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Vortrag „Handwerker, Händler, Handelsherren – Die jüngere Bronzezeit“

07.01.2015, 12:41 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Depot der jüngeren Bronzezeit (© Landesamt für Archäologie Sachsen)

Ein Brucherzdepot von Friedersdorf, Kr. Bautzen, umfasst Schmuckstücke und Waffen aus Bronze;

Ein Brucherzdepot von Friedersdorf, Kr. Bautzen, umfasst Schmuckstücke und Waffen aus Bronze;
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Burgwall der jüngeren Bronzezeit (© Landesamt für Archäologie Sachsen)

Die Boselspitze bei Sörnewitz, Kr. Meißen, mit einer bronzezeitlichen Wallanlage.

Die Boselspitze bei Sörnewitz, Kr. Meißen, mit einer bronzezeitlichen Wallanlage.
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Grabhügel im Luftbild (© Landesamt für Archäologie Sachsen)

Gruppe von bronzezeitlichen Grabhügeln bei Axien, Kr. Wittenberg, an der mittleren Elbe.

Gruppe von bronzezeitlichen Grabhügeln bei Axien, Kr. Wittenberg, an der mittleren Elbe.
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Referent PD Dr. Ronald Heynowski (© Landesamt für Archäologie Sachsen)

Ronald Heynowski dokumentiert archäologische Fundplätze aus der Luft.

Ronald Heynowski dokumentiert archäologische Fundplätze aus der Luft.

smac - Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

Am Donnerstag, 15. Januar 2015, um 18.00 Uhr referiert Ronald Heynowski im smac über die jüngere Bronzezeit (1350 – 750 v. Chr.).
Eintritt 3 €. Bei Vorlage einer tagesaktuellen Eintrittskarte ins smac ist die Teilnahme am Vortrag kostenlos. Jahreskarteninhaber, Mitglieder der Freunde des smac e.V. sowie der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen (AGiS) haben freien Eintritt.

Inhalt
Zu Beginn der jüngeren Bronzezeit stellten sich in Gesamteuropa gewaltige Veränderungen ein, die in hohem Maße die Lebensverhältnisse, Wirtschaftsweisen und Sozialstrukturen beeinflussten. Der Fernhandel schaffte Verbindungen über weite Teile des Kontinents. Neue Ideen verbreiteten sich und wirkten inspirierend. Man ergriff Besitz von Landschaften, die bis dahin nur Wildnis waren. Die Menschen erfanden eine neue Lebenswirklichkeit.

Referent
PD Dr. Ronald Heynowski leitet am Landesamt für Archäologie Sachsen das Referat Inventarisation und Dokumentation. Im Rahmen seiner Tätigkeit zeichnet er verantwortlich für die Luftbildarchäologie des Landesamtes. Vier- bis fünfmal im Jahr lässt er sich in einem Leichtflugzeug über markante Landstriche Sachsens fliegen, um Art, Erhaltungszustand und Ausdehnung archäologischer Fundplätze fotografisch zu dokumentieren.

Bronzezeit
Die Bronzezeit (2200 – 750 v. Chr.) untergliedert sich archäologisch in eine ältere, mittlere und eine jüngere Periode. Sie zeichnet sich – nach der Steinzeit – durch die Einführung eines neuen Werkstoffes aus: der Bronze. Es handelt sich hierbei um eine Legierung aus den Metallen Kupfer und Zinn. Waffen, Werkzeuge und Schmuck werden ab der älteren Bronzezeit in zunehmenden Maße aus diesem gold-glänzenden Werkstoff hergestellt. Im Laufe der Bronzezeit werden der Handel mit den recht seltenen Rohstoffen Kupfer und Zinn sowie das handwerkliche Können ausschlaggebend für die Herausbildung von Machtzentren, aber auch von Machtverhältnissen – sowohl geopolitisch als auch gesellschaftlich.

„a – wie archäologie aus sachsen“
In dieser Vortragsreihe stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Landesamtes für Archäologie Sachsen die wichtigsten sächsischen Ausgrabungs- und Forschungsergebnisse vor und ordnen sie in den breiteren mitteleuropäischen Kontext ein. Die chronologisch angelegte Reihe begann im Oktober mit einem Vortrag zur Alt- und Mittelsteinzeit und endet im Mai mit der Neuzeit.

Weitere Vortragstermine
29.01. | 26.02. | 12.03. | 26.03. | 23.04. | 07.05.2015
jeweils donnerstags um 18 Uhr


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