Kulturministerin Barbara Klepsch nimmt an der Eröffnung der Sonderausstellung »BOOMTOWN« in Annaberg-Buchholz teil
29.10.2026, 08:48 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Jüdische Unternehmer prägten die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt – Ausstellung im Rahmen von »TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026«
Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch nimmt morgen (Freitag, 30. Oktober 2026) an der feierlichen Eröffnung der Sonderausstellung »BOOMTOWN. Jüdische Unternehmen in der Posamentenindustrie in Annaberg und Buchholz« im Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz teil. Die Ausstellung beleuchtet den bedeutenden Beitrag jüdischer Unternehmer zum wirtschaftlichen Aufschwung von Annaberg und Buchholz im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sie ist Teil von »TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und vom 31. Oktober 2026 bis zum 17. Oktober 2027 zu sehen.
Kulturministerin Barbara Klepsch betont anlässlich der Eröffnung: »Mit unserem Jahr der jüdischen Kultur wollen wir jüdische Geschichte und Kultur im gesamten Freistaat sichtbar machen – gerade auch abseits der großen Städte. Die Ausstellung ‚BOOMTOWN‘ zeigt eindrucksvoll, wie das gelingen kann. Sie rückt die Leistungen jüdischer Unternehmer wieder ins öffentliche Bewusstsein, die für die Entwicklung von Annaberg und Buchholz von entscheidender Bedeutung waren. Dass sich die Städtischen Museen mit so großem Engagement diesem heute öffentlich kaum bekannten Kapitel der Stadtgeschichte widmen, ist ein wunderbarer Beitrag zu unserem Themenjahr.«
Die Ausstellung zeigt, wie jüdische Unternehmer mit ihren weltweiten Handelsbeziehungen maßgeblich dazu beitrugen, Annaberg und Buchholz zu international bedeutenden Standorten der Posamentenindustrie zu entwickeln. Sie ist das Ergebnis eines umfangreichen Forschungs- und Vermittlungsprojektes der Städtischen Museen Annaberg-Buchholz, das bereits 2025 begonnen hat. Neben der Ausstellung umfasst das Projekt unter anderem Stadtführungen, Vorträge, Workshops und Angebote für Schülerinnen und Schüler. Als besondere Gäste nehmen an der Eröffnung auch Nachfahren ehemaliger jüdischer Posamentenunternehmer teil, die eigens aus Ecuador, den USA und Großbritannien angereist sind. Viele von ihnen besuchen die Heimat ihrer Vorfahren zum ersten Mal.
Das Projekt wurde durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Förderprogramms »Jüdisches Leben in Kunst und Kultur« mit insgesamt 17.000 Euro in den Jahren 2025 und 2026 unterstützt.
Hintergrund:
Mit »TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« rückt der Freistaat die Vielfalt jüdischer Geschichte, Kultur und Gegenwart in den Mittelpunkt. Zahlreiche Projekte und Veranstaltungen im gesamten Freistaat laden dazu ein, jüdisches Leben kennenzulernen, historische Spuren neu zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen:
https://tacheles.sachsen.de/
https://www.annaberg-buchholz.de/erzgebirgsmuseum/sonderausstellungen/juedische-posamentierer.php