Brand einer Papierhalde | Gartenlaube abgebrannt | Über 60 Anzeigen am Tagebau »Frieden«

03.07.2026, 11:19 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig Nr. 225|26

Verantwortlich: Moritz Peters (mp), Tom Erik Richter (tr)

Brand einer Papierhalde

Ort: Leipzig (Leutzsch), Rückmarsdorfer Straße
Zeit: 02.07.2026, gegen 12:00 Uhr

Durch den Brand einer Papierhalde am Donnerstagmittag wurden fünf Personen leicht verletzt.

Bei Arbeiten in einer Lagerhalle entzündete sich aus bislang noch unbekannter Ursache ein Papierhaufen. Mitarbeiter der Firma versuchten, den Brand selbstständig zu löschen, wobei fünf männliche Mitarbeiter (26, 36, 44, 45, 54) Rauchgase einatmeten. Die Kameraden der Feuerwehr löschten den Brand schließlich gänzlich. Die Verletzten wurden durch das Rettungswesen vor Ort versorgt und mussten nicht in Krankenhäuser gebracht werden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts einer fahrlässigen Brandstiftung wurden aufgenommen. Der Einsatz eines Brandursachenermittlers ist nicht angedacht. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit nicht bekannt. (tr)

Gartenlaube abgebrannt

Ort: Wurzen, Torgauer Straße
Zeit: 03.07.2026, gegen 02:20 Uhr

In einer Kleingartenanlage in Wurzen brannte in der Nacht von Donnerstag zu Freitag eine Gartenlaube vollständig aus.

Die Laube geriet aus bislang ungeklärter Ursache in Brand und wurde dadurch gänzlich zerstört. Eine danebenliegende Laube wurde ebenfalls leicht beschädigt. Verletzt wurde niemand. Insgesamt 21 Kameraden der Feuerwehr Wurzen löschten die Flammen und verhinderten so eine Ausweitung des Brandes. Die Höhe des Sachschadens kann zurzeit nicht konkret beziffert werden. Die Ermittlungen wegen eines Branddeliktes wurden aufgenommen. Der Einsatz eines Brandursachenermittlers ist angedacht.

Hausfriedensbruch statt Badespaß: Polizei warnt vor unbefugtem Betreten des Tagebaus »Frieden«

Ort: Mügeln (Kemmlitz)
Zeit: 27.06.2026

Mit Beginn der warmen Sommertage verzeichnet die Polizei einen erheblichen Zulauf von Badegästen am ehemaligen Tagebau »Frieden« in Kemmlitz, der in der Bevölkerung auch als »Kaolingrube Kemmlitz« bekannt ist. Die Polizeidirektion Leipzig weist aus diesem Anlass nachdrücklich darauf hin, dass für das gesamte, rund neun Hektar große Areal, ein absolutes Betretungsverbot gilt.

Das Gelände befindet sich im Privateigentum des Kemmlitzer Kaolinwerks und ist an den Landesverband Sächsischer Angler e. V. verpachtet. Zum Schutz der Bevölkerung und zur Verhinderung schwerer Unfälle ist das Areal komplett mit einem massiven Stabmatten- und Wildschutzzaun umzäunt. Dennoch verschaffen sich immer wieder Personen unbefugt Zutritt.

Insbesondere an zwei bekannten Stellen wird der Sicherheitszaun regelmäßig gewaltsam geöffnet. Bei diesen »Zugängen” handelt es sich rechtlich um Sachbeschädigungen. Der Eigentümer investiert jede Woche erhebliche Ressourcen, um die Zäune zu erneuern.

Aufgrund von Beschwerden betroffener Anwohner führten Einsatzkräfte des Polizeireviers Oschatz am Samstag, dem 27. Juni 2026, eine gründliche Kontrolle des Geländes durch. Das Ergebnis verdeutlicht das Ausmaß des Fehlverhaltens: Es mussten über 60 Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs aufgenommen werden. Unter den festgestellten Badegästen befanden sich überwiegend junge Leute sowie Familien. Die Angetroffenen stammen dabei vor allem aus Döbeln, Leisnig und Riesa.

Die Polizei appelliert daher eindringlich an die Bevölkerung:

  • Respektieren Sie das absolute Betretungsverbot und die vorhandenen Umzäunungen. Zäune sind Schutzeinrichtungen und keine Hindernisse, die es zu umgehen gilt.
  • Nutzen Sie ausschließlich offiziell freigegebene Badegewässer in der Region.
  • Eltern werden gebeten, ihre Kinder über die Gefahren aufzuklären und ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen.

Das Polizeirevier Oschatz wird das Gelände auch in den kommenden Wochen im Blick behalten und in enger Abstimmung mit dem Eigentümer weitere Kontrollen durchführen. Festgestellte Verstöße müssen und werden konsequent strafrechtlich verfolgt. (mp)


Kontakt

Polizeidirektion Leipzig

Pressesprecher Olaf Hoppe
Telefon: +49 341 966 44400
Telefax: +49 341 966 43185
E-Mail: medien.pd-l@polizei.sachsen.de
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