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26.06.2018, 13:11 Uhr

Sachsen legt Maßnahmenpaket für die Oberschule auf

Rund 22,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2021 geplant

Sachsen will die Oberschulen mit personellen und strukturellen Maßnahmen stärken. Bis zum Jahr 2021 sollen dafür rund 22,5 Millionen Euro aufgewandt werden. Ein entsprechendes Konzept dafür hat heute das Sächsische Kabinett beschlossen. Im Zentrum steht dabei die weitere Intensivierung der Beruflichen Orientierung an der Oberschule. Außerdem sollen die vielfältigen Möglichkeiten für die Absolventen der Oberschule mit einer Kampagne beworben werden. Damit soll auch erreicht werden, dass eine noch größere Anzahl von Schulabsolventen eine duale Ausbildung aufnimmt. Gleichzeitig sollen präventive Maßnahmen bewirken, dass weniger junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium abbrechen.

„Mit den Maßnahmen wollen wir die Oberschule und die duale Ausbildung stärken und in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Wir wollen zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten für Absolventen der Oberschule sind und dass ihnen alle Wege offen stehen“, sagte Kultusminister Christian Piwarz.

Im Bereich „Berufliche Orientierung“ werden dafür kurzfristig verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um die Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu erhöhen. Dazu wird unter anderem das Projekt „Praxisberater“ ab dem Jahr 2019 schrittweise und nach Bedarf mit Landesmitteln und Mitteln der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit weiter ausgebaut.

„Damit werden wir die Oberschulen im Bereich der Beruflichen Orientierung personell und sächlich in erheblichem Umfang unterstützen, denn der Praxisberater ist ein kontinuierlicher Ansprechpartner in Vollzeit an einer Oberschule für Schüler, Eltern, Fachlehrer und Klassenlehrer, aber auch für Unternehmen und Kooperationspartner der Schule“, betont Kultusminister Christian Piwarz.

Weiterhin soll die „Berufseinstiegsbegleitung“ aus Landesmitteln und Mitteln der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit weitergeführt werden. Die dafür notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von 7 Millionen Euro sind in die Haushaltsaufstellungen des Doppelhaushaltes 2019 und 2020 eingebracht worden. Seit 2014 wird das Projekt für abschlussgefährdete Jugendliche paritätisch von Bund und Bundesagentur für Arbeit ausfinanziert. Mit dem Eintritt der fünften Kohorte im Schuljahr 2018/19, die bis zum Jahr 2022 finanziert wird, endet diese Finanzierung. Die Berufseinstiegsbegleitung hat sich an Förderschulen und Oberschulen als wirksames und erfolgreiches Unterstützungsinstrument bewährt, um abschlussgefährdete Jugendliche zum Schulabschluss und in eine duale Berufsausbildung zu bringen.

Ebenfalls im Konzept verankert ist die Unterstützung von bereits bestehenden Strukturen in den Regionen. So soll die Landesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft Sachsen (SWS) mit zwei staatlich finanzierten Stellen unterstützt werden. Die SWS steht Unternehmen, Kammervertretern, Schulen aber auch kommunalen Verantwortungsträgern beratend zur Seite, agiert als Kontaktvermittler zu regionalen und überregionalen Akteuren und initiiert Veranstaltungen auf Landesebene. Insbesondere unterstützt sie die regionalen Arbeitskreise in ihren Bemühungen, Kooperationsbeziehungen zu intensivieren und zu vernetzen

Die Staatsregierung unterstützt außerdem im Rahmen der ESF-Förderung bereits seit 2012 die bestehenden „Regionalen Koordinierungsstellen für Berufs- und Studienorientierung“ (RKOs) in den Landkreisen und Kreisfreien Städten. Diese Stellen sind für Unternehmen sehr wertvoll, da sie so mit vertretbarem Aufwand eine möglichst große Zahl an Schülern kennenlernen können. Nach dem Auslaufen der ESF-Förderung wird der Freistaat eine stabile Finanzierung der RKOs sicherstellen.

Mit der begleitenden Social-Media-Kampagne „Zukunftsschmiede Sachsen“ sollen vor allem die Schüler der Oberschulen erreicht werden. Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesschülerrat und Firmenvertretern finalisiert und bezieht die bereits existierenden Elemente der Beruflichen Orientierung in Sachsen, beispielsweise „Komm auf Tour“ ein.
Die Kampagne soll vor allem über Instagram laufen. Zu Beginn des neuen Schuljahres soll eine erste große Werbekampagne mit Unterstützung der Schülerräte auf Landes-, Kreis- und Stadtebene erfolgen.

Weitere Maßnahmen sind unter anderem die Überführung der „Dualen Berufsausbildung mit Abitur“ (DUBAS) und des bisherigen Schulversuchs „Gestrecktes Berufsvorbereitungsjahr“ in die Regelausbildung ab dem Schuljahr 2018/19.

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