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20.12.2017, 09:55 Uhr

5. Förderaufruf Breitbandausbau: Sachsen mit 40 Anträgen erfolgreich

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin hat gestern die Zuschläge für den 5. Förderaufruf zum Breitbandausbau erteilt. Sachsen war dabei mit 40 Anträgen erfolgreich. Die Anträge stammen aus 7 der 10 sächsischen Landkreise: Leipzig, Erzgebirgskreis, Görlitz, Mittelsachsen, Zwickau, Meißen und der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge sowie aus der kreisfreien Stadt Dresden. Insgesamt hatten die Kommunen aus Sachsen dieses Mal 57 Anträge eingereicht. Die verbleibenden 17 Anträge konnten bis dato noch nicht beschieden werden.

Die erfolgreichen Antragsteller planen insgesamt rund 162 Millionen Euro in den Breitbandausbau zu investieren. Davon übernimmt der Bund rund 93 Millionen Euro, der Freistaat kofinanziert die Vorhaben mit 53 Millionen Euro.

Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Der Breitbandausbau ist die entscheidende Zukunftsinvestition. Wir haben uns deswegen bereits am Anfang der Legislaturperiode dafür stark gemacht, den Breitbandausbau mit 98 Prozent zu fördern. Es freut mich daher, dass wir uns jetzt in der gemeinsamen Absichtserklärung mit Ministerpräsident Michael Kretschmer darauf verständigt haben, den Eigenanteil der Kommunen vollständig zu übernehmen und damit eine hundertprozentige Förderung zu ermöglichen. So können die Kommunen direkt in zukunftsfähige Glasfasertechnologie investieren.“ Das SMWA befindet sich darüber gerade in Gesprächen mit dem sächsischen Finanzministerium.

Staatssekretär Stefan Brangs, Beauftragter der Staatsregierung für Digitales: „Es freut mich, dass sich erneut so viele sächsische Landkreise und Kommunen der Herausforderung des Breitbandausbaus gestellt haben. Für dieses Engagement möchte ich mich bedanken. Zugleich ist nun am Bund dafür zu sorgen, die Förderung auch in der neuen Legislaturperiode fortzuführen, denn eine flächendeckende und leistungsfähige Breitbandversorgung ist die Grundlage für eine zukunftsfähige Wirtschaft.“

Hintergrund:
Langfristiges Ziel des Breitbandausbaus ist die flächendeckende Versorgung des Freistaates mit Glasfaser. Dies ist aktuell die einzig verfügbare Infrastruktur, die zuverlässig symmetrische Bandbreiten im Gigabitbereich bereitstellen kann. Bis 2025 soll als erster Schritt eine flächendeckende Breitbandverfügbarkeit von mind. 100 Mbit/s erreicht werden. Mit Glasfaser sind dann sowohl weit höhere Bandbreiten als 100 Mbit/s als auch Anwendungen der Gigabitgesellschaft, wie das Internet der Dinge, autonomes Fahren oder der Mobilfunkstandard 5G möglich.

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