Ergänzung zum Einsatz in der Leipziger Innenstadt
05.05.2026, 14:46 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Leipzig und der Polizeidirektion Leipzig Nr. 155|26
Verantwortlich: Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz und Polizeioberkommissarin Susanne Lübcke
Ergänzend zu den Medieninformationen Nr. 150|26 bis 153|26 können die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig Folgendes in Bezug auf die Verletzten und den 33-jährigen Beschuldigten mitteilen:
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden zwei Personen (63|weiblich, 77|männlich) getötet sowie sechs weitere Personen im Alter von 21 bis 87 Jahren verletzt. Darunter befinden sich zwei Schwerverletzte, ein Mann im Alter von 75 Jahren und eine Frau im Alter von 84 Jahren. Außerdem mussten mehr als 80 Personen aufgrund der Eindrücke des Erlebten betreut werden.
Der Tatverdächtige ist im Jahr 2026 bereits polizeilich wegen Bedrohung sowie ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld in Erscheinung getreten. Diese Vorgänge befinden sich noch in der polizeilichen Bearbeitung. In diesem Zusammenhang kam es auch am 17. April zu einem Polizeieinsatz aufgrund eines Anrufes des 33-Jährigen, in dessen Folge dieser aufgrund seines psychischen Zustandes und mit seiner Zustimmung in einem Fachkrankenhaus aufgenommen und dort bis zum 29. April 2026 behandelt wurde. Das Bundeszentralregister weist für den Beschuldigten keine Eintragungen auf. Sonstige Ermittlungs- und Strafverfahren sind gegen den Beschuldigten bei der Staatsanwaltschaft derzeit nicht anhängig.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig sowie der Polizeidirektion Leipzig gegen den Beschuldigten wegen des Tatvorwurfs des zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs dauern weiterhin an. Dieser war am gestrigen Tag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen worden. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft am heutigen Tag über die Fortdauer der Freiheitsentziehung gegen den Beschuldigten entscheiden. Auskünfte zu Einzelheiten sind insoweit derzeit nicht möglich und werden nachberichtet.
Die mutmaßlichen Hintergründe der Tat sind weiter Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise für ein politisches oder religiöses Tatmotiv. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Tatort dauern an. Die betroffenen Bereiche bleiben weiterhin gesperrt. Es wird davon ausgegangen, dass die polizeilichen Maßnahmen am Tatort am heutigen Tag beendet werden und die Absperrungen aufgehoben werden können.
Die eingerichteten Hinweisstellen sind weiterhin erreichbar:
Hinweistelefon: 0341 966 46666
Hinweisportal: sn.hinweisportal.de
Die Ermittlungsbehörden werden zeitnah über den Fortgang der Ermittlungen informieren. Weitere Auskünfte sind derzeit nicht möglich.