Gesundheitsministerin Köpping hält Fachregierungserklärung im Sächsischen Landtag: »Für Sachsen. Gesundheit gemeinsam gestalten: bedarfsgerecht, effizient, finanzierbar.«

04.02.2026, 10:59 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Unter dem Titel »Für Sachsen. Gesundheit gemeinsam gestalten: bedarfsgerecht, effizient, finanzierbar.« hat Gesundheitsministerin Petra Köpping in ihrer heutigen Fachregierungserklärung im Sächsischen Landtag die wichtigsten Meilensteine der sächsischen Gesundheitspolitik skizziert und die künftigen Herausforderungen vorgestellt. Einige Auszüge:

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Ich möchte Ihren Blick nach vorn richten: in das Jahr 2040. 14 Jahre von heute an. Gut 3,7 Millionen Menschen werden dann in Sachsen leben.
Diese 3,7 Millionen Menschen sollen weiterhin ein gutes Leben in Sachsen führen. Dafür handeln wir heute – in einer Zeit mit vielen Umbrüchen und Herausforderungen – damit in 14 Jahren alle Menschen in Sachsen weiter gut medizinisch und pflegerisch versorgt sind. Und wir handeln nicht erst heute – sondern schon seit gestern dafür – dass wir in Zukunft weiter eine sehr gute Gesundheitsversorgung haben werden. Sie wird anders aussehen, aber auf die Zeit und die Bedürfnisse der Menschen passen. Diesen Prozess gestalten wir gemeinsam. Ich bin dankbar für die hervorragende Zusammenarbeit mit der ganzen Breite unserer gesundheitspolitischen Akteure in Sachsen.
Damit unsere Krankenhäuser künftig gut aufgestellt sind, müssen wir investieren. Das werden wir! Über den Sachsenfonds – und die Mittel des Bundes – haben wir bis 2030 die Aussicht, bis zu einer Milliarde Euro in unsere sächsischen Krankenhäuser zu investieren. So können sie den nötigen Strukturwandel meistern.«

Staatsministerin Köpping verwies in ihrer Fachregierungserklärung auch auf die deutlich gestiegene Zahl der Ärztinnen und Ärzte in Sachsen. »Dennoch müssen wir weiter mit unbesetzten Arztsitzen umgehen. Doch die gute Nachricht ist: Unsere langfristigen Maßnahmen beginnen zu wirken. Ein wichtiger Teil unserer Maßnahmen, um dem Ärztemangel im ambulanten Bereich zu begegnen, konzentriert sich auf die Ausbildung neuer Ärztinnen und Ärzte. Neben deutlich mehr Studienplätzen wurden vor vielen Jahren Studienprogramme gestartet, um mehr Ärztinnen und Ärzte für die ländlichen Regionen zu gewinnen. Letztes Jahr sind die ersten Ärztinnen und Ärzte in ihren Praxen angekommen. Und das ist erst der Anfang. Aktuell sind in den Studienprogrammen 435 junge Menschen gebunden. In den nächsten Jahren kommen dann jährlich 10 bis 30 weitere Hausärztinnen und Hausärzte in den ländlichen Regionen an.«

Gesundheitsministerin Köpping unterstrich auch die Bedeutung der Pflege, ohne die es keine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung gebe. Auch wenn die Zahl der Pflegekräfte gestiegen ist, werden mehrere Tausend zusätzliche Pflegekräfte in den kommenden Jahren benötigt. »Die positiven Nachrichten sind, dass im Ausbildungsjahr 2025/26 mit 3.934 Auszubildenden über 500 junge Menschen mehr als im Jahr davor und 750 mehr als zwei Jahre zuvor eine Ausbildung begonnen haben. Der Pflegeberuf bietet mittlerweile viel.«

2026 stehen im Bund große Aufgaben in allen relevanten Bereichen der Sozialversicherung an: Rente, Grundsicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Sozialstaat. »2025 endete bei den Bemühungen zur Pflegereform zu mutlos«, so Staatsministerin Köpping. Sie erneuerte ihre Forderung nach einer Begrenzung der Eigenanteile in der Pflege. »Das heißt: der Versicherte bezahlt bis zu einem festen Betrag. Der darüber hinaus gehende Teil wird dann von der Versicherung übernommen.«

»Auf die Apothekenreform setzen wir ebenfalls große Hoffnungen. Denn die Maßnahmen, die wir als Land ergreifen können, werden nicht ausreichend wirken. Wichtig ist mir, dass die Apotheke vor Ort bleibt.«

Staatsministerin Köpping: »2026 braucht es den Mut zu Entscheidungen und Reformen. Damit der Sozialstaat auch für zukünftige Generationen funktioniert unterstützt und das Vertrauen in unseren starken Sozialstaat und unser starkes Gesundheitssystem bleibt und teilweise sicher auch wiedergewonnen wird. Unsere Sicherungssysteme basieren auf Solidarität, auf Zusammenhalt. Wer jeden Tag arbeitet und einzahlt, verdient es, dass wir ernsthafte, realistische und gerechte Lösungen vorlegen und umsetzen. Die gerade vorgelegten Vorschläge der Sozialstaats-Kommission sind ein erster Schritt. Jetzt wird es darauf ankommen, dass wir gemeinsam zügig in die Umsetzung kommen. «

Hinweis: Das vollständige Redemanuskript finden Sie in der Anlage dieser Pressemitteilung. Es gilt das gesprochene Wort.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
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