Sonderbriefmarke zum sächsischen Sektjubiläum
22.07.2026, 10:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sächsische Tourismusministerin und Schloss Wackerbarth präsentieren individuell gestaltete Sonderbriefmarke »190 Jahre Sekttradition in Sachsen« – »Genuss & Kulinarik« wichtige Tourismusfaktoren für Sachsen
Radebeul, 22. Juli 2026. In diesem Jahr gibt es in Sachsen einen besonderen Anlass, um die Korken knallen zu lassen: das prickelnde Jubiläum »190 Jahre Sekttradition in Sachsen«.
Im Jahr 1836 gründeten drei visionäre Winzer in Radebeul einen »Actienverein zur Fabrikation moussierender Weine«. Damit legten sie im Elbtal nicht nur den Grundstein für die erste Sektkellerei Sachsens, sondern auch für eine der ältesten Sektmanufakturen Europas. Die Expertise für die Produktion feinster Flaschengärsekte holten sich die sächsischen Gründer direkt aus dem Schaumweinherzen Frankreichs, aus Reims. Ihr erster Kellermeister, Johann Joseph Mouzon, war ein erfahrener Fachmann und brachte die klassische Flaschengärung aus seiner französischen Heimat nach Radebeul. Bis heute führt Schloss Wackerbarth die Tradition und Handwerkskunst des Hauses Bussard meisterhaft fort. Nach dem Vorbild Monsieur Mouzons vermählen die Radebeuler Kellermeister ausgewählte sächsische Trauben zu prickelndem Genuss und gehören dabei zu den besten Wein- und Sektmanufakturen Deutschlands. So wurde unter anderem die »Hommage 1836« im vergangenen Jahr beim Meiningers Deutscher Sektpreis zum besten trockenen Sekt Deutschlands gewählt.
Gemeinsam mit der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, präsentieren die Kellermeister von Schloss Wackerbarth eine exklusive, individuell gestaltete Sonderbriefmarke zum Jubiläum »190 Jahre Sekttradition in Sachsen«. Das limitierte Postwertzeichen würdigt die Geschichte der sächsischen Sektherstellung und bringt ein Stück regionale Genusskultur direkt auf die Briefumschläge im Freistaat. Es handelt sich um ein echtes, frankierfähiges Postwertzeichen der Deutschen Post mit einem Portowert von 0,95 Euro für Postkarten und Standardbriefe. Damit eignet sich die Sonderbriefmarke sowohl als Blickfang für die tägliche Geschäftspost wie auch als bleibende Erinnerung für Sammler und Sektliebhaber. Die neue Sonderbriefmarke »190 Jahre Sekttradition in Sachsen« ist ab sofort im Gutsmarkt von Schloss Wackerbarth verfügbar – allerdings nur für kurze Zeit und in einer begrenzten Auflage.
»Genuss & Kulinarik« wichtige Tourismusfaktoren für Sachsen
Bei der Vorstellung der neuen Sonderbriefmarke hob die Ministerin die Bedeutung von »Genuss & Kulinarik« für den Tourismus im Freistaat hervor. Beide Themen haben hier eine lange Tradition und spielen bis heute für Einheimische und Reisende eine wichtige Rolle. Davon profitieren auch die heimischen Winzer. Sie pflegen nicht nur die über 850-jährige Weinbau- und 190-jährige Sekttradition der Region. Mit einer Vielzahl weintouristischer Angebote machen sie diese auch für ihre Gäste erlebbar – von Wein- und Sektführungen oder Weinbergswanderungen mit Verkostungen bis hin zu außergewöhnlichen Angeboten wie »Sekt & Trüffel” oder »Sekt & Kräuter”.
Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch betont: »Ein wichtiges Handlungsfeld in unserem Masterplan Tourismus ist die Entwicklung von wettbewerbsfähigen Produkten und kreativen Ideen. Im Sinne unserer Initiative »So schmeckt Sachsen« ist für uns das Thema Kulinarik von großer Bedeutung, da es Kultur- und Naturtourismus ideal verbindet. In diesem Bereich sehen wir in Sachsen noch viel Potenzial: Wir wollen Gastronomie, Kulinarik und Tourismus stärker verzahnen und einzigartige Erlebnisse für unsere Gäste schaffen. Schloss Wackerbarth ist als Erlebnisweingut in diesem Bereich eines unserer Aushängeschilder und hat eine Bedeutung, die weit über den Freistaat hinausreicht. Nicht nur mit seinen Produkten, sondern auch mit vielfältigen Erlebnisangeboten. Es begleitet den sächsischen Tourismus seit vielen Jahren im In- und Ausland. Dabei verfolgt das Staatsweingut stets das Ziel, Reisende und Weintouristen zu einem Besuch der gesamten Weinregion und ihrer Winzer einzuladen.«
Bedeutung des Weintourismus im Elbtal
»Genuss & Kulinarik« sind laut touristischer Marktforschung ein wichtiges Entscheidungskriterium für deutsche Reisende bei der Auswahl ihres Urlaubsziels. Davon profitiert auch Sachsen: Der Weintourismus und entsprechende Angebote haben hier in den letzten zwei Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen. Heute ist Schloss Wackerbarth als Europas erstes Erlebnisweingut eine sächsische Erfolgsgeschichte: Mit jährlich mehr als 240.000 Gästen vor Ort in Radebeul zählt es laut dem ‚Global Wine Tourism Report 2025‘ der Hochschule Geisenheim zu den meistbesuchten Weingütern der Welt. Für diese umfassende internationale Analyse des weltweiten Weintourismus haben die renommierten Autoren mehr als 1.310 Weingüter aus 47 Ländern befragt.
Auch andere Untersuchungen bestätigen die wirtschaftliche Bedeutung weintouristischer Angebote im Freistaat: Der Weintourismus ist in Sachsen primär für 3,1 Mio. Übernachtungs- und Tagesbesuche verantwortlich. Während ihres Aufenthalts in der sächsischen Weinregion geben die Weintouristen knapp 300 Mio. € aus. Dabei ist diese Zielgruppe für die sächsische Tourismusbranche besonders attraktiv, denn die Ausgaben der Gäste liegen 11 Prozent (bei Übernachtungsgästen) bzw. 55 Prozent (bei Tagesgästen) über dem Durchschnitt aller Reisenden.
Die übergeordnete Bedeutung des Themas »Genuss« für deutsche Reisende bei der Auswahl eines Urlaubsziels bestätigen unter anderem die Zahlen des Magic Cities Städtereisemonitors und des Marktforschungsinstitutes inspektour zur Destination Brand Dresden 2021. Bereits heute schätzen 43 Prozent aller Gäste das Elbtal für seine touristischen Angebote beim Thema »Weinreisen«. Dabei sind Ausflugsmöglichkeiten in der Region, wie ein Besuch der Winzer an der Sächsischen Weinstraße, besonders beliebt. Diese gehören neben den Themen »Kulturangebot/Kunstschätze« und »Stadtbild« zu den drei wichtigsten touristischen Standortfaktoren Dresdens.
81 Prozent der Befragten bewerten die Ausflugsmöglichkeiten in der Sächsischen Landeshauptstadt mit »sehr gut« oder »gut«. In dieser Kategorie besitzt Dresden im Vergleich aller »Magic Cities« (Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Nürnberg, München, Leipzig und Dresden) die größte Attraktivität. Auch das kulinarische Angebot von Dresden-Elbland schätzen 78 Prozent der Gäste als »sehr gut« oder »gut«. Der Besuch von Restaurants gehört für 74 Prozent und ein Ausflug ins Umland für 40 Prozent der Gäste fest zum Programm bei ihrem nächsten Aufenthalt in der Region.