Kultusminister Clemens reist mit KMK-Delegation nach Israel
26.01.2026, 08:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Kultusminister Conrad Clemens reist vom 31. Januar bis 3. Februar als Teil einer Delegation der Kultusministerkonferenz (KMK) nach Israel. Ziel der Reise ist der fachliche Austausch zu bildungspolitischen Herausforderungen in Zeiten von Künstlicher Intelligenz. Israel gilt auf den Feldern der Digitalisierung und des technischen Fortschritts als Vorreiter.
In Jerusalem trifft die Delegation den israelischen Bildungsminister Yoav Kisch und wird dabei Fragen der Systemresilienz von Bildungseinrichtungen, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie Strategien im Umgang mit Fake News und Desinformationen im Internet besprechen. Der Austausch soll Impulse für die Weiterentwicklung von Bildungssystemen in einer zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt liefern. Zudem nehmen die Kultusministerinnen und Kultusminister am »AI Summit« teil. Unter dem Titel »Personalisation in Education for the AI Era« diskutieren internationale Expertinnen und Experten über Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz. Kultusminister Clemens beteiligt sich an einem Roundtable mit dem Beitrag »Saxony as a center of education in 2030: Focus on personalized learning – supported by AI«.
Darüber hinaus besucht die Delegation das Museum zur Geschichte des Holocausts und tritt in den Austausch mit Expertinnen und Experten der »Internationalen Schule für Holocauststudien« von Yad Vashem, die sich seit 1993 mit der Entwicklung qualitativ hochwertiger Holocaust-Bildung für vielfältige Zielgruppen aus Israel und der ganzen Welt befasst und neben Lehrkräftebildung pädagogische und didaktische Werkzeuge für Lehrkräfte entwickelt.
Kultusminister Conrad Clemens: »In Zeiten, in denen Antisemitismus, Fremdenhass und Intoleranz wieder zunehmen, ist es besonders wichtig, die Verantwortung von Bildung im Kampf gegen Judenhass hervorzuheben. Mit Künstlicher Intelligenz lassen sich in Windeseile falsche Informationen und Deepfakes erzeugen, die Hass im Netz schüren. Umso wichtiger ist es, dass unsere Schulen ihre Schülerinnen und Schüler befähigen, kritisch mit digitalen Inhalten umzugehen. Bildung muss dabei sowohl historische Verantwortung vermitteln, als auch digitale Medienkompetenz stärken. In diesem Bereich leistet Yad Vashem seit Jahrzehnten herausragende und wichtige Arbeit.«
Seit 2008 existiert zwischen dem Freistaat Sachsen und der Internationalen Schule für Holocaust-Studien eine Kooperationsvereinbarung mit einem besonderen Fokus auf die Lehrkräfteausbildung.