Belarus - Literatur und Musik zwischen Satire und Dystopie: Alhierd Bacharevič eröffnet am 12.1.2026 Literaturreihe von Dresdner Bibliotheken und Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit Dresdner Philharmonie

06.01.2026, 10:02 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Key Visual der Literaturreihe Gehen oder Bleiben (© SLUB Dresden)

Key Visual der Literaturreihe Gehen oder Bleiben (© SLUB Dresden)

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Katerina Poladjan (© Francesco Gattoni)

Katerina Poladjan (© Francesco Gattoni)

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Tanja Miljanović (© Knut Wannheden)

Tanja Miljanović (© Knut Wannheden)

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Die weißrussische Komponistin und Organistin Olga Podgaiskaya (© Kanaplev/Leidik)

Die weißrussische Komponistin und Organistin Olga Podgaiskaya (© Kanaplev/Leidik)

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Thomas Weiler (© Christiane Gundlach)

Thomas Weiler (© Christiane Gundlach)

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Alhierd Bacharevic (© Julia Cimafiejeva)

Alhierd Bacharevic (© Julia Cimafiejeva)

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Theater- und Filmschauspieler und Synchronsprecher Tom Wlaschiha (© Sercan Sevindik)

Theater- und Filmschauspieler und Synchronsprecher Tom Wlaschiha (© Sercan Sevindik)

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András Visky (© Gábor Kiss)

András Visky (© Gábor Kiss)

Am 12. Januar 2026 ist der preisgekrönte belarussische Schriftsteller Alhierd Bacharevič zu Gast in Dresden. Zum Auftakt der Literaturreihe Stimmen aus Osteuropa: Gehen oder Bleiben? von SLUB Dresden, Städtischen Bibliotheken Dresden und Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen liest er um 19:30 Uhr im Konzertsaal des Kulturpalastes aus seinem Roman Europas Hunde, für den er 2025 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung erhielt. Thomas Weiler, der den Roman ins Deutsche übersetzt hat, führt durch Lesung und Gespräch. Lesen wird der u.a. aus Game of Thrones bekannte Theater- und Filmschauspieler Tom Wlaschiha. In Kooperation mit der Dresdner Philharmonie wird der Abend musikalisch umrahmt: Die belarussische Organistin und Komponistin Olga Podgaiskaya hat ihre Kompositionen exklusiv dafür ausgewählt. Karten sind unter dresdnerphilharmonie.de oder im Kulturpalast erhältlich. Nutzende der Dresdner Bibliotheken erhalten vergünstigte Tickets (14 €, ermäßigt 5 €). Die Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung von Dresdner Philharmonie, SLUB und Städtischen Bibliotheken sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen.

Stimmen aus Osteuropa: Gehen oder Bleiben? ist bereits die vierte gemeinsame Literaturreihe der Dresdner Bibliotheken und der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen. Seit 2022, den Anstoß gab damals der Ausbruch des Krieges in der Ukraine, kommen jährlich international renommierte Autor:innen zu einem bestimmten Thema zu Wort und ermöglichen so einen literarischen Blick auf Geschichte und Weltpolitik. An vier Abenden geht die Literaturreihe im Januar und Februar 2026 der zentralen Frage nach: Gehen oder Bleiben? Dabei lässt sie osteuropäische Schriftsteller:innen, die sich in ihren Werken mit dem Thema auseinandersetzen, in Lesung und Gespräch zu Wort kommen. Den Auftakt macht der belarussische Autor Alhierd Bacharevič, der in Berlin im Exil lebt. Außerdem zu Gast sind die Schriftstellerinnen Tanja Miljanović, geboren im ehemaligen Jugoslawien, heute in der Schweiz zuhause, und die in Berlin lebende Katerina Poladjan, die aus der ehemaligen Sowjetunion stammt, sowie der ungarisch-rumänische Autor und Regisseur András Visky.

Am 22. Januar 2026 ist Tanja Miljanović zu Gast im Klemperer-Saal der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden. Im Gespräch mit Ellen Schweda stellt sie ihren Debütroman Wenn wir wieder Menschen sind vor. Darin verknüpft sie kindliches Erleben mit gegenwärtigen Reflexionen zum Jugoslawienkrieg und findet dort, wo Unsagbares geschieht, eigene Formen der literarischen Darstellung. Lesung und Gespräch beginnen um 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter www.slubdd.de/miljanovic wird gebeten.

Eine Familiengeschichte quer über den europäischen Kontinent steht am 29. Januar 2026 im Mittelpunkt. Dann liest Katerina Poladjan zu Gast im Klemperer-Saal der SLUB aus ihrem Roman Goldstrand. Darin fügt die Autorin Splitter des alten Europas zu einem heiter-melancholischen Bild der Gegenwart. Ausgehend von Bulgarien erzählt die Familiengeschichte von Aufbrüchen und Enttäuschungen, vom Hin- und Hergerissensein zwischen Welten und zeigt, wie Verlusterfahrungen über Generationen hinweg wirken. Die Moderation des Abends übernimmt ebenfalls Ellen Schweda. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter www.slubdd.de/poladjan wird gebeten.

Zum Abschluss der Reihe am 5. Februar 2026 ist András Visky mit seinem Debütroman Die Aussiedlung im Veranstaltungsraum der Zentralbibliothek im Kulturpalast zu erleben. Der ungarisch-rumänische Dramatiker und Regisseur erzählt autofiktional die Lebens- und Leidensgeschichte eines ungarisch-stämmigen Pastorenehepaars mit ihren sieben Kindern, die im Rahmen der antireligiösen Verfolgung des kommunistischen Regimes im Rumänien der 1950er Jahre verleumdet und verhaftet wurden. Die Lesung der deutschen Textpassagen übernimmt der Dresdner Schauspieler Ahmad Mesgarha. Ab 19:30 Uhr spricht Visky mit seiner Übersetzerin Timea Tankó über seinen Roman. Auch hier ist der Eintritt frei, eine Anmeldung unter www.slubdd.de/visky möglich.

Die Veranstaltungen der Reihe Stimmen aus Osteuropa: Gehen oder Bleiben? im Überblick

  • 12.1.2026, 19:30 Uhr, Konzertsaal im Kulturpalast: Alhierd Bacharevič – Belarus - Literatur und Musik zwischen Satire und Dystopie zu Europas Hunde
  • 22.1.2026, 18:30 Uhr, SLUB Klemperer-Saal: Tanja Miljanović – Wenn wir wieder Menschen sind
  • 29.1.2026, 18:30 Uhr, SLUB Klemperer-Saal: Katerina Poladjan – Goldstrand
  • 5.2.2026, 19:30 Uhr, Zentralbibliothek im Kulturpalast, Veranstaltungsraum 1. OG: András Visky – Die Aussiedlung

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