1.100 Jahre Sachsen. Feinkonzept der 5. Sächsischen Landesausstellung steht fest

05.05.2026, 12:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Großes Mitmach-Projekt »Zeig dein Sachsen« startet 2026. Feinkonzept und Logo der Landesausstellung wurden heute auf der Albrechtsburg Meissen vorgestellt

Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch hat heute (5. Mai 2026) auf der Albrechtsburg Meissen gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, dem Geschäftsführer der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG) Christian Striefler und dem Oberbürgermeister der Stadt Meißen Markus Renner das Feinkonzept der 5. Sächsischen Landesausstellung im Jahr 2029 vorgestellt. Mit der Landesausstellung verknüpft ist ein Beteiligungsprozess von 2026 bis 2029. Dieser wird die Menschen einladen, sich einzubringen und eigene Ideen zu entwickeln.

Die Landesausstellung auf der Albrechtsburg Meissen wird 1.100 Jahre sächsische Geschichte betrachten. Sie wird das Lebensgefühl der Sachsen aufgreifen und sächsische Identität und Zugehörigkeit aufnehmen. Die grundlegende Frage der Ausstellung lautet »Was ist eigentlich sächsisch?« Sie untersucht, wie sich Sachsen im Laufe der Zeit verändert hat und welche kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Einflüsse das Land geprägt haben. Dabei werden verschiedene Epochen – vom Mittelalter über die Barockzeit und die Industrialisierung bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus, der DDR und der Gegenwart – thematisch miteinander verbunden.

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch betont: »Heute ist ein besonderer Moment, denn wir treten in eine neue Phase der 5. Sächsischen Landesausstellung 2029 ein. Aus einer Idee wird nun ein konkretes, lebendiges Projekt, das uns in den kommenden Jahren begleiten wird und das Potenzial hat, weit über Sachsen hinaus zu wirken. Wir sprechen über 1.100 Jahre sächsische Geschichte, über 1.100 Jahre Leben, Wandel, Identität – und darüber, was uns Sachsen im Innersten zusammenhält. Der Ort dafür könnte kaum symbolträchtiger sein: die Albrechtsburg in Meißen. Hier, wo sächsische Geschichte ihren Anfang nahm, wollen wir 2029 gleichzeitig nach vorn schauen. Geschichte wird nicht von historischen Persönlichkeiten gemacht, sondern von den Menschen, die mit ihren ganz persönlichen Geschichten unser Land prägen. Daher ist es uns wichtig, dass die Sachsen am Mitmach-Projekt im Vorfeld der Landesausstellung mitwirken.«

Der Prozess zur Einbindung der Sachsen beginnt schon in diesem Jahr. Auf den Social-Media-Kanälen, bei Veranstaltungen, bei Ausstellungen und Projekten unterschiedlicher Art im ganzen Land können sich die Sachsen mit ihrer Geschichte einbringen. So wird bis 2029 eine große Sachsen-Erzählung entwickelt. Es entsteht eine Heimat-Erzählung, in der die Menschen mit ihren Erinnerungen, Wünschen, Träumen und Ideen selbst zu Wort kommen. Die entstehenden Inhalte, Geschichten, Porträts, Filme etc. können Teil des Festjahres in Meißen werden und sich in verschiedenen Formen rund um die Ausstellung wiederfinden.

Bereits in diesem Jahr startet zudem im Rahmen von »So geht sächsisch« auch das Beteiligungsprojekt »Zeig Dein Sachsen«, das zur Landesausstellung hinführen wird. Ein weiteres Teilprojekt ist »Mein Sachsenbild«. Hier wird ein interaktives, digitales Spiel entwickelt, mit dem vor allem junge Generationen für das Ausstellungsthema angesprochen werden.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: »Die Landesausstellung 2029 ist mehr als ein kultureller Höhepunkt und Großprojekt – sie ist vor allem ein Angebot zum Mitmachen. Wir wollen die Menschen im ganzen Land einladen, ihre Sicht auf Sachsen einzubringen und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen, was uns verbindet. Gerade in dieser besonderen Zeit brauchen wir Orte, die Orientierung geben und unterschiedliche Perspektiven zusammenführen. Die Landesausstellung kann genau solch ein Ort sein. Zugleich ist sie eine große Chance, Sachsen als vielfältigen und innovativen Lebensraum noch stärker sichtbar zu machen – nach innen wie nach außen.«

Die Landesausstellung betrachtet Sachsen nicht nur als historisches Territorium, sondern als vielschichtigen Lebensraum, der durch Innovation, kulturelle Vielfalt, religiöse Entwicklungen, politische Umbrüche und internationale Beziehungen geprägt wurde.

Der Oberbürgermeister der Stadt Meißen Markus Renner sagt: »Als Gastgeberin für die Landesausstellung, die gleichzeitig mit unserem Festjahr »1100 Jahre Meißen« stattfinden wird, rückt unsere Stadt, die Wiege Sachsens, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Ich freue mich über die einzigartige Gelegenheit, Geschichte und Zukunft Sachsens hier erlebbar werden zu lassen und gemeinsam mit vielen Akteuren auf dieses Ereignis hinzuwirken.«

Der Geschäftsführer der SBG gGmbH Christian Striefler blickt voraus: "Wir starten nun in die Phase der Ausstellungsgestaltung. Dabei fokussieren wir uns auf Bildung und Vermittlung und beziehen die Perspektive unserer Gäste ein. Seit Jahresbeginn arbeitet und recherchiert unser kuratorisches Team zu insgesamt 30 Sachsenspuren. Zu diesen für Sachsen prägenden Themen suchen wir nun Protagonisten, um akteurszentriert zu vermitteln. Bei der großen geschichtlichen und kulturellen Vielfalt in unserem Bundesland gibt die Ausstellung anregende, überraschende und bewegende Botschaften."

Für den Ausstellungsrundgang wurden sechs Kategorien mit den Themen Macht, Raum, Begegnung, Glaube, Kultur und Innovation ausgewählt, die sich aus den großen Wand-gemälden der Albrechtsburg ableiten.

Der Bereich »Macht« behandelt die Politikgeschichte aus verschiedenen Perspektiven, beim »Raum« werden die sächsischen Landschaften und ihre Nutzung betrachtet, beim Thema »Begegnung« steht Sachsen als Ort eines interkulturellen Austauschs im Mittelpunkt. Beim »Glauben« blickt die Ausstellung auf die religiösen Implikationen und volksmythologische Inhalte. Die Kategorie »Kultur« beinhaltet die vielfältigen Aspekte von (Volks-) Kunst, Musik, Dialekt, Literatur, Sport und Kulinarik. Das Thema »Innovation« hat das Reformwesen, die Industriekultur, Bildung und Wissenschaft zum Gegenstand. Zu jeder Kategorie wurden als kuratorisches Prinzip nach Abstimmung mit dem wissenschaftlichen Beirat je fünf Sachsenspuren ausgewählt, die die Ausstellung strukturieren und zentrale Entwicklungslinien der sächsischen Geschichte für das Publikum nachvollziehbar machen. Die Sachsenspuren sind Leitmotive wie prägende Ereignisse, Orte, Objekte oder Persönlichkeiten.


Kontakt

Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus

Pressesprecher Jörg Förster
Telefon: +49 351 564 60620
E-Mail: presse.kt@smwk.sachsen.de
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