Denkmalpflege braucht starke Fachämter - Verabschiedung der Leipziger Erklärung

11.06.2026, 07:41 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Die Amtsleitungskonferenz der VDL vor der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 2026 (© Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Thomas Noack)

Die Amtsleitungskonferenz der VDL vor der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 2026 (© Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Thomas Noack)

Denkmalpflege fordert starke Fachämter und Anerkennung als Zukunftsaufgabe: Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger verabschieden Leipziger Erklärung »MehrWert Denkmalpflege: MehrWert für die Zukunft!«.

Mit der Verabschiedung der Leipziger Erklärung »MehrWert Denkmalpflege: MehrWert für die Zukunft!« haben mehr als 420 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der bundesweiten Jahrestagung der Vereinigung der Denkmalfachämter in den Ländern (VDL) in Leipzig ein deutliches Signal an Politik und Gesellschaft gesendet.

Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen diskutierten vom 8. bis 10. Juni unter dem Motto »Umbrüche. Transformationen in Stadt und Land. Herausforderungen für die Denkmalpflege« über die Zukunft des baukulturellen Erbes. In ihrer Erklärung bekennen sich die Denkmalfachämter der Länder ausdrücklich zu einer wissenschaftlich fundierten und gesellschaftlich verantwortlichen Denkmalpflege. Zugleich begrüßen sie die Modernisierung der Verwaltung, warnen aber davor, Denkmalpflege und Denkmalschutz im Zuge von Verwaltungsreformen, Strukturveränderungen und Gesetzesnovellierungen in ihrer Fachlichkeit ohne Not zu schwächen.

»Denkmalpflege und Denkmalschutz sind unverzichtbare Zukunftsaufgaben«, heißt es in der Leipziger Erklärung. Bau- und Kulturdenkmale seien weit mehr als Zeugnisse vergangener Zeiten: »Sie sichern Identitäten, stärken gesellschaftlichen Zusammenhalt, schaffen Lebensqualität und leisten einen konkreten Beitrag zu Nachhaltigkeit und Baukultur.«

Die Leipziger Erklärung fordert daher die politischen Entscheidungsträger auf,

  • Denkmalpflege und Denkmalschutz als zukunftsweisenden Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umbaukultur anzuerkennen,
  • wissenschaftlich fundierte und nachvollziehbare Entscheidungen zu gewährleisten,
  • Handwerk, Restaurierung, Forschung und zivilgesellschaftliches Engagement als unverzichtbare Partner*innen der Denkmalpflege zu stärken,
  • die fachliche Unabhängigkeit der Denkmalfachämter zu sichern und diese personell sowie finanziell angemessen auszustatten sowie
  • die Modernisierung der Verwaltung gemeinsam mit den Denkmalfachämtern zu gestalten.

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