Fassadensanierung im Großen Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses

18.12.2025, 14:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Fassadensanierung im Großen Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses (© SIB)

Fassadensanierung im Großen Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses

Fassadensanierung im Großen Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses (© SIB)

Fassadensanierung im Großen Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses

Fassadensanierung im Großen Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses

Unter der Leitung der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) werden zurzeit die Fassaden des Westflügels, Treppenturms und Nordwestflügels mit dem Schlosskapellenportal im Großen Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses saniert. Die Arbeiten wurden Anfang 2024 begonnen und sollen im Frühjahr 2026 beendet sein.

Die Sgraffiten im Großen Schlosshof zählen zu den ersten abgeschlossenen Arbeiten im Rahmen des Wiederaufbaus des Dresdner Residenzschlosses. Bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren wurden diese wiederhergestellt und vermitteln den Besucherinnen und Besuchern des Residenzschlosses seitdem die Architektur und Geisteswelt der Renaissance.

Nach 30 Jahren Standzeit wurde nun zum Werterhalt eine erste Reinigung und Konservierung notwendig. Die verwitterten Anstriche der Sandsteine wurden aufgearbeitet, die Fugen geschlossen und die Sgraffiten behutsam gereinigt. Zudem wurden die Flächen auf Risse und Hohlstellen kontrolliert, die nun entsprechend restauratorisch behandelt werden.

In diesem Zuge wurde auch das Schlosskapellenportal – umgangssprachlich Schönes Tor oder goldene Pforte genannt – gepflegt. Das Portal, das einen römischen Triumphbogen darstellt, kam 2009 nach einer jahrhundertelangen Odyssee wieder ins Schloss zurück. Es besteht zu einem Drittel aus originalen Teilen, die vor 470 Jahren von italienischen Bildhauern geschaffen wurden. Nach 16 Jahren waren jetzt steinkonservatorische Maßnahmen notwendig, um die überfällige Lasur auftragen zu können, die die Flächen vor Verwitterung schützen soll. Auch gestalterisch entspricht die hellgraue Lasur den Vorstellungen der damaligen Bildhauer, die den prächtigen Bauteilen damit den Anschein von italienischem Marmor geben wollten.

Des Weiteren wurden in einer Musterachse partielle Vergoldungen erarbeitet, die dann im kommenden Jahr fertiggestellt werden können.

Die Kosten der Maßnahme, die dem Werterhalt zugeordnet ist, belaufen sich auf 1,74 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.


Kontakt

Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement

Pressesprecher Alwin-Rainer Zipfl
Telefon: +49 351 564 97200
Telefax: +49 351 4510991100
E-Mail: presse@sib.smf.sachsen.de
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