Strukturänderungen im Bereich des SMWA stehen an:

29.04.2026, 14:34 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Wirtschaftsminister Panter: »Wir werden schlagkräftiger, direkter und effizienter«

Die Klausur des sächsischen Kabinetts hat Strukturentscheidungen getroffen, welche auch die künftige Arbeit im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz beeinflussen werden. Besonders betroffen sind vor allem die Digitalagentur Sachsen (DiAS), das Zentrum für Fachkräftesicherung und gute Arbeit (ZEFAS) in Chemnitz, die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS), die Sächsische Energieagentur (SAENA), das Startup-Netzwerk FutureSAX und das Oberbergamt (OBA) in Freiberg.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter: »Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meines Ministeriums und unserer nachgeordneten Behörden für ihren hohen Einsatz und ihre hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren. Die Herausforderungen der kommenden Jahre erfordern, dass wir uns als Ministerium insgesamt schlagkräftiger, direkter und effizienter aufstellen. In den kommenden Monaten werden wir die nun im Kabinett getroffenen Grundsatzentscheidungen gemeinsam mit den Beschäftigten umsetzen und den Prozess zur Umsetzung starten. Als Staatsregierung haben wir uns auf eine gemeinsame Modernisierungsagenda für die staatliche Verwaltung verständigt, wofür ich auch meinen Kabinettskollegen danke.«

DiAS: »Die Digitalagentur Sachsen hat in den vergangenen Jahren das Thema Digitalisierung und Breitbandausbau im Freistaat Sachsen erfolgreich vorangetrieben. Die Notwendigkeit, dass die DiAS als eigenständige Behörde erhalten bleibt, ist nun aus Effizienzgründen allerdings nicht mehr gegeben«, so Panter. Daher werden die Beschäftigten in die Referate das SMWA integriert und dort ihre erfolgreiche Arbeit – etwa beim Breitbandausbau - fortführen. »Gerade die Themen Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit werden uns in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen stellen, so dass eine Bündelung der Kompetenzen eine größere Effizienz und Geschwindigkeit ergeben werden.«

ZEFAS: »Die Kolleginnen und Kollegen des Zentrums für Fachkräftesicherung und gute Arbeit in Chemnitz haben das Thema Fachkräftesicherung und -anwerbung auf die Tagesordnung der sächsischen Unternehmen gesetzt und diesen beratend zur Seite gestanden«, sagt Minister Panter. Nun ist es Zeit für eine strategische Neuaufstellung. Teile der Aufgaben werden zurück ins SMWA gezogen, um sie gebündelt aus dem Ministerium heraus zu bearbeiten. Die Aufgaben für die gezielte ausländische Fachkräftezuwanderung, welche auf Grund des demographischen Wandels und des Rückgangs des Arbeits- und Fachkräftepotentials in Sachsen immer bedeutsamer werden, verbleiben in Chemnitz und werden dort als Außenstelle (Referat) des SMWA fortgeführt.

OBA– Das traditionsreiche Oberbergamt mit seinen hervorragenden Fachexperten in Freiberg wird künftig neu ausgerichtet und mit Teilen der Landesgeologie zusammengeführt und damit zu einer Behörde für Geomontan-Wesen im Freistaat Sachsen aufgewertet. Panter: »In der aktuellen weltpolitischen Lage stellen auch sächsische Unternehmen zunehmend fest, dass es nicht mehr selbstverständlich ist, dass sie ausreichend Rohstoffe aus aller Welt beziehen können. Eigene, sächsische Rohstoffe werden daher in Zukunft immer wichtiger – neuer aktiver Bergbau in Sachsen wird ein bedeutender Wirtschaftszweig werden. Damit leistet Sachsen nicht nur einen Beitrag für die Rohstoffversorgung in Deutschland, sondern stärkt auch die europäische Souveränität.« Um aktiven Bergbau effizienter und schneller betreiben zu können, wird das OBA neu ausgerichtet: Künftig wird das Oberbergamt als Genehmigungs- und integrierte Fachbehörde tätig sein und als neue Bündelungs-Behörde von der Kartierung von Rohstoffen, über Genehmigungsverfahren, bis hin zur Überwachung von Bergbau zuständig sein.

Zukunftsagentur: »Drei erfolgreiche Unternehmen des Freistaates werden zu einer schlagkräftigen, kompetenten Einheit, welche die relevanten Themen der Zukunft bearbeiten wird. Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) ist bislang nicht nur das Aushängeschild des Freistaates im Ausland und auf Messen, sondern auch erster Ansprechpartner für Unternehmen, Investoren und Wirtschaftsverbände«, so Minister Panter. Künftig wird die WFS als »Zukunftsagentur« des Freistaates um die kompetenten Beschäftigten und Aufgaben der Sächsische Energieagentur SAENA und des Startup-Netzwerks FutureSAX ergänzt. Um Unternehmen aus erster Hand noch besser und gebündelt beraten und unterstützen zu können, werden schlankere Strukturen und Synergien geschaffen sowie das Aufgabenportfolio effizienter gestaltet.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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