Zwischen Atlas und Atelier
18.06.2026, 12:56 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
GeoSN eröffnet neue Ausstellung »Wegbeschreibung – Medienkunst und Collagen«
Mit der Ausstellung »Wegbeschreibung – Medienkunst und Collagen« setzt das Landesamt für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN) seine erfolgreiche Reihe »Vermessene Kunst im GeoSN« fort. Zur Vernissage am 25. Juni 2026 um 16:30 Uhr lädt das GeoSN Medienvertreter herzlich in seine Räumlichkeiten ein.
Im Beisein der Dresdner Künstlerinnen Franziska und Sophia Hoffmann wird die inzwischen vierte Ausstellung der Reihe eröffnet, die sich der spannenden Verbindung von Geoinformation, Kartografie und künstlerischer Interpretation widmet. Die Arbeiten der Hoffmann-Schwestern, beide Absolventinnen u.a. der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, bewegen sich an der Schnittstelle von Raum, Erinnerung und visueller Orientierung. Videos, Fotografien, Installationen und Collagen greifen Ortsbezüge, historische Spuren und gesellschaftliche Prozesse auf und verweben sie zu neuen Bildwelten.
»Wir beschäftigen uns im GeoSN täglich mit Geodaten, Karten und digitalen Modellen, um die Welt möglichst präzise abzubilden. Die Werke von Franziska und Sophia Hoffmann zeigen, dass dieselben Räume auch emotional, historisch und künstlerisch gelesen werden können. Karten helfen uns, Orte zu finden. Kunst hilft uns, ihre Geschichten zu entdecken. Diese Verbindung von amtlicher Genauigkeit und kreativer Interpretation macht den besonderen Reiz der neuen Ausstellung aus«, sagt GeoSN-Präsident Ronny Zienert, der die Reihe »Vermessene Kunst« vor gut zwei Jahren ins Leben gerufen hat.
Für die Bilderschau im GeoSN wurden erstmals ausgewählte Arbeiten eigens als Collagen umgesetzt. Inspiration fanden die Künstlerinnen dabei auch in den historischen Karten des »Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen«, der im GeoSN verlegt wurde.
»Unsere aktuelle Ausstellung im GeoSN zeigt dabei sehr deutlich, dass Karten in ihrer Erscheinung und mit ihren Details faszinieren und uns auf Entdeckungsreise schicken können. Sie schaffen Erinnerungsräume, die wir aus unserer künstlerischen Perspektive wahrgenommen und durch eigene Kreationen in diversen Techniken ergänzt haben. Dieser Brückenschlag zwischen Kunst und Geodaten war für uns eine äußerst spannende Erfahrung und eine großartige Kooperation mit dem GeoSN«, so Franziska und Sophia Hoffmann.
Ein besonderer Höhepunkt der Vernissage am 25. Juni ist die musikalische Begleitung der Ausstellungseröffnung durch ein junges Musiktalent. Mit seinem instrumentalen Beitrag setzt der Klangkünstler spannende akustische Akzente und schafft so eine stilistisch reizvolle Ergänzung zu den Grafiken, Collagen und medienkünstlerischen Arbeiten der Hoffmann-Schwestern.
Ein weiteres Erlebnis an diesem Abend ist die Präsentation des Videos »Mondrelation«. Es fokussiert experimentell auf die Darstellung und Kartographierung des Mondes über Jahrhunderte hinweg. Die elektronische Musik dazu stammt von Ralf Müller-Hoffmann.
Erstmals endet die künstlerische Auseinandersetzung mit Raum und Orientierung nicht an den Wänden des GeoSN: Einige Arbeiten von Franziska und Sophia Hoffmann sind auch als permanente Installationen im öffentlichen Raum Dresdens zu erleben. Die Ausstellung im GeoSN bietet damit zugleich einen Einblick in ein künstlerisches Schaffen, das weit über den Ausstellungsraum hinauswirkt und die Stadt selbst zum Erfahrungsraum macht.
Vernissage »Wegbeschreibung – Medienkunst und Collagen«
Datum: Donnerstag, 25. Juni 2026
Uhrzeit: 16:30 Uhr
Ort: Landesamt für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN), Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden
- Die Künstlerinnen stehen im Rahmen der Vernissage für Gespräche und Interviews zur Verfügung.
- Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und bitten um eine kurze Anmeldung unter: presse@geosn.sachsen.de