Agra-Brücke Markkleeberg: Bauarbeiten an Stützkonstruktion erreichen wichtigen Meilenstein
04.02.2026, 09:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Seit 2. Februar 2026 wird an einem wichtigen Schritt zur Sicherung der Agra-Brücke in Markkleeberg gearbeitet. Nachdem bereits rund 85 Prozent der erforderlichen Gründungsarbeiten abgeschlossen wurden, werden nun die zusätzlichen Schwerlaststützen unter dem östlichen Brückenteil aufgebaut. Die Montage der Hilfsstützen soll bis Anfang März 2026 abgeschlossen sein. Nach der vollständigen Montage wird die Brücke gleichmäßig und schrittweise unterspannt. Damit erfolgt der entscheidende Schritt zur Sicherung und Erhaltung der Verkehrssicherheit.
Die Gründungsarbeiten wurden innerhalb von nur 20 Arbeitstagen weitgehend fertiggestellt. Dabei wurden etwa 2.400 Kubikmeter Boden bewegt und etwa 1.900 Kubikmeter Magerbeton als Gründungspolster und Bodenaustausch eingebaut. Dies entsprach rund 110 LKW-Ladungen Material, die zur Stabilisierung des Baugrunds beitragen. Insgesamt werden 408 Schwerlaststützen mit einer jeweiligen Tragfähigkeit von 19 Tonnen verbaut. Die Brücke besteht aus 17 Brückenfeldern. In jedes Feld kommen zwei Unterstützungssysteme, jeweils ausgestattet mit 12 Stützen. Sollte weiterer Spannstahl ausfallen, können die Stützen gemeinsam bis zu 7.800 Tonnen Last sicher abtragen – auch unter laufendem Verkehr.
Das Stützenmaterial wird aktuell aus verschiedenen Teilen Europas zusammengeführt und mit rund 20 Sattelzügen an die Baustelle geliefert. Die gesamte Transportlast beträgt rund 200 Tonnen. Nach dem zügigen Abschluss der Gründung sollen auch die Stützen selbst innerhalb von 20 Arbeitstagen montiert werden. Der Baufortschritt und die nachträgliche Überwachung wird kontinuierlich durch ein Monitoring begleitet: Setzungsvermessungen und die Kontrolle der Unterpresskraft der einzelnen Stützen gewährleisten die Sicherheit und Stabilität des Bauwerks zu jeder Zeit.
Die Gesamtkosten für alle notwendigen Maßnahmen – von der Kampfmittelsondierung über Erdaushub und Betongründung bis hin zur Stützenmontage und Überwachung – belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro.
Während der gesamten Bauzeit bleibt eine fußläufige Querung unter der Brücke als wichtige Verbindung für Anwohner und Parkbesucher durchgehend erhalten. Die Tonnagebegrenzung von 3,5 Tonnen bleibt unverändert und ist entscheidend für die Sicherheit des Bauwerks. Alle Verkehrsteilnehmer werden weiterhin um besondere Rücksichtnahme und Verständnis für die laufenden Arbeiten an der Brücke gebeten.