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12.02.2019, 15:30 Uhr

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch verleiht Sächsische AIDS-Ehrenmedaille an Edda Weiß aus Zwickau

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch zeichnet heute Abend Edda Weiß aus Zwickau mit der „Sächsischen Ehrenmedaille für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und AIDS“ aus.

Edda Weiß engagiert sich seit vielen Jahren für die HIV-Prävention in der Zwickauer Region. In fast einem Vierteljahrhundert konnte durch den unermüdlichen Einsatz der Sexualpädagogin und Koordinatorin Edda Weiß die Beratungsstelle der AIDSHILFE Westsachen in Zwickau zu einer vertrauenswürdigen Beratungsstelle heranwachsen und somit unzähligen Ratsuchenden Unterstützung gewähren.

„Edda Weiß hat es in all den Jahren immer wieder geschafft, vor allem viele junge Menschen für die Themen HIV, AIDS, Sexualität, Prävention und Beratung zu begeistern und für eine ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen. Hervorzuheben ist auch der Aufbau eines riesigen Netzwerkes, über die sächsischen Grenzen hinaus. Für ihr herausragendes Engagement danke ich Edda Weiß öffentlich und auch ganz persönlich“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch anlässlich der Ehrung.

Die Ministerin wies weiterhin darauf hin, dass nach Schätzzahlen des Robert-Koch-Institutes derzeit immer noch 570 Menschen in Sachsen nichts von ihrer HIV-Diagnose wissen. Daher müssten durch die AIDS-Hilfen und Gesundheitsämter noch gezielter auf Testmöglichkeiten hingewiesen bzw. HIV-Teste angeboten werden. Aber auch unsere Hausärzte und entsprechenden Fachärzte tragen eine große Verantwortung, Risiken und Symptome, die für eine HIV-Infektion sprechen, zu erkennen und einen HIV-Test zu empfehlen.
Das Sächsische Gesundheitsministerium wird in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit den sächsischen AIDS-Hilfen für die gesetzlich jetzt mögliche Nutzung von HIV-Selbsttests werben und für Risikogruppen diese Selbsttests auch zur Verfügung stellen. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, HIV-Diagnosen früher zu erkennen, vor allem für Personen, die zu keiner Testung zum Arzt oder ins Gesundheitsamt gehen.

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