14. KommunalDialog zu Herausforderungen und Erfolgsbedingungen der Energiewende

17.04.2026, 13:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Staatsministerin Köpping: »Konflikte vor Ort konstruktiv begleiten, Beteiligung stärken, gemeinsame tragfähige Lösungen entwickeln«

Am 14. KommunalDialog des Demokratiezentrums im Sozialministerium haben heute in Wilsdruff über 100 Abgeordnete, Beigeordnete sowie (Ober)Bürgermeisterinnen und (Ober)Bürgermeister teilgenommen und sich über die Herausforderungen und Erfolgsbedingungen der Energiewende in Sachsen ausgetauscht.

Die Anforderungen an sächsische Kommunen im Zuge der Energiewende nehmen spürbar zu. Der Ausbau erneuerbarer Energien, die kommunale Wärmeplanung sowie notwendige Infrastrukturmaßnahmen führen vielerorts zu intensiven Debatten und Konflikten. Radikalisierte Einzelpersonen und Gruppierungen engagieren sich im Natur- und Umweltschutz und auch gegen den Ausbau erneuerbarer Energien. Rechtsextreme Akteure versuchen zunehmend, lokale Proteste gegen Windkraftanlagen zu nutzen, um unter dem Deckmantel des Naturschutzes, völkische Ideologien zu verbreiten.

Demokratieministerin Petra Köpping: »Kommunen sind die Basis unserer Demokratie und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von zentraler Bedeutung. Gerade im Kontext der Energiewende zeigt sich, wie wichtig es ist, Konflikte vor Ort konstruktiv zu begleiten, Beteiligung zu stärken und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.«

Gleichzeitig eröffnet die Energiewende auch neue Gestaltungsspielräume für mehr Bürgerbeteiligung, regionale Wertschöpfung und demokratische Aushandlungsprozesse vor Ort. Um diese Potenziale gezielt zu nutzen und Konflikten frühzeitig zu begegnen, sind Austausch, Praxiswissen und kollegiale Vernetzung, wie sie der KommunalDialog heute ermöglichte, von zentraler Bedeutung.

Hintergrund
Der KommunalDialog ist eine Veranstaltung des Demokratiezentrums im Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bei der Veranstaltungsreihe 'KommunalDialog' berichten kommunale Verantwortungstragende aus Städten und Gemeinden aus ganz Sachsen von aktuellen Situationen vor Ort und ihren ganz persönlichen Erfahrungen. Die Teilnehmenden diskutieren Handlungsoptionen und tauschen sich über Spielräume von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Umgang mit demokratiegefährdenden Phänomenen aus.

Hinweis
Das Demokratiezentrum Sachsen wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert. Die Maßnahme wird zudem mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag verabschiedeten Haushaltes.


Weiterführende Links

Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
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