Spatenstich für die Erweiterung des Sächsischen Landtags

09.09.2026, 13:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Visualisierung 4 (© Peter Kulka Architektur)

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Visualisierung 1 (© Peter Kulka Architektur)

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Visualisierung 3 (© Peter Kulka Architektur)

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Visualisierung 2 (© Peter Kulka Architektur)

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Neubau schafft Voraussetzung für umfassende Sanierung des Parlamentsgebäudes

Finanzminister Christian Piwarz und Landtagspräsident Alexander Dierks haben heute mit einem symbolischen Spatenstich den Bau des neuen Erweiterungsbaus am Sächsischen Landtag begonnen. Der Neubau auf der Freifläche zwischen Landtag und Kongresszentrum ist eine wesentliche Voraussetzung für die spätere umfassende Sanierung des Bestandsgebäudes. Hier entstehen zusätzliche Büroflächen und eine moderne Technikzentrale.

Finanzminister Christian Piwarz machte deutlich, worauf es bei dem Vorhaben aus Sicht des Freistaates ankommt: »Mit dem heutigen Spatenstich beginnt ein anspruchsvolles Bauvorhaben an einem besonderen Ort. Wir schaffen die Voraussetzungen, den Sächsischen Landtag grundlegend zu sanieren. Damit sorgen wir dafür, dass das Parlament während der Bauzeit arbeitsfähig bleibt. Diese Sanierung ist notwendig und lässt sich nicht aufschieben. Gleichzeitig haben wir eine Lösung gewählt, die einen vollständigen Auszug des Parlaments in ein eigens zu errichtendes Interimsgebäude vermeidet. Das ist funktional und wirtschaftlich der richtige Weg.«

Landtagspräsident Alexander Dierks unterstrich die Bedeutung der Baumaßnahme für die Zukunft des Parlaments: »Der Sächsische Landtag ist das Herz unserer Demokratie. Damit unser Parlament seine Aufgaben verlässlich erfüllen kann, braucht es zeitgemäße Technik und ausreichend Raum für Abgeordnete, Beschäftigte und die vielen Besucherinnen und Besucher.
Das ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr gegeben. Nach über 30 Jahren sind die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen überfällig. Der heutige Spatenstich ist ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen Parlamentsgebäude.«

Das Parlamentsgebäude ist seit mehr als 30 Jahren in Betrieb. Viele technische und bauliche Anlagen stammen noch aus dieser Zeit und entsprechen heutigen Anforderungen nicht mehr. Das betrifft unter anderem das IT-Leitungsnetz, die Strom- und Medientechnik, den Brandschutz und die Barrierefreiheit. Hinzu kommen sanierungsbedürftige Heizungs- und Abwasserleitungen sowie Schäden an der Bausubstanz. Auch technische Anlagen im Plenarsaal sind störanfällig und beeinträchtigen den parlamentarischen Betrieb. Eine umfassende Sanierung ist deshalb unumgänglich.

Damit der Sächsische Landtag während der mehrjährigen Bauzeit arbeitsfähig bleibt, werden zunächst die zwei Erweiterungsbauten errichtet. Auf der Freifläche zwischen Landtag und Kongresszentrum entsteht ein Neubau mit zusätzlichen Büroflächen und einer Technikzentrale, die künftig wesentliche Teile der technischen Versorgung des Parlamentsgebäudes übernimmt. Die neuen Räume können während der späteren Sanierung des Altgebäudes zugleich als Ausweichflächen genutzt werden. So kann auf ein eigens zu errichtendes großes Interimsgebäude für einen vollständigen Auszug des Landtags verzichtet werden.

Ein weiterer Neubau ist im Innenhof des Landtags vorgesehen. In diesem sogenannten Kubus entstehen unter anderem ein öffentlich zugänglicher Anhörungsraum, Räume für Besuchergruppen und ein moderner Besucherbereich. Damit trägt der Landtag auch der deutlich gestiegenen Zahl an Besucherinnen und Besuchern Rechnung. Besuchten beispielsweise im Jahr 1994 knapp 14.000 Menschen den Landtag, sind es inzwischen mehr als 35.000 pro Jahr.

Die Gesamtbaukosten für Erweiterung und Sanierung des Sächsischen Landtags sind aktuell mit 317,2 Millionen Euro veranschlagt. Davon entfallen 73,6 Millionen Euro auf den Erweiterungsbau auf der Freifläche, 38,6 Millionen Euro auf den Neubau im Innenhof und 202,2 Millionen Euro auf die Sanierung der bestehenden Gebäudeteile. Weitere 2,8 Millionen Euro sind für vorgezogene Leistungen vorgesehen. Mit Blick auf die Baupreisentwicklung während der geplanten Bauzeit ist darüber hinaus eine Risikovorsorge von 132,9 Millionen Euro eingeplant.

Die Fertigstellung der beiden Neubauten ist für 2030 vorgesehen. Anschließend soll die umfassende Sanierung des bestehenden Landtagsgebäudes beginnen. Der Abschluss der gesamten Baumaßnahme ist bis 2037 geplant.

Die Sanierung und Erweiterung des Sächsischen Landtags wird unter Leitung der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) realisiert. Die Planung knüpft an die Entwürfe des 2024 verstorbenen Architekten Prof. Peter Kulka an, der bereits den Landtagsneubau mit Plenarsaal Anfang der 1990er Jahre entworfen hatte. Seine Arbeit wird von Katrin Leers-Kulka fortgeführt.

Die Baumaßnahme wird mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes finanziert.

Die Visualisierungen stellen wir auf Anfrage in einer besseren Qualität zur Verfügung.
Copyright: SIB, Urheber Peter Kulka Architektur


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