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18.01.2018, 11:00 Uhr

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange übergab heute Förderbescheid für das Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf zur Ausgestaltung als „Schauplatz Eisenbahn“ im Rahmen der 4. Sächsischen Landesausstellung

Kunst- und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange hat heute einen Förderbescheid in Höhe von 500.000 Euro für das Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf übergeben. Die Mittel werden verwendet, um hier den „Schauplatz Eisenbahn“ im Rahmen der 4. Sächsischen Landesausstellung im Jahr 2020 (25. April bis 1. November 2020) auszugestalten.

Das Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf ist die fünfte Station der Ministerin bei ihren Besuchen der Branchenschauplätze, die die Leitausstellung flankieren werden. Die übergreifende Leitaustellung findet im Audi-Bau in Zwickau statt und widmet sich dem Thema „Industrie, Kultur, Mensch“. Träger ist das Deutsche Hygiene-Museum Dresden.

Dr. Eva-Maria Stange: „Uns ist es wichtig, den Besucherinnen und Besuchern mit diesen insgesamt sechs Zusatzausstellungen an authentischen Orten Industriezweige näherzubringen, die für die industrielle Entwicklung Sachsens prägend waren. In Chemnitz-Hilbersdorf kann das baulich und technisch herausragende und in seiner Dimension europaweit einmalige Ensemble aus Bahnausbesserungswerk einerseits und Seilablaufanlage des ehemaligen Rangierbahnhofs andererseits das Thema Eisenbahn und Schienenverkehr erlebbar machen. Chemnitz wird damit – neben dem Industriemuseum mit dem Thema Maschinenbau – ein sehr wichtiger Standort der Landesausstellung.“

Der Fördermittelbescheid ging an die Trägervereine Sächsisches Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf e.V. und Verein Eisenbahnfreunde Richard Hartmann e.V. Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Zusatzausstellungen sind an folgenden Standorten geplant:

  • Industriemuseum Chemnitz (Maschinenbau)
  • Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf (Eisenbahn und Gütertransport)
  • Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau (Textilindustrie)
  • Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge (Steinkohlebergbau)
  • Horch-Museum Zwickau (Automobilindustrie)
  • Himmelfahrt Fundgrube Freiberg (Erzbergbau, Ressourcenmanagement)

Hintergrund Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf:

Einer der größten Rangierbahnhöfe Deutschlands entstand von 1897 bis 1900 in Chemnitz-Hilbersdorf. Ein Teil davon – das Bahnbetriebswerk für Güterzuglokomotiven – beherbergt heute das Sächsische Eisenbahnmuseum. Unter Denkmalschutz stehende Gebäude, technische Anlagen und die historischen Fahrzeuge verleihen dem Museum seine einzigartige Atmosphäre.
Zeitzeugen der Eisenbahngeschichte und -technik dokumentieren den Erfindergeist vergangener Jahrhunderte. Von besonderer Bedeutung für die Stadt Chemnitz – einst als sächsisches Manchester bezeichnet – ist das Museum auch aufgrund einiger Dampflokomotiven, die in der Sächsischen Maschinenfabrik AG gefertigt wurden. Die Sächsische Maschinenfabrik lieferte bereits 1848 die erste Lokomotive mit dem Namen „GLÜCKAUF“ an die „Sächsisch-Bayerische Bahn“. Hartmanns Lokomotiven – zwischen 1848 und 1929 wurden insgesamt 4699 hergestellt – gingen von Chemnitz aus in die ganze Welt. Einige sind noch heute im Einsatz.

Das Sächsische Eisenbahnmuseum, größtes noch funktionstüchtiges Dampflok-Bahnbetriebswerk Europas, zeigt anhand seiner Ausstellungsstücke und zahlreicher illustrierter Dokumente anschaulich die Entwicklung des Bahnverkehrs im 20. Jahrhundert.

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