einen Aufwuchs um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist der stärkste jährliche Zuwachs seit der Einführung des neuen generalistischen Pflegeberufs im Jahr 2020. Bislang waren nach einem deutlichen Einbruch der Beginnerzahlen von 10 Prozent im Schuljahr 2022/2023 die Zahlen stetig im einstelligen Bereich gestiegen.

Sozialministerin Petra Köpping: »Unser Engagement trägt Früchte. Diese deutliche Tendenz nach oben freut mich sehr, denn die Gewinnung von Pflegenachwuchs ist ein entscheidender Schritt zur Sicherung der pflegerischen Versorgung in Sachsen. Der Pflegeberuf gewinnt erfreulicherweise weiterhin an Attraktivität. Er ist attraktiv und krisensicher. Bedanken möchte ich mich bei den unzähligen Praxisanleitern, Lehrkräften und Fachkräften sowie der Beratungsstelle Pflegeausbildung Sachsen. Indem sie die Neulinge bei ihren ersten Erfahrungen in den Praxiseinsätzen gut begleiten, wird Überforderung entgegengewirkt und somit werden Ausbildungsabbrüche verhindert. Auch dies trägt zu steigenden Zahlen bei. Die demografischen Rahmenbedingungen im Freistaat Sachsen stellen gleichwohl weiterhin eine große Herausforderung dar. Um dem Personalmangel zu begegnen, bedarf es eines Maßnahmebündels. Dazu gehören beispielsweise eine faire Bezahlung, die im Bereich der Langzeitpflege mit der Umsetzung der so genannten »Tariflohnpflicht« inzwischen erreicht wurde, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten oder Arbeitsbedingungen, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. eine bessere Work-Life-Balance ermöglichen. Hier sind insbesondere die Arbeitgeber gefragt. Ebenso sind ausländische Fachkräfte ein Baustein zur Bewältigung des Personalbedarfs. Viele Krankenhäuser und Träger sind hier bereits vorbildlich aktiv.«

Über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg befinden sich derzeit 9.362 Personen in einer Ausbildung zur Pflegefachkraft an einer der sächsischen Berufsfachschulen für Pflegeberufe. Ihre praktische Ausbildung durchlaufen sie in Krankenhäusern, stationären Langzeitpflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten. Die Qualität und die attraktiven Rahmenbedingungen dieser Ausbildung zeigen ihre Wirkung. Auch die Förderung des Sozialministeriums zur Unterstützung von Auszubildenden und den für die praktische Ausbildung verantwortlichen Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern durch die Beratungsstelle Pflegeausbildung Sachsen trägt zu den guten Ausbildungsbedingungen bei.

Mehr Informationen zur Beratungsstelle Pflegeausbildung Sachsen: https://www.beratung-pflegeausbildung-sachsen.de/


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
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