Von der Elbe an die Moldau: Digitale Zwillinge aus Sachsen und Hamburg zu Gast in Prag

03.06.2026, 10:18 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Premiere für Czech-German Geospatial Meeting

Entlang von Elbe und Moldau zeigt sich, wie Geoinformationen und digitale Zwillinge Nachbarschaft neu denken: vernetzter und schneller. Das Czech-German Geospatial Meeting in Prag macht diese Entwicklung erstmals sichtbar.

Auf Initiative von Sachsen und Hamburg kommen heute im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Tschechien Vertreter aus Politik, Verwaltung und der Geoinformationsbranche zum Czech-German Geospatial Meeting zusammen. Dank digitaler Innovation entstehen zwischen Elbe und Moldau neue Formen der Zusammenarbeit – getragen von Daten, Standards und gemeinsamen Visionen. Unter dem Leitthema »Digital Twins bring countries, regions, cities and people together« widmet sich die Veranstaltung der Frage, wie digitale Zwillinge als Schlüsseltechnologie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken und innovative, resiliente sowie nachhaltige Räume in Europa fördern können.

Sören Trillenberg, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung: »Als Nachbarn teilen wir nicht nur eine gemeinsame Grenze, sondern auch die Vision, unsere Regionen durch digitale Innovationen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit noch enger zu vernetzen. Mit dem Digitalen Zwilling Sachsen tragen wir unseren Anteil dazu bei. Es ist ein zentrales Projekt, das wir mit großer Begeisterung und Engagement vorantreiben. Er soll ein landesweites digitales Abbild unseres Freistaates schaffen – eines, das Stadt und Land verbindet und Planungen der Kommunen unterstützt. Damit können wir einen wirksamen Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung leisten – bei Genehmigungsvorhaben zum Beispiel zum Ausbau erneuerbarer Energien, aber auch in den Bereichen Mobilität und Hochwasserschutz.«

Ronny Zienert, Präsident des Landesamtes für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN): »Die Zukunft guter Nachbarschaft ist auch digital – und sie hat ein Abbild: den Digitalen Zwilling. Zwischen Hamburg, Dresden und Prag entstehen neue Formen der Kooperation, getragen von Daten, Standards und gemeinsamen Visionen. Denn ob Hochwasserschutz, Infrastruktur oder Stadtentwicklung – überall dort, wo Regionen zusammenrücken, braucht es verlässliche Koordinaten und gemeinsame digitale Grundlagen. Wie dieses Miteinander über Ländergrenzen hinweg gelingen kann, zeigt das neue binationale Veranstaltungsformat in Prag.«

Josefina Ofner, Leiterin des Verbindungsbüros des Freistaats Sachsen in Prag: »Digitale Zwillinge bringen frische Ideen in unsere Städte und Regionen, stärken den Zusammenhalt und schaffen einen greifbaren Mehrwert für die Menschen – gerade auch in Grenzräumen. Egal ob Metropole oder ländlicher Raum – von verlässlichen Partnerschaften und praxisnahen Lösungen profitieren alle. Umso wichtiger ist es, dass wir die Kooperation zwischen den Partnerstädten Prag und Hamburg sowie Dresden gemeinsam mit unseren tschechischen Partnern konsequent weiterentwickeln.«

Die gemeinsame Veranstaltung der Freien und Hansestadt Hamburg und des Freistaates Sachsen unterstreicht die wachsende Bedeutung moderner Geoinformationstechnologien für die Stadt- und Regionalentwicklung. Vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung stehen insbesondere Potenziale digitaler Zwillinge im Fokus, um datenbasierte Entscheidungen zu verbessern und neue Impulse für intelligente Städte und Regionen zu setzen. Das Programm umfasst fachliche Impulse zu aktuellen Entwicklungen, eine internationale Podiumsdiskussion zu Best Practices – unter anderem aus Prag – sowie den Austausch zu notwendigen europäischen Standards, damit technische Innovationen grenzübergreifend nutzbar werden. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur vertieften Vernetzung.

Ziel der Veranstaltung ist es, bestehende Partnerschaften zu festigen, neue Kooperationen anzustoßen und die europäische Dimension digitaler Innovationen im Bereich Geoinformation sichtbar zu machen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung

Ansprechpartner Annegret Fischer
Telefon: +49 351 564 50021
E-Mail: medien@smil.sachsen.de
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