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26.04.2019, 11:30 Uhr

Über vier Millionen Euro für den Abbruch der Lederfabrik in Freital und die Revitalisierung des Stadtzentrums

Gemeinsame Medieninformation des Staatsministeriums des Innern, des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der Großen Kreisstadt Freital

Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller hat heute dem Oberbürgermeister der Stadt Freital, Uwe Rumberg, zwei Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt 4,15 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) übergeben. Gemäß der Richtlinie „Nachhaltige Stadtentwicklung EFRE 2014 bis 2020“ des Staatsministeriums des Innern kann damit einerseits der Abbruch der verfallenen ehemaligen Lederfabrik in Freital ab August realisiert werden. Andererseits werden die finanziellen Mittel in die sich anschließende umfassende Begrünung des 8.000 Quadratmeter großen Areals fließen.

„Mit dem Abbruch dieses traditionsreichen, jedoch ungenutzten Industriebaus verschwindet nach langwierigen baulichen und wirtschaftlichen Untersuchungen sowie Entscheidungsprozessen ein städtebaulicher Missstand aus der Stadt Freital. Dank der EFRE-Förderung kann das gesamte Areal nach erfolgreicher Beräumung und Altlastensanierung umfangreich begrünt werden. Der damit entstehende ‚Mühlenpark‘ ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung eines Zentrums in Freital, so wie andere Städte es auch haben“, sagte Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller. „Städte brauchen einen innerstädtischen, gut erreichbaren Magneten, der Menschen anzieht. Der ‚Mühlenpark‘ wird ein solcher werden“, sagte Wöller. Mit den anstehenden Baumaßnahmen werde auch das Wohnumfeld um die Lederfabrik aufgewertet. „Wir schaffen für Freital ein Gesicht“, so Wöller.

„Wir haben von Anfang an für den Abriss der Lederfabrik gekämpft, um damit die unkalkulierbaren Risiken für die Stadt abzuwenden. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch den Freistaat“, so Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg.

Durch den Abriss wird ein Areal freigelegt, das wiederum das „Mühlenviertel“ an dieses entstehende Zentrum anbindet. Im Rahmen der Nachnutzung der Fläche sollen der Mühlgraben offengelegt und der ‚Mühlenpark‘ mit Sitzstufen und Gehölzpflanzungen uferbegleitend gestaltet werden. Mit einem möglichen Verwaltungs- und Dienstleistungsstandort könnte das Areal darüber hinaus eine nachhaltige Nutzung erfahren.

„Derzeit sind in Freital an verschiedenen Stellen Behörden untergebracht. Mit einem Behördenzentrum könnten verschiedenste Ämter von Stadt, Kreis und ggf. Land unter einem Dach zusammenkommen. Kurze Wege und ein möglichst breiter Service für Bürger wären nur ein Vorteil dieses Ansinnens“, so Landrat Michael Geisler. Mit den nun der Stadt Freital übergebenen Fördermitteln könne man sich künftig daran machen, Vorstellungen zu bündeln, Varianten zu betrachten und Pläne zu erarbeiten. Gremien wie Stadtrat und Kreistag würden bei anstehenden Entscheidungen mit einbezogen, so der Landrat weiter.

Hintergrundinformationen für die Berichterstattung

Lederfabrik Freital
Der Stadtrat von Freital hatte im Jahr 2013 den Ankauf der ruinösen ehema-ligen Lederfabrik an der Poisentalstraße beschlossen. Studien hatten jedoch erhebliche bautechnische Schäden und Mängel an dem Gebäude sowie eine Kontaminierung der Bausubstanz ergeben. Für eine Bestandssicherung,
Altlastenbeseitigung und niedrigschwellige Sanierung zur gewerblichen Nutzung ging die Stadtverwaltung von einem finanziellen Aufwand über mindestens rund 8,7 Millionen Euro aus. Die Stadt selbst hätte davon aus Eigenmitteln mindestens 3,8 Millionen Euro bereitstellen müssen. Darüber hinaus wären Betriebskosten und Anfangsverluste in Höhe von weiteren rund 1,1 Millionen Euro für die Anlaufzeit von maximal zehn Jahren aufgelaufen. Dieses Geld hätte dann bei wichtigen Investitionen in den Kita- und Schulhausbau sowie in Infrastrukturmaßnahmen gefehlt. Eine wirtschaftliche Sanierung der Lederfabrik war demzufolge nicht darstellbar.

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Sächsisches Staatsministerium des Innern
Themen
Bau, Immobilien, Kommunales, Nachhaltigkeit, Sicherheit & Inneres, Veranstaltung
Kontakt
Pressesprecher Andreas Kunze-Gubsch
Telefon +49 351 564 30400
Telefax +49 351 564 30409
 
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