Bund wählt Dresden für Pilotprojekt »Schneller Gründen« aus

22.05.2026, 10:24 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Zukunftspaket I: Vorhaben »Gründen in 24 Stunden« wird konkreter | Wirtschaftsminister Panter: »Innovation darf keine Zeit verlieren!«

Der Bund und der Freistaat Sachsen treiben einen vollständig digitalen Gründungsprozess in 24 Stunden voran. Verbindliche Standards und harmonisierte Genehmigungsverfahren sollen Gründungen, die derzeit im Durchschnitt vier bis acht Wochen dauern, beschleunigen. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat jetzt die Teilnehmer des Pilotprojekts »Schneller Gründen«, das im Sommer 2026 starten soll, bekanntgegeben. Aus Sachsen wurden die Stadt Dresden ausgewählt.

Bund und Länder hatten im Dezember 2025 die »Förderale Modernisierungsagenda« gestartet. Sie zielt auf weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen ab – auch beim Gründen. Das Sächsische Kabinett hat das Wirtschaftsministerium (SMWA) am 3. März 2026 beauftragt, die digitale Beschleunigung der Unternehmensgründung für den Freistaat federführend zu begleiten. Deshalb hat Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter die Umsetzung des Vorhabens »Gründen in 24 Stunden« zum Bestandteil seines »Zukunftspakets I« für Wirtschaft und Arbeit in Sachsen gemacht. Es wurde am 30. März 2026 vorgestellt.

Dirk Panter betont: »Idee heute, Gründung morgen: Das ist unser Ziel. Wir digitalisieren den Start in die Selbstständigkeit, damit Innovation keine Zeit verliert. Gründerinnen und Gründer bringen den Mut auf, eine Idee in die Tat umzusetzen, ein Risiko einzugehen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. So denken sie die Zukunft Sachsens neu. Der Staat darf sie nicht ausbremsen. Durch Online-Anträge können GründerInnen gute Ideen in Rekordzeit in echte Unternehmen verwandeln– einfach und schnell.«

Finanzminister Christian Piwarz sagt: »Für die Steuerverwaltung ist die Digitalisierung von Prozessen seit langem ein wichtiges Vorhaben, indem bereits beachtliche Erfolge erzielt werden konnten. ,Echte‘ Digitalisierung kann aber nur dann gelingen, wenn sie behördenübergreifend gedacht wird. Die Dresdner Finanzämter werden deshalb das Pilotprojekt ,Schneller Gründen‘ selbstverständlich unterstützen.«

Dresdens Beigeordneter für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit Jan Pratzka ergänzt: »Wir freuen uns sehr, dass Dresden als Pilotstadt ausgewählt wurde. Das zeigt einmal mehr: Wir sind mit unserer Digitalisierungsstrategie auf dem richtigen Weg. Gemeinsam mit dem Freistaat wollen wir Bürokratie abbauen, Dienste für Unternehmensgründungen aus einer Hand anbieten und so den Gründungsprozess vereinfachen und beschleunigen.«

Mit dem Pilotprojekt möchten Bund, Länder und Kommunen bürokratische Hürden im Gründungsprozess aus dem Weg räumen. Die gemeinsame Anzeige des Gründungsvorhabens für Gewerbe- und Finanzamt steht im Mittelpunkt. Die nutzerfreundliche Gestaltung des Online-Kombi-Antrags für Einzelunternehmen macht Nachfragen überflüssig und beschleunigt die Bearbeitung. Das Verfahren deckt damit mehr als 80 Prozent der Neugründungen ab. Allein Gewerbeanzeigen wurden 2025 in Sachsen fast 29.000-mal gestellt. Ausschlaggebend für die Auswahl der Teilnehmer am Pilotprojekt waren Fallzahlen, technische Voraussetzungen, Innovationskultur und politische Unterstützung.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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