Neuer Radweg zwischen Gersdorf und Kamenz – Landesdirektion genehmigt Vorhaben
17.04.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat mit einem Planfeststellungsbeschluss den Ausbau der Staatsstraße S 95 einschließlich eines Geh- und Radweges zwischen dem Viadukt Gersdorf und dem Orteingang Kamenz im Landkreis Bautzen genehmigt. Bauherrin des Vorhabens ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Bautzen.
»Auf rund viereinhalb Kilometern wird die Strecke zwischen Gersdorf und Kamenz ausgebaut. Dabei soll ein durchgehender Radweg entstehen, der den Radverkehr künftig vom motorisierten Verkehr trennt.« erklärt Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen. »Ziel ist es, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Wir schließen damit eine weitere Lücke im Sächsischen Radwegenetz. Die Verbindung ist Teil des Radfernweges »Sächsische Städteroute« ergänzt der Präsident.
Die Strecke wird auf rund viereinhalb Kilometern ausgebaut. Fahrbahn, Einmündungen und die Bushaltestelle »Gelenau, Gasthaus« werden neu geordnet und übersichtlicher gestaltet. Das Bauvorhaben liegt vollständig im Landschaftsschutzgebiet. Die Planfeststellungsunterlagen sehen Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft vor. Dazu gehören zum Beispiel der Schutz von Gewässern, Amphibien und Grünflächen.
Entlang des Radweges werden unter anderem 30 Bäume, zwei Feldhecken und zwei Gebüsche gepflanzt. Im Bereich des Bahnübergangs vor dem Ortseingang Gelenau werden Maßnahmen zum Schutz von Amphibien umgesetzt. Dazu gehören zwei Durchlässe unter der S 95 sowie eine Schutzanlage während der Bauzeit.
Der Planfeststellungsbeschluss wird den Einwendern, die sich am Verfahren beteiligt haben, zugestellt. Die Unterlagen werden in den Gemeinden Kamenz, Haselbachtal und Oßling ausgelegt. Ort und Zeit der Auslegung werden ortsüblich bekannt gegeben.