Weltpilgertag am 26. Juli 2026: Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch betont Sachsens Rolle als attraktives Pilgerland

24.07.2026, 10:32 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Am kommenden Sonntag, dem 26. Juli 2026, jährt sich der Weltpilgertag zu Ehren des Heiligen Jakobus des Älteren. Aus diesem Anlass hebt Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, die wachsende Bedeutung des Pilgerns als spirituelle Erfahrung und als wichtigen Impulsgeber für den sächsischen Tourismus hervor.

»Das Pilgern ist ein wichtiges Bindeglied für Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und Religion. Es ermöglicht eine spirituelle Erfahrung und den Einklang zwischen dem Einzelnen und seiner Umwelt. Gerade in krisengeprägten Zeiten und der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft ist das Bedürfnis nach Entschleunigung und Achtsamkeit größer denn je. Pilgern ist weit mehr als ein Trend; es stärkt unsere ländlichen Regionen und schafft wertvolle Impulse für die regionale Wertschöpfung«, so Staatsministerin Barbara Klepsch.

Wandel der Tradition: Das neue Signet »Pilgerkirche«

Während Pilgern historisch primär religiös motiviert war, steht heute oft die bewusste Pause vom Alltag und das Finden der inneren Mitte im Vordergrund. Sachsen trägt dieser Entwicklung durch eine gezielte Förderung der Infrastruktur Rechnung. Ein besonderer Meilenstein ist die Verleihung des ersten Signets »Pilgerkirche« an die Hospitalkirche Lößnitz im Mai 2026.

Dieses Signet ist eine Spezialform des Siegels »verlässlich geöffnete Kirche«. Es kennzeichnet Gotteshäuser, die im Sommerhalbjahr (1. April bis 30. September) an mindestens fünf Tagen pro Woche für jeweils mindestens fünf Stunden zugänglich sind. Damit wird auch Besuchern, die nicht an einem Gottesdienst teilnehmen, Raum für Stille und Einkehr geboten.

Starke Strukturen durch die Wander- und Pilgerakademie (WPA)

Um die Qualität und Vernetzung landesweit sicherzustellen, fördert der Freistaat seit 2021 die Wander- und Pilgerakademie Sachsen (WPA Sachsen) mit Sitz in Kohren-Sahlis. Die Akademie wird über den Landestourismusverband Sachsen e.V. (LTV SACHSEN) finanziert und durch die Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen (EEB Sachsen) umgesetzt.

Seit dem Start der Akademie konnten über den Kleininfrastrukturprojektefonds (KIP) bereits mehr als 400 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 780.000 Euro unterstützt werden.

»Mit der Wander- und Pilgerakademie Sachsen haben wir ein einheitliches Bildungsangebot für Wanderführer, Pilgerbegleiter und Wegewarte geschaffen, um das Ehrenamt zu stärken und den Generationswechsel aktiv zu begleiten«, so Ministerin Klepsch abschließend. Gefördert werden unter anderem die Beschilderung von Wegen, die Ausstattung von Pilgerunterkünften sowie Infotafeln und Aussichtspunkte.

Vielfältige Routen durch sächsische Kulturlandschaften

Sachsen bietet ein dichtes Netz an traditionsreichen Wegen, die Teil historischer europäischer Routen sind:

  • Die Via Imperii führt von Stettin über Leipzig gen Süden.
  • Der Sächsische Jakobsweg zweigt bei Bautzen von der Via Regia ab und führt über Dresden, Chemnitz und Zwickau bis nach Hof.
  • Der Lutherweg Sachsen verbindet als Rundweg bedeutende Stätten der Reformation.

Zusätzlich laden zahlreiche kleinere, thematische oder regionale Pilgerpfade dazu ein, die landschaftliche Schönheit und kulturelle Vielfalt des Freistaates individuell zu entdecken. Diese Mischung macht Sachsen zu einem hochattraktiven Pilgerland für Menschen, die Spiritualität, Nachhaltigkeit und regionale Vielfalt schätzen.

Weiterführende Informationen: Eine interaktive Übersichtskarte der geförderten Projekte sowie Informationen zur Ausbildung finden Sie unter:


Kontakt

Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus

Pressesprecher Jörg Förster
Telefon: +49 351 564 60620
E-Mail: presse.kt@smwk.sachsen.de
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