Panter: »Künstliche Intelligenz muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt«
24.07.2026, 09:20 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Aktuelle Cybersicherheitsvorfälle und Studien zeigen Handlungsbedarf bei KI-Einsatz, Cybersicherheit und Technologietransfer
Künstliche Intelligenz (KI) wird für Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit immer wichtiger. Gleichzeitig nutzen Ostdeutsche Unternehmen KI nach einer aktuellen Studie des ifo-Instituts noch immer deutlich seltener als Unternehmen in Westdeutschland. Zudem haben internationale Cybersicherheitsvorfälle, über die in dieser Woche breit berichtet wurde, gezeigt, dass mit immer leistungsfähigeren KI-Systemen auch die Anforderungen an Sicherheit und verantwortungsvollen Einsatz wachsen.
Sachsens Wirtschafts- und Digitalminister Dirk Panter sieht die Europäische Union in der Verantwortung, gemeinsame KI-Sicherheitsstandards weltweit weiter voranzubringen: »KI darf kein unkontrollierbares System in den Händen weniger amerikanischer oder chinesischer Unternehmen oder von Privatpersonen werden. Wo Künstliche Intelligenz tief in Wirtschaft, kritische Infrastrukturen und den Alltag der Menschen eingreift, braucht es klare Verantwortlichkeiten und verbindliche Sicherheitsstandards. Europa sollte deshalb nicht nur die leistungsfähigste, sondern auch die vertrauenswürdigste KI entwickeln. Künstliche Intelligenz muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt.«
Panter fordert daher, die Aktivitäten von Bund, Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft beim Ausbau und der sicheren Nutzung von KI enger zu verzahnen: »Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie für unsere Wirtschaft. Wer KI nicht nutzt, riskiert Wettbewerbsnachteile. Gleichzeitig machen die aktuellen Berichte über Cybersicherheitsvorfälle deutlich: Innovation und Sicherheit müssen von Anfang an zusammen gedacht werden. Europa darf den Wettbewerb um KI nicht allein über Geschwindigkeit führen. Wir müssen dort führend sein, wo Vertrauen entsteht – bei sicherer, nachvollziehbarer und verantwortungsvoller KI. Sachsen kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.«
Der Freistaat verfügt mit seiner exzellenten Spitzenforschung, innovativen Unternehmen und Europas führendem Mikroelektronikstandort über einzigartige Voraussetzungen, um industrielle KI weiterzuentwickeln und schneller in die Wirtschaft zu bringen. Nach Ansicht Panters muss dieses Potenzial jetzt konsequent genutzt werden.
Panter abschließend: »Sachsen hat das Potenzial, europaweit Maßstäbe für industrielle und sichere KI zu setzen. Deshalb werden wir unsere KI-Strategie konsequent weiterentwickeln und den Transfer in den Mittelstand stärken. Ich werde mich beim Bund dafür einsetzen, Investitionen in leistungsfähige, sichere und vertrauenswürdige KI gezielt auszubauen. Wer in sichere KI investiert, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und unsere digitale Souveränität.«