Sächsisches AdR-Mitglied Thomas Schmidt wird Berichterstatter für das Europäische Chip-Gesetz 2.0
08.07.2026, 13:09 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Fachkommission für Wirtschaftspolitik (ECON) stellt Weichen für die Stellungnahme des AdR zum Vorschlag der EU-Kommission
In seiner Sitzung am 6. Juli 2026 hat die Fachkommission für Wirtschaftspolitik (ECON) des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) Staatsminister a.D. Thomas Schmidt, MdL zu ihrem Berichterstatter für den Entwurf eines Europäischen Chip-Gesetzes 2.0 bestellt. Schmidt war bereits 2022 Berichterstatter für das erste Europäische Chip-Gesetz und knüpft damit an seine erste erfolgreiche Stellungnahme an.
Das geplante Chip-Gesetz 2.0 ist für die EU, aber auch für den Halbleiterstandort Sachsen von großer Bedeutung. Die EU-Kommission hat in ihren Vorschlag, der am 3. Juni 2026 veröffentlicht wurde, eine Evaluation des ersten Chip-Gesetzes einfließen lassen und will die Regelungen an aktuelle Herausforderungen im globalen Halbleiterwettbewerb anpassen und die Europäische Union als Halbleiterstandort fortentwickeln. Der AdR nimmt als Vertretung der europäischen Regionen zum Entwurf der EU-Kommission Stellung.
»Der European Chips Act ist ein Schlüsselprojekt für die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Es geht um Versorgungssicherheit, technologische Innovation und mehr europäische Souveränität. Sachsen leistet dazu als größter Halbleiter-Cluster in Europa einen entscheidenden Beitrag«, betont Schmidt.
Bereits bei der ersten Berichterstattung setzte Schmidt auf die enge Zusammenarbeit mit anderen europäischen Halbleiterregionen. Im Folgenden wurde 2023 auf Anregung Sachsens die European Semiconductor Regions Alliance (ESRA) gegründet, die heute 40 Mitgliedsregionen vereint und als wichtiger Ansprechpartner der europäischen Halbleiterpolitik gilt.
Mit dem Europäischen Chip-Gesetz 2.0 soll künftig die gesamte Wertschöpfungskette der Halbleiterindustrie gestärkt werden. Schmidt begrüßt insbesondere die geplanten Maßnahmen zur Förderung neuer Technologien sowie die stärkere Einbindung der Regionen. »Europa muss seine Stärken gezielt ausbauen, um im globalen Technologiewettbewerb erfolgreich zu bleiben. Die Halbleiterindustrie spielt dabei eine zentrale Rolle«, so Schmidt. Ziel ist die abschließende Beratung und Beschlussfassung im AdR-Plenum noch in diesem Jahr.
Hintergrund:
Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) mit Sitz in Brüssel ist die Versammlung der Regionen und Städte in der Europäischen Union. Der Freistaat Sachsen ist in der VIII. Mandatsperiode von 2025 bis 2030 mit zwei ordentlichen und zwei stellvertretenden Mitgliedern im AdR vertreten. Ordentliche Mitglieder sind Staatsminister a.D. Thomas Schmidt, MdL und Staatsminister a.D. Martin Dulig, MdL. Der Freistaat Sachsen ist außerdem Gründungsmitglied der Automotive Regions Alliance (ARA) und der European Semiconductor Regions Alliance (ESRA). Thomas Schmidt ist zudem Vorsitzender der Deutschen Delegation im AdR und der Automotive Intergroup (CoRAI).